War für mich ein solides Buch, das sich insgesamt wie ein klassischer Krimi liest.
Die Charaktere haben mir gut gefallen und auch der Schreibstil hat mich angesprochen – auch wenn er stellenweise etwas ausschweifend ist und für manche Leser:innen vielleicht zu sehr um den heißen Brei herumredet. 🤭
Die Auflösung war letztlich nicht besonders überraschend, trotzdem habe ich bis zum Ende mitgefiebert.
Kritisch sehe ich allerdings einige Aussagen und Sichtweisen im Buch - insbesondere die Art und Weise, wie die Sami dargestellt werden. Sehr problematisch!
Sondern im Hohen Norden Schwedens.
Dort oben geschieht ein Mord.
Wem es im Sommer zu heiß ist kann diesen Schneereichen Winterkrimi von Madita Winter lesen.
Ein solider Krimi bei dem der Kriminalfall für mich recht spannend war und bei dem mir die Ermittlungsarbeit gut gefallen hat. Leider wurde mir zuviel um den heißen Brei geredet und zuviele Nebensächlichkeiten ausgeschrieben. Für Menschen, die besonders Naturbeschreibungen mögen ist dieser Krimi wärmstens zu empfehlen, für mich persönlich war das ein bisschen viel. 😅
Für mich war es diesmal tatsächlich schwierig dieses Buch immer wieder weglegen zu müssen. Ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Die Verknüpfung des Falles und das Kennenlernen von Anelie, Daniel, Arne usw. ist, aus meiner Sicht, sehr gut gelungen. Auch Fakten über Lappland gibt es, die überhaupt nicht langweilig eingebaut sind. Am Ende ist es überraschend, dennoch überschlagen sich keine Ereignisse. Super sympathische Charaktere.
Etwas simpel gestrickt: Sprachlich eher schnörkellos, ohne viele Details zu den Figuren oder der Umgebung, POV-Wechsel gegen Ende irritierend (hätte man anders lösen sollen), Storyentwicklung relativ geradlinig, aber Idee und die Einbettung in die kulturellen Hintergründe ganz nett.
Hat mir gut gefallen, und man erfährt interessante Fakten über den eisigen Norden.
Werde sicher dran bleiben ..
Nur das Ende / die Auflösung fand ich nicht wirklich überraschend .
Aber sonst richtig gut .
Stereotype Figuren, problematischer Darstellung samischer Figuren vor allem die Hintergründe der negativen Einstellung gegenüber staatlichen Behörden wird nicht erläutert und damit so dargestellt, als seien die Sami das Problem.Dass sie historisch gewachsene Gründe haben wird völlig ignoriert. Meiner Meinung nach übernehmen die Autoren ( M Winter ist das Pseudonym eines Ehepaares Winter) Vorurteile unreflektiert und stellen Sie hier extrem einseitig dar.
Der Kriminalfall ist ganz interessant, wird aber durch obig genannte Punkte für mich in den Hintergrund gedrängt.
Die Polizistin ist quasi eine Superheldin , ihre Chefin genauso einseitig die böse Polizeichefin.
Irgendwann hat dann auch die letzte Person kapiert das es kalt ist.Von dem ständigen an und ausziehen irgendwelcher Schneeklamotten kann man ein Trinkspiel machen und wäre schön nach dem ersten Kapitel betrunken...klar es ist Winter in einer Gegend, bei der Kälte wirklich gefährlich werden kann.Aber meiner Meinung nach wird das so überbetont, dass dadurch Atmosphäre verloren geht.Zum Teil merkt man ehrlich gesagt auch, das hier ein deutsches Lesepublikum angesprochen wird.Es gibt so einen Erklärbärtonfall den man nur anschlägt, wenn man glaubt die Person vor dem Buch hätte keine Ahnung von irgendwas...
Nun gut, theoretisch ist dies der erste Band einer Reihe.Es wird wohl nicht verwundern, das ich definitiv nicht weiter lesen werde.