3. März
Rating:2

Das Positive zuerst: Das Buch lässt sich leicht und schnell lesen. Wer also wie ich einen gewissen Nachholbedarf hat (und bei der Goodreads-Challenge gnadenlos hinten liegt), kann das Buch locker innerhalb von ein, zwei Tagen lesen, weil es nicht sonderlich anspruchsvoll ist. Ansonsten lässt sich sagen, dass dieser Thriller leider ziemlich spannungsarm ist. Nicht, dass der Autor nicht alles mögliche versucht, Spannung zu inszenieren... aber genau das ist das Problem: es ist alles zu inszeniert, zu vorhersehbar, zu einfach. Erstaunlich zum Beispiel, dass es die Protagonistin offenbar innerhalb weniger Stunden lernt, Runen lesen zu können, so dass sie die Aufzeichnungen ihres Großvaters lesen und verstehen kann. Inwiefern die Übersetzung Schuld an der tendenziell schlichten Erzählweise ist, kann ich nicht beurteilen. Ich hatte aber oft das Gefühl einen eher mäßigen Selfpublisher zu lesen. Fazit: Der Autor und der Verlag dachten offenbar, dass Runen, nordische Götter, Nazigold etc. immer gehen. Leider blieb dabei die Qualität auf der Strecke.

Runen
Runenby Elias Snæland JònssonRütten & Loening Berlin