19. Aug.
Rating:3

Taubenleben Mit dem Coming-of-Age Roman “Taubenleben” hat Paulina Czienskowski ein solides Debüt vorgelegt. Die Protagonistin Lois wächst in einer Plattenbausiedlung einer deutschen Großstadt auf. Ihre Kindheit beschreibt sie als trist, besonders nachdem ihr Vater früh verstirbt. Die Mutter empfindet sie als gefühlskalt und verständnislos, entsprechend ist die Beziehung zu ihr schwierig und distanziert. Nun ist Lois in ihren Zwanzigern und sie krankt an so ziemlich allem - wer sie ist, was sie wert ist, wer sie sein will, wo sie hin will...und suhlt sich im eigenen Leid, dem niemand in ihrem Leben genug Aufmerksamkeit schenkt. Nicht die Mutter, nicht ihre Freunde, nicht der eigene Freund. Als sie, in einer hypochondrischen Anwandlung, befürchtet AIDS zu haben und auf das Testergebnis warten muss, stellt sie erstmals ernsthaft ihr Leben und ihre Einstellung dazu in Frage und fällt für sich einige wichtige Entscheidungen. Lois dabei zu begleiten fand ich, trotz schön klarer Sprache und gut gewählten Bildern, recht anstrengend. Ihre Selbstbezogenheit und Ihr Selbstmitleid konnten mich nicht berühren, ich empfand ihre Gedankenwelt als recht pubertär. Auch ist von außen leicht erkennbar, dass die Mutter nicht gefühlskalt ist, sondern nur versucht nach dem Selbstmord ihres Mannes - der zwischen den beiden nie thematisiert wurde - selbst über die Runden zu kommen und nicht unterzugehen. Paulina Czienskowski hat es jedoch geschafft, dass ich dran blieb. Das letzte Kapitel, in dem es zur überfälligen Aussprache zwischen Mutter und Tochter kommt, konnte mir sogar ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Im Großen und Ganzen überzeugend und ich bin gespannt auf das nächste Werk der Autorin.

Taubenleben
Taubenlebenby Paulina CzienskowskiBlumenbar
8. Sept.

Taubenleben Mit dem Coming-of-Age Roman “Taubenleben” hat Paulina Czienskowski ein solides Debüt vorgelegt. Die Protagonistin Lois wächst in einer Plattenbausiedlung einer deutschen Großstadt auf. Ihre Kindheit beschreibt sie als trist, besonders nachdem ihr Vater früh verstirbt. Die Mutter empfindet sie als gefühlskalt und verständnislos, entsprechend ist die Beziehung zu ihr schwierig und distanziert. Nun ist Lois in ihren Zwanzigern und sie krankt an so ziemlich allem - wer sie ist, was sie wert ist, wer sie sein will, wo sie hin will...und suhlt sich im eigenen Leid, dem niemand in ihrem Leben genug Aufmerksamkeit schenkt. Nicht die Mutter, nicht ihre Freunde, nicht der eigene Freund. Als sie, in einer hypochondrischen Anwandlung, befürchtet AIDS zu haben und auf das Testergebnis warten muss, stellt sie erstmals ernsthaft ihr Leben und ihre Einstellung dazu in Frage und fällt für sich einige wichtige Entscheidungen. Lois dabei zu begleiten fand ich, trotz schön klarer Sprache und gut gewählten Bildern, recht anstrengend. Ihre Selbstbezogenheit und Ihr Selbstmitleid konnten mich nicht berühren, ich empfand ihre Gedankenwelt als recht pubertär. Auch ist von außen leicht erkennbar, dass die Mutter nicht gefühlskalt ist, sondern nur versucht nach dem Selbstmord ihres Mannes - der zwischen den beiden nie thematisiert wurde - selbst über die Runden zu kommen und nicht unterzugehen. Paulina Czienskowski hat es jedoch geschafft, dass ich dran blieb. Das letzte Kapitel, in dem es zur überfälligen Aussprache zwischen Mutter und Tochter kommt, konnte mir sogar ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Im Großen und Ganzen überzeugend und ich bin gespannt auf das nächste Werk der Autorin.

Taubenleben
Taubenlebenby Paulina CzienskowskiBlumenbar