Deutscher Spielfilm @ its best
Ich habe noch nie erlebt, das ich beim Lesen erst die meiste Zeit ein gutes Gefüh hatte, das Buch am Ende aber schlecht fand. Es geht mit der Entführung von Nele direkt fastburn los, man ist direkt in einer gewissen Spannung drin und die kurzen Kapitel sind ein echter Pageturner. Zwar versteht man noch nicht ganz jede POV, jedoch liest es sich sehr angenehm. Ab etwas mehr als der Hälfte des Buches jedoch, stagniert die Story etwas, es werden immer mehr Fragen gestellt die unbeantwortet bleiben, und es tauchen immer mehr Nebencharaktere auf die überhaupt nichts zur Geschichte beitragen. Auch die Protagonisten sind seelenlos geschrieben und man baut mehr Bezug zur Seite der Entführer auf, als zur Mutter oder gar zu Nele selbst. Das Maximum an "Deutsch sein" erreichen wir dann bei etwa 80%, als man tatsächlich ein Gespräch über die Sozialversicherungsnummer Neles lesen muss. Das Verhalten von allen Personen wird auch stetig unrealistischer und erreicht spätestens hier sein volles Ausmaß. Die letzten 60 Seiten habe ich zu 99% so vorhergesagt und habe mich beim Lesen nur noch geärgert. Einfach schade wie man das Potenzial des Themas so schlecht ausarbeitet und so viele Fragen ungeklärt lassen kann.










