⚠️ Achtung: Könnte Spoiler enthalten! Bitte nur weiterlesen, wenn du das Buch „Rabenschwarz - vivid lights“ von Nina Linz bereits gelesen hast oder Spoiler okay für dich sind. ⚠️
Ich habe dieses Buch vor einer Sekunde beendet. Wirklich. Und ich habe mich sofort hingesetzt, um diese Rezension zu schreiben, weil ich sonst explodiert wäre. Ich bin verliebt. Wieder. Dieses Buch ist ein Herzensbuch. Eigentlich bin ich kein großer Fan der Erzählweise, die Nina Linz benutzt, also alles außer der Ich Perspektive. Ich kann das lesen, ich habe damit kein Problem und ich hasse es nicht. Aber normalerweise fühle ich dabei nicht besonders viel oder kann mich nicht komplett hineinversetzen. Und dann kommt Nina Linz. Und plötzlich funktioniert genau das. Ich habe jeden Stich im Herzen gespürt, jede Emotion, jeden Schmerz, wie bei all ihren Büchern. Und das, obwohl es nicht die Ich Perspektive ist. Ganz ehrlich, würde sie in der Ich Perspektive schreiben, ich wäre vermutlich nach den ersten zehn Seiten zerbrochen. Diese Reihe und eigentlich alle Bücher von Nina Linz haben mich fühlen lassen wie kein anderes Buch zuvor. „Rabenschwarz Vivid Light“ ist da keine Ausnahme. Und das sagt unglaublich viel über die Autorin aus. Ich bin ein riesiger Fan von Polyamorie. Dafür dürft ihr mich gerne verurteilen, das ist mir egal. Ich finde es schön. Wen, wie viele oder auf welche Weise jemand liebt, ist mir völlig egal. Mich interessiert die Persönlichkeit. Und genau deshalb hat mich dieses Buch so tief berührt. Kaito und Roxy sind einfach unfassbar süß. Und diese Liebe zwischen ihnen allen ist etwas ganz Besonderes. Roxy liebt die Liebe zwischen Rin und Kaito. Kaito liebt die Liebe zwischen Roxy und Rin. Da ist keine Eifersucht, sondern echtes Mitfreuen und pure Liebe. Für mich ist das einer der größten Liebesbeweise überhaupt. Ich finde es außerdem unglaublich schön, dass Rin keine Geschenke zu bestimmten Anlässen macht, sondern einfach so. Nicht, weil man es muss, sondern weil er es möchte. Klar, vielleicht gibt es zum Geburtstag einen Blumenstrauß. Aber dafür schenkt er Roxy einfach so ein Schlagzeug. Und ganz ehrlich, jetzt, wo sie in diesem Haus sind, sehe ich da auch noch ein richtiges Schlagzeug kommen. Der Anfang des Buches tut weh. Sehr. Aber es ist dieser typische Nina Linz Schmerz. Süß und schmerzhaft zugleich. Wie eine brennende Geburtstagstorte im Körper. Oder so süß, dass es schon wieder weh tut. Eine Szene hat mich komplett fertiggemacht. Ich habe einen Teil des Buches vorgelesen bekommen, bis etwa Kapitel 20. In diesem Moment war ich fest davon überzeugt, dass sich eine Figur umbringt. Ich war panisch, habe geheult und mein Herz war einfach weg. Als ich das Kapitel später selbst noch einmal gelesen habe, kam es nicht mehr ganz so heftig rüber. Vielleicht, weil ich es schon kannte oder weil die Stimme gefehlt hat. Aber dieser erste Moment sitzt bis heute. Und dann diese kleinen Details. Dass Rin diesen Account für Roxy gemacht hat. Ich saß einfach nur da und dachte, oh mein Gott, wie kann man so süß sein. Es gibt auch Figuren, die ich absolut unsympathisch finde, zum Beispiel Kaitos Vater. Und ich will unbedingt wissen, was aus dem Gespräch zwischen Rins Vater und Kaitos Vater geworden ist. Aber die Weihnachtszeit ist ja noch nicht vorbei. Und das Ende war göttlich. Wirklich. Ich könnte ewig über dieses Buch sprechen. Schwärmen. Fühlen. „Rabenschwarz Vivid Light“ ist Schmerz mit Puderzucker, Liebe ohne Grenzen und pure Wärme. Für mich ganz klar das nächste Herzensbuch von Nina Linz.






