Klassiker des historischen Romans
Nicht ohne Grund immer wieder neu aufgelegt. Ein Roman zu dem schon alles geschrieben und gesagt wurde. Natürlich mit der Hoffnung, dass es sich um eine wahre Begebenheit handelt.
Klassiker des historischen Romans
Nicht ohne Grund immer wieder neu aufgelegt. Ein Roman zu dem schon alles geschrieben und gesagt wurde. Natürlich mit der Hoffnung, dass es sich um eine wahre Begebenheit handelt.
Das Buch die Päpstin von Donna Woolfolk Cross hat mir sehr gut gefallen und ich habe es gerne gelesen. Nun möchte ich nach dem Buch auch noch den Film sehen.
Ein kleines bisschen Feminismus…
Ich denke dieses Buch ist ein neues Lieblingsbuch. Die Geschichte ist konstant und entspricht meiner persönlichen Anforderungen an einen historischen Roman. Die Personen sind nachvollziehbar geschrieben, mit genau den Werten und Einstellungen, die man sich für diese Zeit vorstellt. Zudem findet man gelegentlich auch modernen Wortwitz und eine Schlagfertigkeit, die ich keinem Kirchenmann je zutrauen würde.
Lang lebe Papst Johannes
Es hat ein wenig schleppend begonnen aber es wurde immer besser. Ich hätte gerne noch mehr von Johanna gelesen, besonders weil das Ende auch einwenig schade war aber das wurde beim Epilog wieder ein wenig verbessert. Es wäre schön gewesen wenn es damals so eine Frau im höchsten Amt der Kirche gegeben hätte aber das hat es leider nie gegeben. Hier im Buch wurde das alles sehr leicht beschrieben aber weibliche Gesichtszüge wie auch eine weibliche Stimme kann man einfach nicht verstecken. Zumindest damals nicht. Aber dieses Buch war echt toll zu lesen und die Story war auch genial
Sehr lesenswert! :)
Ich hatte am Anfang etwas Bedenken, da "Die Päpstin" nicht mein übliches Genre ist und es nicht allzu spannend klang, aber die Geschichte hat mich von Anfang an mitgerissen und ich konnte es kaum noch aus der Hand legen :) Tolle Geschichte und historisch habe ich mich auch noch ein bisschen weitergebildet🙃 Absolute Empfehlung!

Ich bin positiv überrascht von dem Buch. Obwohl ich grob die Geschichte schon kannte, war ich von der doch sehr guten Wiedergabe der historischen Gepflogenheiten überrascht und angetan. Egal, ob es eine weibliche Päpstin gab oder nicht - der Erzählung ist sehr schön und nachvollziehbar. Als Historischer Roman sehr empfehlenswert!

"Du bist, was du nicht sein wirst. Was du werden wirst, ist anders, als du bist."
⭐ 5/5 "Die Päpstin" von Donna W. Cross hat mich als begeisterte Historienromanleserin schon lange interessiert. Nun habe ich das Buch endlich gelesen und ich bin begeistert. Nicht nur besticht Cross mit einem flüssigen, schönen Schreibstil, auch die historische Recherche hat sie mehr als gut gemacht. Viele Dinge, die im Buch passieren, sind auch tatsächlich historisch belegt. Das Buch beginnt tatsächlich ganz am Anfang, wo die kleine Johanna im 9. Jahrhundert in Ingelheim bei einer liebenden Mutter, aber einem scheußlichen Vater aufwächst. Früh merkt sie, dass sie einen außergewöhnlichen Wissensdurst hat und tut alles dafür, um lernen zu dürfen. Ein fast unmögliches Unterfangen, war doch damals der allgemeine Glaube, dass Frauen nicht in der Lage sind, sich intellektuelles Wissen anzueignen und somit kaum einer sich die Mühe gemacht hat, Mädchen irgendetwas zu lehren. Doch Johanna ist ehrgeizig und getrieben und gibt nicht auf. Und so landet sie später in Ihrem Leben in Rom und dann sogar auf dem Papstthron. Doch auch sie ist nicht gefeit vor der Liebe... Ich kann nur sagen, dass ich Johanna unglaublich gern durch ihr Leben begleitet habe. Ich wollte immer wissen, wie es jetzt mit ihr weitergeht, was ihre nächste Idee ist und vor allem, wie denn nun alles für sie endet. Ich hätte mir lediglich manchmal eine Erklärung für die ganzen lateinischen Begriffe gewünscht. Viele konnte ich mir selbst herleiten, aber bei manchen musste ich nachschlagen, weil es hinten im Buch kein Begrifflexikon gibt. Trotzdem kann ich für diesen Roman eine klare Leseempfehlung aussprechen und ich möchte auch auf die paar Seiten Nachwort aufmerksam machen, in denen Cross darauf eingeht, ob es nun tatsächlich eine Päpstin gab oder nicht. Sehr interessantes Nachwort und ich für meinen Teil kann gut und gerne glauben, dass es Johanna wirklich gab und die Kirche einfach alles, was geschah, über die Jahrhunderte vertuscht hat.
Die Päpstin ist ein Roman, der einen emotional ordentlich durchschüttelt. Die Geschichte von Johanna zieht einen schnell rein, weil sie konsequent aus ihrer Perspektive erzählt wird und man jede Ungerechtigkeit, jede Demütigung und jeden kleinen Sieg mitfühlt. Es ist kein bequemes Buch – vieles macht wütend, manches tut richtig weh –, aber genau das sorgt dafür, dass man dranbleibt und wissen will, wie sie ihren Weg in einer Welt findet, die ihr eigentlich keinen Platz zugesteht. Sehr stark ist der Kontrast zwischen Wissen, Medizin und Vernunft auf der einen Seite und Aberglaube, Machtdenken und kirchlichen Dogmen auf der anderen. Die Kirche erscheint dabei weniger als Ort des Glaubens, sondern als starre Institution, die sich selbst schützt. Johanna wirkt in diesem Umfeld wie ein Fremdkörper: klug, neugierig, hilfsbereit – und genau deshalb gefährlich für die bestehenden Strukturen. Am Ende bleibt ein Gefühl von Tragik und Konsequenz. Nicht alles fühlt sich gerecht an, vieles regt auf, aber genau das passt zu dieser Geschichte. Die Päpstin ist kein Wohlfühlroman, sondern ein Buch, das hängen bleibt und lange nachwirkt.
Ich habe noch nicht viele historische Romane gelesen, da dies nicht unbedingt mein bevorzugtes Genre ist, aber dieser hier war wirklich angenehm zu lesen und sehr, sehr gut :)

Hose an, Tiara auf - Der gefährliche Weg einer Frau auf den begehrtesten Chefsessel der (damaligen) Welt.
Donna Woolfolk Cross hat mit "Die Päpstin" ein monumentales Werk geschaffen. Dieses Buch, das schon im Regal meines Vaters stand, wirkte mit seiner Dicke zunächst einschüchternd, doch die Sogkraft des historischen Kontexts und der Legende um die Frau, die es wagte die höchsten Weihen der katholischen Kirche zu erlangen und damit in gewissem Maße den rotgewandeten Herrschaften eine lange Nase zu drehen, war einfach unwiderstehlich. Kaum begonnen, war ich sofort gefangen und "Die Päpstin" kann sich mittlerweile als eines der wenigen Bücher betrachten, die es mehr als einmal aus dem Regal auf meinen Lesesessel geschafft haben. Wir tauchen ein in das Europa des 9. Jahrhunderts, eine Zeit, in der die Dunkelheit nicht nur die Nächte, sondern auch die Köpfe vieler Menschen beherrschte. Hier begegnen wir der jungen Johanna, deren Geist so gar nicht in die engen Schranken ihrer Epoche passen will. Ihr größtes Vergehen ist ihre Sehnsucht nach Wissen: Sie lernt heimlich Lesen, besitzt ein Buch – ein Schatz und zugleich ein explosives Geheimnis – und zieht die Bildung dem vorbestimmten Leben einer unterwürfigen Ehefrau und Mutter vor. Eine glückliche Fügung des Schicksals ermöglicht ihr, an einer Domschule zu lernen. Doch die gesellschaftlichen Widerstände gegen eine wissbegierige Frau sind immens. Als dann eines Tages Wikinger ihre Heimatstadt überfallen und alles in Schutt und Asche legen, nutzt Johanna diese Katastrophe: In Männerkleidung gewandet schlüpft sie, nunmehr als Johannes, in ein Kloster, um ihren intellektuellen Hunger zu stillen. Es ist der Beginn einer waghalsigen Reise, die sie über Schulen und Kaiserhöfe führt – ein Weg, der eines Tages im Herzen der Christenheit enden soll: auf dem Stuhl Petri. Fazit: Donna Woolfolk Cross gelingt mit "Die Päpstin" ein fesselnder und tiefgründiger historischer Roman. Er lässt uns die drückende Schwere des Mittelalters spüren und zugleich die unbändige Kraft einer Frau, die gegen alle gesellschaftlichen Konventionen aufbegehrt. Wir fiebern mit Johanna mit, die einen damals unaussprechlichen Frevel begeht, nur um ihr Wissen zu mehren und den Menschen damit zu dienen. Die Autorin erschafft eine Welt, die man förmlich fühlen und sehen kann: die düsteren Winkel der mittelalterlichen Städte, die Kälte der Klostermauern, die Pracht Roms. Man wird unweigerlich zum stillen Komplizen dieser mutigen Frau und hält immer wieder unwillkürlich den Atem an, wenn ihr lebensgefährliches Geheimnis droht, enthüllt zu werden. Es ist ein Buch über Mut, Bildung und den unerbittlichen Kampf einer Seele, die sich weigert, ihre Flügel stutzen zu lassen. Ein zeitloses Meisterwerk der historischen Fiktion.
Kurzmeinung zu Die Päpstin von Donna W. Cross Ein sehr gutes Buch – ich gebe ihm 4 von 5 Punkten. Die Geschichte um Johanna hat mich berührt und beeindruckt: klug, mutig und voller Tiefe. Zwischenzeitlich empfand ich den Erzählfluss jedoch als etwas langatmig. Trotzdem bleibt der Roman ein kraftvolles Porträt weiblicher Selbstbestimmung im Mittelalter.
Inhalt und Thema Der historische Roman erzählt die fiktive Geschichte von Johanna, einer klugen und wissbegierigen Frau, die sich im 9. Jahrhundert als Mann ausgibt, um Bildung zu erlangen und schließlich – gegen alle gesellschaftlichen Widerstände – zur Päpstin wird. Donna W. Cross verwebt Legende und historische Fakten zu einer mitreißenden Erzählung über Mut, Identität und den Kampf gegen patriarchale Strukturen. ✍️ Stil und Sprache Cross schreibt klar, bildhaft und spannend. Ihr Stil ist zugänglich, ohne oberflächlich zu sein. Besonders die detaillierten Beschreibungen mittelalterlicher Lebenswelten und die inneren Konflikte Johannas verleihen dem Roman Tiefe. Allerdings neigt die Autorin stellenweise zu einem Schwarz-Weiß-Denken in der Charakterzeichnung, was manche Figuren etwas eindimensional erscheinen lässt. 🎭 Figuren Johanna ist eine vielschichtige Protagonistin – mutig, verletzlich, wissbegierig. Ihre Entwicklung vom unterdrückten Mädchen zur mächtigen Kirchenfigur ist glaubwürdig und emotional berührend. Die Nebenfiguren wie Gerold oder ihr Vater spiegeln die Spannungen der Zeit wider, auch wenn manche archetypisch wirken. 🕊️ Botschaft und Wirkung Die Päpstin ist mehr als ein historischer Roman – es ist ein feministisches Manifest. Die Geschichte zeigt, wie Bildung, Selbstbestimmung und Widerstand gegen starre Rollenbilder lebensverändernd sein können. Besonders für Leserinnen, die sich für Spiritualität, Selbstermächtigung und historische Frauenfiguren interessieren, ist das Buch eine Quelle der Inspiration. ⚖️ Kritikpunkte - Einige historische Freiheiten könnten puristische Leser stören. - Die moralische Trennung zwischen „gut“ und „böse“ ist teils zu plakativ. - Die Liebesgeschichte wirkt stellenweise konstruiert. 🌟 Fazit Ein kraftvoller Roman, der historische Fiktion mit gesellschaftskritischer Tiefe verbindet. Die Päpstin ist ein literarischer Aufruf zur Selbstermächtigung – besonders für Frauen, die sich zwischen Spiritualität, Bildung und gesellschaftlichen Erwartungen bewegen.
Johanna ist eine so starke Frau! 😍Eine atemberaubende Geschichte über das Leben einer Frau im 9. Jahrhundert, die mehr erreichen möchte, als ihr erlaubt ist! 💜❤️
Ich liebe dieses Buch! 😍😍Ich liebe Johanna und ihre Geschichte! Es ist so unfassbar gut geschrieben, dass es einen nicht mehr los lässt. Jedesmal möchte man weiterlesen und wissen was passiert. Ich wurde mit in die Zeit gezogen und habe jederzeit mitgefiebert. Eines der schönsten historischen Liebesromane. Ich finde es auch gut, wie sehr auf historische Genauigkeit geachtet wurde und es zum Schluss nochmal erklärt wird, was Fiktion und was historisch richtig war. Kleiner Tipp: Das Musical die Päpstin ist eine klare Empfehlung! Schaut es euch an, wenn ihr dieses Buch genauso liebt wie ich! Es ist so schön umgesetzt! 😃
So ein tolles Buch, die Geschichte einer Frau im 9.Jahrhundert und wie sie es bis auf den Papst Stuhl schafft. Eine brutale ubd wahrscheinlich auch recht ehrliche Geschichte über das Leben in der Zeit, wo Männer ihre Macht festigen, indem sie Frauen als unrein und gebildete Frauen als widernatürlich und gefährlich diffamieren. Mich hat es sehr dazu angeregt über parallelen zur heutigen Zeit nachzudenken, und die sind erschreckend, meiner Meinung nach. Abgesehen von allem auch mitreißend geschrieben.
Spannende Geschichte über eine faszinierende Frau
Das Buch war entgegen meiner Erwartungen an keiner Stelle langweilig. Selbst die historischen Ereignisse sind so in die Geschichte eingebunden, dass sie zur Spannung beitragen. Eine packende und berührende Geschichte über eine starke Frau, die leider vielen unbekannt ist.
Gut geschrieben
#Histo-Liebe 💛
Es ist einer der besten historischen Romane, den ich je gelesen habe. Alle paar Jahre hole ich "Die Päpstin" wieder aus dem Regal, um ihn nochmal zu lesen. Die Geschichte und der Schreibstil sind so zeitlos und geben mir das richtig gute Histo-Feeling.
Der Anfang war gut
Irgendwo habe ich eine Kritik gegen das Buch gelesen, und dann habe ich auch meine Zweifel gehabt, dass man als Frau diese Papst Rolle spielen kann ohne entdeckt zu werden. DNF.
Ein netter historischer Emanzipationsroman. Der Stil war nicht so beeindruckend. Das kann aber auch an der Übersetzung liegen. Es gab eindeutig zu viel Kitsch. Einige Ereignisse in der Erzählung sind sehr unrealistisch. Selbst für eine fiktive Handlung. Ich hätte mir mehr Spannung gewünscht.
Monumentaler Roman über das Leben einer Frau, die sich in der männerdominierten Welt behauptet. Unglaublich fesselnd und gut verständlich geschrieben.
Johanna hat die Geburtslotterie verloren und wächst als Frau im Frankenreich des 9.Jahrhunderts auf. Mithilfe ihrer überragenden Geistesgaben höhlt sie dabei heimlich das Patriarchat aus, indem sie es an die Spitze der katholischen Kirche schafft. Ich mag es wenn man mit jedem Kapitel immer längere Passagen liest, gespannter auf die nächste Seite ist und das Buch seltener aus der Hand legt. Das kann man bei dem Buch definitiv erwarten.
Dieses Buch ist emotional sehr intensiv. Besonders als Frau spürt man beim Lesen oft Wut, Traurigkeit, Verzweiflung und Frustration – und das von Anfang bis Ende. Die Geschichte bedrückt einen, weil sie zeigt, wie ungerecht die Welt für Frauen war (und oft noch ist). Trotzdem ist das Buch spannend und fesselnd. Es regt zum Nachdenken an und bildet weiter, besonders was feministische Themen und den Kampf gegen das Patriarchat angeht. Insgesamt ein sehr empfehlenswertes, trauriges und starkes Buch.
Hat mir gut gefallen ich finde es nur merkwürdig das es die ganze Zeit nicht aufgefallen ist das sie eine Frau ist
✨️Highlight ❗️Spoilerwarnung
📚 Inhalt Johanna wird als Tochter eines katholischen Priesters und einer heidnischen Mutter in einem kleinen Ort im heutigen Deutschland geboren. Ihr Vater erzieht sie streng und zieht eine klare Trennung zwischen seiner Tochter und seinen Söhnen. Johannas Bruder bringt ihr das Lesen bei, da sie sehr neugierig und wissbegierig ist. Ihr Bruder, der selbst Priester werden soll, verstirbt an einem Fieber. Ein Gelehrter kommt zu ihnen ins Dorf und Johanna lernt durch ihn griechisch und lateinisch. Sie bekommt von ihm ein griechisches Buch geschenkt. Als Johannas Vater das Buch entdeckt, prügelt er sie fast zu Tode. Schliesslich wird Johannas kleiner Bruder Johannes von einem Boten abgeholt, um in Dornstadt zu studieren. In der Nacht läuft Johanna von Zuhause weg und erreicht gemeinsam mit ihrem Bruder die Stadt. Der Bischof ist begeistert von Johannas wachem Geist und so darf sie gemeinsam mit ihrem Bruder die Studien aufnehmen und wird beim Markgraf Gerold untergebracht. Johanna und Gerold entwickeln eine tiefe Freundschaft, die langsam zur Liebesbeziehung wird. Gerolds Frau findet es heraus und arrangiert aus Eifersucht die Ehe zwischen Johanna und dem Sohn des Schmieds. Während der Hochzeit wird das Dorf überfallen und nur Johanna überlebt. Sie geht getarnt als ihr eigener Bruder ins Kloster Fulda. Dort bleibt sie viele Jahre und wird zum Priester ernannt. Während der Pest entschliesst sich Johanna, als Pilger nach Rom zu gehen. In Rom angekommen, arbeitet sich Johanna als erfolgreiche Medizinerin zur Vertrauten des Papstes Sergius. Nach dessen Tod wird Leo zum Papst und Rom sieht sich verschiedenen Gefahren ausgesetzt. Während Belagerungen treffen Gerold und Johanna nach vielen Jahren wieder aufeinander und werden ein heimliches Liebespaar. Nach dem Mord an Papst Leo wird Johanna durch ihre Popularität im römischen Volk zum Papst gewählt. Johanna wird von Gerold schwanger und versucht erfolglos, das Kind abzutreiben. Bei der Osterprozession wird Gerold tödlich verletzt und bei Johanna setzen frühzeitig die Wehen ein. Sie und ihr Kind sterben. 📖 Meinung Ich kann über dieses Buch nur Schwärmen! Vom ersten bis zum letzten Wort war ich von der Handlung gefesselt und fasziniert. Johanna ist eine unfassbar starke Frau, die schon als Mädchen mitbekommen hat, in welchen starren Grenzen sich Frauen bewegen dürfen. Doch Johanna erkämpfte sich ihre Bildung und schaffte es unter falschem Namen bis zum Papst. Sie überzeugt durch ihr enormes Wissen und ihre empathische Haltung. Sie kannte sich nicht nur im christlichen Glauben aus, sondern war auch eine ausgezeichnete Medizinerin. Die Autorin hat einen wunderbar flüssigen Schreibstil und man fühlt sich regelrecht in die Vergangenheit zurück gesetzt. Die Wortwahl ist wunderschön und jedes Wort sitzt an der richtigen Stelle. Durch den flüssigen Schreibstil fliegt man durch die Seiten. Die Geschichte fesselte mich von Anfang bis Ende. Ich habe jedes Wort geliebt und das Buch wird immer einen Platz in meinem Herzen haben.
Ganz solide!
Ich habe das Buch anlässlich der Wahl des Papstes gelesen und muss sagen, dass ich es ganz gut fand. Wir begleiten Johanna durch ihr Leben. Sie möchte lesen und schreiben lernen und damit auch etwas anfangen können. Leider befindet sie sich in einer Zeit, wo diese Tätigkeiten nur für Männer sind. Schließlich gibt sie sich als Mann aus, um das zu machen was sie möchte. Im Großen und Ganzen ist es ein sehr gut recherchierter Roman. Einige Dinge im Buch beruhen auf wahrer Begebenheit. Die Mischung aus wirklich passierten und Fiktion fand ich gut. Es war mal was anderes. Die Liebesbeziehung mochte ich nicht so. Und ich fand es teilweise etwas anstrengend das Buch zu lesen. Ich konnte es nicht wirklich weg suchten, da der Schreibstil etwas komplizierter ist durch die Fremdsprachen.
Was für eine Geschichte! Das war mal wieder ein wirklich guter historischer Roman der auf historischen "Tatsachen" beruht. Ich habe Johanna gemocht und sie gerne durch ihre Lebensgeschichter verfolgt. Sie hat das unmöglichr geschafft und war sicher ein Vorbild für viele Frauen nach ihr. Ich fand es auch toll, dass am Ende auch eine Stellungnahme der Autorin im Buch ist, in der sie klarstellt was historisch belegt ist und was Fiktion. Absolute Leseempfehlung!

"Solange Johanna zurückdenken könnte, war ihr Geschlecht die Quelle ihres Leides und ihrer Verzweiflung gewesen, und sie war entschlossen, sich so lange wie möglich gegen diese aufkeimenden sichtbaren Beweis ihrer Weiblichkeit zur Wehr zu setzen." ♀️
------------------------------------------------------- "Die Päpstin" beschreibt die Geschichte einer Frau, welche keine andere Möglichkeit sah als ihre Weiblichkeit zu verleugnen, um das zu machen was sie liebte. Zu lernen. 📚 Das Frauen im Mittelalter keine gute Stellung hatten ist ja nicht neues, davon jetzt aber am Beispiel von Johanna der Päpstin zu lesen. PUH. Wie viel Misogyny da in der Gesellschaft geherrscht hat, wie unverhohlen sie gelebt, gelehrt und gepredigt wurde, hat mich zwischenzeitlich fassungslos gemacht. Ja, das ganze ist hunderte Jahre her, aber es ist wichtig die Vergangenheit zu kennen um die Zukunft verändern zu können. Wer nichts gegen historische Romane hat und vielleicht noch etwas über den Aufbau der katholischen Kirche im Mittelalter lernen möchte, dem empfehle ich dieses Buch auf jeden Fall.
In jüngeren Jahren eines meiner absoluten Lieblingsbücher und ich habe Johanna bis heute in liebevoller Erinnerung! Eine Beeindruckende Geschichte über eine junge Frau die uns zeigt, was man mit Mut, Ehrgeiz und Wissen erreichen kann. Toll!

Eine starke Frau - sollte man gelesen haben!
“Die Päpstin” von Donna W. Cross ist ein beeindruckender historischer Roman, der die faszinierende Legende der Johanna erzählt – einer Frau, die sich als Mann ausgibt und es bis auf den Papstthron schafft. Die Autorin schafft es meisterhaft, das Mittelalter mit all seinen Herausforderungen, Gefahren und gesellschaftlichen Zwängen lebendig werden zu lassen. Besonders beeindruckt hat mich die starke und kluge Hauptfigur, deren Entwicklung man gespannt verfolgt. Die historischen Details sind hervorragend recherchiert, und die Geschichte hält viele spannende Wendungen bereit. Allerdings gibt es einige Passagen, die sich etwas in die Länge ziehen, was den Lesefluss gelegentlich bremst. Trotzdem überwiegt die fesselnde Erzählweise, und die Geschichte bleibt bis zum Schluss packend. Wer historische Romane mit starken Frauenfiguren und tiefgründigen Themen mag, wird Die Päpstin auf jeden Fall genießen. Eine klare Leseempfehlung! ⭐⭐⭐⭐
Interessante Geschichte über eine Frau, die sich allem widersetzt
Ich muss wirklich sagen, dass dieses Buch deutlich interessanter war, als ich von einem historischen Roman erwartet hätte! Die geschichtlichen Hintergründe wurden sehr gut beleuchtet und mir hat der Charakter von Johanna sehr gefallen. Die Kapitel waren allerdings etwas zu lang, aber meistens trotzdem spannend. Ich hoffe, dass diese Geschichte wirklich so passiert ist, da sie ein perfektes Beispiel für eine Frau ist, die gegen alle Traditionen und Erwartungen gehandelt hat, um ihre Ziele zu erreichen und vor allem um Menschen zu helfen! ⭐️⭐️⭐️⭐️
Ich habe sehr lange (Jahre) gebraucht um dieses Buch zu lesen. Immer phasenweise konnte es mich fesseln und dann empfand ich es wieder als zäh. Aber im großen und ganzen war es ein gutes Buch.
Die Geschichte der Päpstin Johanna - vom Tag ihrer Geburt bis zum Tag ihres Todes. Johanna wächst in ärmlichen Verhältnissen in Ingelheim im Frankenreich im 9 Jahrhundert auf. Sie leidet sehr unter ihrem strenggläubigen Vater und darunter, dass ihre Mutter - die ursprünglich aus Sachsen kommt - von ihrem Mann unterdrückt wird. Schon ziemlich früh stellt Johanna Fragen, die sie eigentlich nicht stellen sollte. Von ihrem Bruder Matthias lernt sie - heimlich - lesen und schreiben. Eine Tat, die sie sehr prägen wird. Und ihr späterer Lehrmeister, der eigentlich ihren Bruder Johannes unterrichten sollte, bringt ihr sehr viele Dinge bei, die für ihr späteres Leben sehr wichtig sein werden. Er entdeckt ihr Talent und beginnt fortan sehr viele gelehrte Gespräche mit ihr zu führen. Auf Umwegen kommt sie nach Dorstadt und erhält dort an der Domschule eine umfangreiche Ausbildung. Aber auch dort bleibt sie nicht ewig. Nach einem sehr schweren Schicksalsschlag verkleidet sie sich als Mann, nimmt den Namen ihres Bruders Johannes an, und begibt sich ins Kloster zu Fulda. Dort lebt sie einige Jahre unentdeckt und erhält eine umfangreiche medizinische Ausbildung. Doch als sie krank wird und ihr die Enttarnung droht, flüchtet sie aus dem Kloster. Nachdem sie - unter der Beobachtung eines alten Freundes - wieder genesen ist, fällt sie den Entschluss nach Rom zu gehen. Nach ihrer Pilgerreise und ihrer Ankunft macht sie sich schnell einen Namen als Heilkundiger und steigt somit innerhalb kürzester Zeit zum Leibarzt des Papstes auf. Später dann, als sie ca. Anfang 40 ist, wird sie selber zum Papst gewählt - ohne dass irgendwer gemerkt hatte, dass sie eigentlich kein Mann ist... Nie im Leben hätte ich gedacht, dass mich dieses Buch so berühren und fesseln würde - denn alles kirchliche und religionstechnische schreckt mich meistens sehr ab. Eigentlich habe ich es nur gelesen, weil ich es von einer ehemaligen Freundin empfohlen bekam. Aber ich bin tierisch beeindruckt. Die geschichtlichen Hintergründe fesselten mich und auch Johanna mochte ich tierisch gern. Ein bisschen hat sie mich vom Charakter her an mich selber erinnert. Sie ist entschlossen, hat einen ausgeprägten Gerechtigkeitssin und strebt an, der Unterdrückung der Frauen zu entgehen. Sie möchte frei sein, weswegen sie sich als Mann ausgab, um Dinge zu erreichen, die sie nie im Leben als Frau erreicht hätte. Ihr logischer Verstand und ihre Denkweise haben mich sehr fasziniert und ich hab eine Art von Genugtuung verspürt, wenn sie ihre Diskussionspartner mal wieder durch logische Argumentation ausstach. Auch beeindruckte es mich tierisch, was sie alles damals in Sachen Medizin gelernt hatte und sich auch neuen Überlegungen gegenüber nicht verschlossen hat. Johanna ist ein wirklich beeindruckender Charakter und ich denke, sie hat einen ersten Schritt in Richtung Emanzipation der Frau gemacht. Schade nur, dass die katholische Kirche so verbohrt ist und die Wahrheit über Johanna unter den Tisch hat fallen lassen... Okay, es ist nicht eindeutig bewiesen, dass es Johanna gegeben hat - aber die Indizien, die die Autorin am Ende auf den Tisch legt, sprechen meiner Meinung nach für sich. Als Papst Johannes Anglicus ist Johanna sehr bedacht darauf, die Lebensumstände des Volkes in Rom zu verbessern, anstatt sich den von ihr erwarteten päpstlichen Dingen zuzuwenden. Sie hat einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und will als Papst sehr viel in Rom verändern. Dass sie eine Schule für Frauen gründete und diese auch noch nach der heiligen Katharina benannte, rührte mich - aufgrund von Johannas Vergangenheit - zutiefst. Natürlich verstand der Klerus das überhaupt nicht... Über das Ende möchte ich nicht viel verraten, nur so viel: Es war für mich sehr überraschend und erfreulich. Ich hab die ganze Zeit vor mir hergeschoben, das Buch durchzulesen, aus Angst vor dem Ende... Ich hatte eine bestimmte Vorstellung von Johannas Tod vor Augen, die sehr grausam war. Aber letztendlich war doch alles ganz anders - und für mich doch sehr beruhigend. Der Epilog, der 42 Jahre nach Johannas Tod spielte, hat mich auch sehr grinsen lassen. Vor Freunde und ein wenig vor Genugtuung und über das Ende des Epilogs musste ich sehr lächeln. ;) Das Buch bekommt von mir 5 von 5 Sternen von mir - in meinen Augen ein Meisterwerk! Wenn ich daran denke, wie viel die Autorin recherchiert haben muss - oweh! Aber es hat sich mehr als nur gelohnt und meine Erwartungen wurden in allem übertroffen! Das Buch empfehle ich getrost jedem weiter. Man sollte sich auf jeden Fall ein Bild von Johannas Geschichte machen.
Das Buch Die Päpstin hat mich vollkommen in seinen Bann gezogen. Die Geschichte von Johanna, die sich trotz aller Widrigkeiten durch ihre Intelligenz und ihren Willen ihren Platz in der Welt erkämpft, hat mich zutiefst beeindruckt. Besonders faszinierend fand ich die Mischung aus historischer Kulisse und der Darstellung einer starken Frau, die sich den gesellschaftlichen Konventionen widersetzt. Das Musical dazu hat mich sogar noch mehr begeistert. Die eindringlichen Songs, die emotionale Tiefe der Charaktere und die kraftvolle Inszenierung haben das Buch für mich auf eine völlig neue Ebene gehoben. Es hat mich förmlich vom Hocker gehauen Ich kann jedem empfehlen das Musical danach zu schauen.
Spannende “Geschichte”, die mit hoher Wahrscheinlichkeit auf einer wahren Begebenheit beruht. Lieben wir! Mitunter ein paar zähe Stellen, die aber für den Verlauf der Geschichte wichtig sind.

Ein historisches Leseerlebnis
Ich habe dieses Werk mir angehört und hatte spannende Hörstunden. Allerdings denke ich das dieses Buch für mich besser zum lesen geeignet wäre, da es um viele verschiedene Personen geht, viele Namen und Funktionen. Leider wusste ich nicht immer wer das jetzt ist und welche Rolle er/sie hat/te. Im Buch kann man doch eher zurück blättern. Hatte dementsprechend etwas gebraucht bis ich so richtig in der Geschichte war. Ich könnte es mir vorstellen das Buch mal zu lesen es hat definitiv Highlight Potenzial. Es gab mir ein Gefühl, das ich auch bei "Medicus" hatte. Für jeden der historische Bücher mag ist das eine klare Empfehlung.
Diese Buch sollte jede Frau einmal lesen
Dieses Buch ist einfach alles. Jedes Gefühl wird beim lesen einmal durchlebt
Gern gelesen, aber die Handlung ist sehr vorhersehbar.
Sehr spannendes Buch 📕 und unglaublich wie brutal das alles war 🥹
Interessant besonders weil es viele Einblicke ins katholische Rom gibt. Man lernt viel über Geschichte und das Christentum. Ich wünschte wirklich man könnte beweisen dass sie eine Frau war.
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen und es ist wesentlich ausführlicher als der Film es sein könnte... Johanna ist so eine starke Persönlichkeit. Auch wenn sie als Mann gelebt hat hat sie ihre Liebe zu Gerold nie vergessen. Diese ist ihr dann leider aber auch zum Verhängnis geworden. Gerold hat mir auch sehr gut gefallen...
Unbedingt lesenswert!
Interessante Geschichte mit vielen historischen Fakten. Der Schreibstil war nicht immer ganz so leicht zu verstehen und aufgrund des Klappentextes hatte ich erwartet, dass es mehr um die Zeit von Johanna als Päpstin geht und nicht um ihre ganze Lebensgeschichte. Dadurch hat es sich zum Teil ein wenig gezogen und es gab sehr viele „Zufälle“ in der Geschichte, die nicht immer sinnig waren
Eine starke Frau, die keine sein darf.
Ich finde den Schreibstil angenehm. Die Geschichte hat mich fasziniert. Die armen Frauen in dieser Zeit und wieviele tatsächlich mit solch verborgener Identität gelebt haben mögen ? Nur den Schluss habe ich mir doch anders gewünscht. Aber ich kann das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen !
Don’t judge a book by its cover! Breathtaking!!!
Das Buch habe ich gelesen da ich den Film super fand. Und das Buch finde ich auch richtig gut! Einige Szenen hätte ich mir auch im Film gewünscht. Kann es jedem empfehlen der mittelalterliche Geschichten mag. Es liest sich gut und ist immerzu spannend!
Viel spannender als man erwarten würde!
In „die Päpstin“ begleiten wir das Leben von Johanna. Als Tochter eines einfachen Preisters beginnt das Leben von Johanna bereits schwer. Die Mutter, eine Sächsische Heidin, der Vater ein jähzorniger Mann und Johanna, die gegen die damalige gesellschaftliche Ordnung, voller Wissensdrang versucht sich zu behaupten. Nach einem grausamen Ereignis bekommt Johanna die Gelegenheit sich als Mann zu verkleiden und endlich die fesseln die sie als Frau auferlegt bekommen hatte, abzulegen. Ich hätte tatsächlich nicht erwartet wie spannend das Buch ist. Johanna kämpft sich durchs leben. Opfert viel und kämpft sich hoch. Man fiebert mit, denn es besteht oft die Gefahr das Johannas wahre Identität aufgedeckt wird. Ihre Art führt auch dazu das Johanna im laufe ihres Lebens sich einiges an Feinden schafft. Auch die Intrigen in dem kirchlichen Apparat waren beinahe auf Level von „gossip Girl“. Und das Ende hat mich auch nochmal emotional gepackt. Und wie jede gute Story gibt es auch hier einen Liebesplot. Dieser hat mir jedoch eher so semi gefallen, da ich nicht sonderlich begeistert vom Altersunterschied bin. Aber ansonsten eine klare Empfehlung.
Für mich eines der besten Bücher, die ich gelesen habe. Von Anfang bis Ende habe ich mich während des Lesens keine Sekunde gelangweilt. Nachdem ich das Buch zur Seite gelegt habe, habe ich noch lange an es gedacht und insgeheim gehofft, dass ein wahrer Kern hinter ihm steckt.
Eine sehr interessante Geschichte über eine kluge und mutige Frau!
Im Großen und Ganzen war „die Päpstin“ eine interessante und wichtige Geschichte über eine sehr tapfere Frau, die sich nicht hat unterkriegen lassen. Teilweise fand ich es echt erschreckend was für ein Unterschied damals und ein wenig auch noch heute zwischen Männern und Frauen gemacht wurde und wird. Auch wenn sich die Geschichte an manchen Stellen etwas gezogen hat und der Schreibstiel noch etwas flüssiger hätte sein können, empfehle ich dieses Buch jedem zu lesen. Damit uns bewusst wird, dass die Rechte die wir inzwischen haben wertvoll sind und an jede Frau oder jeden Mann der einen Traum hat: Eure Träume können war werden wenn ihr bereit seid dafür zu kämpfen
Wir befinden uns im 9. Jahrhundert und begleiten Johanna ihr gesamtes Leben lang. Sie wächst bei einem engstirnigen Dorfpriester auf, der ihren Wissensdurst und ihr Intelligenz bestraft statt fördert. Johanna lässt sich jedoch nicht unterkriegen, lässt sich von ihrem Bruder heimlich das Lesen beibringen und macht sich schon bald auf eine große Reise, die sie später sogar auf den Papstthron bringt. Dabei gibt sie sich schon in jungen Jahren als Mann aus, um überhaupt in den Genuss von Bildung und Karrierechancen zu kommen. Den Schreibstil empfand ich als grandios. Er las sich flüssig und packend und brachte das mittelalterliche Setting total gut rüber. Ich konnte mir die Gebäude, die Kleidung, die Natur und vor allem die Gefühlslage der Gesellschaft richtig gut vorstellen. Zwischen Krankheiten, Hungersnöten, Krieg und Gewalt führte fast niemand ein bequemes Leben. Gerade die Massaker, Angriffe und Kriegsszenen waren teilweise so bildlich beschrieben, dass es schon fast unangenehm war. Auch die Charaktere haben mich vollkommen überzeugt. Johanna und Gerold, aber auch die Randcharaktere Arn und Arnalda, habe ich in mein Herz geschlossen. Gefallen haben mir Johannas Interesse an der Medizin und ihr logisches Denken. Sie erforscht die Welt anstatt nur auf "Gottes Wille" als Erklärung zu vertrauen. Außerdem schreckt sie nicht vor Diskussionen zurück und gerade die Szenen, in denen sie ihre Meinung argumentiert, fand ich stark. Die Gegenspieler und Fürsprecher Johannas waren natürlich relativ einseitig beschrieben, was mich aber auch nicht gestört hat. Ganz furchtbar finde ich die zahlreichen angedeuteten Verstöße gegen die Gebote (z.B. Bruch der Keuschheit oder Völlerei) hoher Kirchenmänner, die dann aber vertuscht werden, wohingegen auch nur der Gedanke an eine Sünde bei anderen aufs Höchste bestraft wird. Generell ist der historische Rahmen in meinen Augen sehr authentisch gewebt. Die Autorin hat ein spannendes Nachwort geschrieben, indem sie ein wenig von ihren Recherchen erzählt. Auch wenn Johannas Existenz umstritten ist, möchte ich gerne daran glauben, dass es Frauen wie sie gab!
Inspirierend (Mut, Wissbegier), erschreckend brutal, rührend. Manche Passagen waren mir etwas zu langatmig. Oftmals habe ich ein Problem mit der Authentizität zu makelloser Portagonisten - war hier aber gar nicht so. Ein sehr gutes Buch.