Ich hasse meine Mutter dafür, dass sie mich mit sich infiziert hat. Nie werde ich ganz ich selbst sein können. Immer werde ich das Kind dieser Verrückten sein. Sie werden fürchten, ich käme nach ihr.
„Mit Musik im Ohr wird alles bedeutsam. (…) Mit Musik im Ohr versteht man endlich, was man nie erklären kann.“ (S. 193) Blanca ist 15 und hat die Schnauze gestrichen voll. Von ihrer instabilen Mutter, dem Fortlaufen und dem nie Ankommen. Sie macht sich nach einem heftigen Streit auf den Weg nach Italien. Ihr Ziel: Toni und Karl. Beide haben das Mutter-Tochter-Gespann in einem unvergleichlichen Sommer kennengelernt. Einer unbeschwerten Zeit, in der sich Blanca zugehörig fühlte. Mercedes Lauenstein gestaltet den Roadtrip nicht hürdenlos. Mit einer spärlich gepackten Tasche und einer nicht bis zum Ende ausreichenden Barschaft, lernt die 15jährige viele schräge Typen kennen, schläft in zugigen und nicht immer gemütlichen Betten. Schonungslos und mit poetischer Sprache lässt @mercedesleona ihre Hauptfigur Hunger leiden und Mahlzeiten erstehlen, ohne ihr Ziel aus den Augen zu verlieren, um schlußendlich an ihrer Aufgabe zu wachsen. Ein Buch, welches jetzt, mit vielen PostIts gespickt und Textmarker Linien bestückt, in meinem „Du bleibst bei mir“ Bücherfach abgelegt wird ❤️🩵


