1. März
Rating:4.5

Ein wunderbares Buch

📖 Die Kryptografin 📝 Hanna Eden 📍 Penguin VL 🔍 Inhalt: Der historische Roman Die Kryptografin von Hanna Aden entführt die Leserinnen und Leser in das Deutschland der frühen 1950er-Jahre. Im Mittelpunkt steht die junge Mathematikstudentin Margot, die in einer von Männern dominierten Welt versucht, ihren Platz zu finden. Als eine der wenigen Frauen erhält sie die Chance, für eine Decodierungsabteilung des damaligen Geheimdienstes zu arbeiten. Dort entschlüsselt sie verschlüsselte Nachrichten und gerät gleichzeitig in Konflikte zwischen beruflicher Pflicht, persönlichen Überzeugungen und ihren eigenen Zukunftsträumen. 🖋️ Rezension Besonders gelungen ist die Darstellung der historischen Atmosphäre. Der Roman zeigt eindrucksvoll das Leben im Nachkriegsdeutschland, in dem alte Strukturen noch bestehen, während gleichzeitig neue gesellschaftliche Ideen entstehen. Die Autorin verbindet dabei politische Themen, Geheimdienstarbeit und persönliche Geschichten zu einer spannenden Handlung. Auch die Figuren sind überzeugend gestaltet. Margot wirkt authentisch und nachvollziehbar: Sie ist klug, ehrgeizig und gleichzeitig unsicher in einer Welt, die Frauen oft unterschätzt. Ihre Freundschaft zu Sue sowie ihre Begegnung mit Willi bringen emotionale Tiefe in die Geschichte und zeigen, wie schwierig es sein kann, Arbeit, Liebe und eigene Ideale miteinander zu vereinbaren. Der Schreibstil von Hanna Aden ist klar und lebendig. Die Autorin beschreibt Orte, Gefühle und Situationen so anschaulich, dass man sich leicht in die Handlung hineinversetzen kann. Gleichzeitig bleibt die Geschichte spannend, weil sich persönliche Konflikte und politische Entwicklungen immer wieder überschneiden. Fazit: Insgesamt ist „Die Kryptografin“ ein fesselnder historischer Roman über Mut, Freundschaft und Selbstbestimmung. Das Buch zeigt, wie schwierig es für Frauen früher war, ihre Träume zu verwirklichen, und regt gleichzeitig zum Nachdenken über gesellschaftliche Rollenbilder an. Für Leserinnen und Leser, die sich für Geschichte, starke Frauenfiguren und spannende Geschichten interessieren, ist dieses Buch sehr empfehlenswert.

Die Kryptografin
Die Kryptografinby Hanna AdenPenguin
21. Feb.
Rating:5

Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Eine wirklich tolle Geschichte. Die junge Margot studiert zu Beginn der 50er Jahre Mathematik in München. Durch ihr mathematisches Geschick fällt Sie Ihrem Professor auf, der sie für einen Job beim jungen Deutschen Geheimdienst vorschlägt....

Die Kryptografin
Die Kryptografinby Hanna AdenPenguin
20. Feb.
Rating:3.5

Ein guter Roman über junge Frauen in den 50er-Jahren, ihr Weg zur berufstätigen Frau, die sich vermehrt unabhängig von den Männern und gesellschaftlichen Erwartungen machen. Dennoch bin ich enttäuscht. Ich hatte mir bei dem Klappentext viel mehr Spannung erhofft. Das Potenzial der Arbeit als Kryptografin beim Geheimdienst wurde meiner Meinung nach nicht annähernd genutzt.

Im Geheimdienst hätte Magot doch eine bahnbrechende Nachricht entschlüsseln können, die die nationale Sicherheit gefährdet, inkl. Gewissenswirrwarr bzgl. der Geheimhaltung, wem kann man noch trauen, etc. Es wäre so viel möglich gewesen. Doch stattdessen verpufft dieses Potenzial. Im Endeffekt hätte Margot auch einfach in einer Rechtsanwaltskanzlei arbeiten können. Die Freundschaft zu Sue war mir teils zu oberflächlich und mit Neid belastet. Zum Ende hin wird sie inniger und ist von gegenseitiger Unterstützung geprägt. Dahingehend mochte ich die Entwicklung ihrer Beziehung zu Jasper und den "Befreiungsschlag" am Ende. Die Art und Weise wie Margot ihre Vorgesetzte vorführt fand ich allerdings nicht nachvollziehbar und auch nicht passend zu ihrem Charakter, obwohl sie natürlich später mit ihrer Reaktion hadert, das war dann wiederum authentisch. Generell war mir das Erzähltempo zu langsam und das Potenzial bei Weitem nicht ausgeschöpft. Schade.

Die Kryptografin
Die Kryptografinby Hanna AdenPenguin
17. Feb.
Rating:4.5

Tolle Geschichte einer Frau in einer Männerdomäne

Eine wunderschöne Erzählung über eine junge Frau, die sich in den 50er Jahren in einer Männerdomäne behaupten muss. Die Geschichte wird fließend erzählt in meiner Meinung nach genau dem richtigen Erzähltempo. Auch dass aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben wird hat mir gut gefallen.

Die Kryptografin
Die Kryptografinby Hanna AdenPenguin
28. Jan.
Ein toller Roman über eine faszinierende Frau
Rating:5

Ein toller Roman über eine faszinierende Frau

Das Buch spielt in der Nachkriegszeit im München der 50er Jahre. Die 20jährige Margot lebt dort mit ihrer Mutter im Haushalt einer Tante. Ihre Familie wurde bei der Flucht aus Pommern auseinandergerissen. Anfang der 50er Jahre war die Rolle der Frau auf Haushalt und Kindererziehung festgelegt. Und genau damit hat Margot gar nichts am Hut. Sie hat einen Studienplatz für Mathematik erhalten und genau das ist ihre Welt. Zahlen sind ihre Freunde und ganz besonders liebt sie die Kryptografie. Hierfür hat sie ein außergewöhnliches Talent, welches in den Vorlesungen immer wieder auffällt. Aufgrund dessen wird dann auch eine Institution, die gerade neu aufgebaut wird, auf sie aufmerksam. Sie wird vom BND angeworben und erhält ein wirklich verlockendes Angebot. Aber dafür müsste sie ihren großen Traum, Professorin zu werden, aufgeben.    Sue ist Näherin und versucht ihre jüngeren Schwestern nach dem Tod der Eltern durchzubringen. Ihr älterer Bruder ist ihr dabei keine Hilfe. Dieser ist beinamputiert aus dem Krieg zurückgekehrt und leidet unter seinen Erinnerungen. Sue arbeitet im gleichen Atelier wie Margots Mutter und so lernen die beiden sich kennen. Auch sie hat einen Traum. Sie möchte Journalistin werden und dann vor allem über die Unterdrückung der Frau und der Arbeiterklasse berichten. Was das angeht, hat sie eine sehr rigorose und kompromisslose Einstellung. Sie verachtet den Kapitalismus und hegt Groll gegen die Oberschicht.   Erzählt wird in zwei verschiedenen Strängen. Einmal aus der Sicht von Margot und einmal aus der Sicht von Sue. So erfährt man viel über die Beiden und erhält einen guten Einblick in Ihre Gedanken und Emotionen. Das ist besonders bei Margot wichtig. Sie hat nämlich eine seltene neurologisch bedingte Eigenschaft. Sie sieht Zahlen, Emotionen ja auch Wochentage und Monate in Farben. Dieses Phänomen nennt man Synästhesie. Sie versucht immer, das geheim zu halten und traut sich nicht, mit jemanden darüber zu sprechen. Sie glaubt, an einer Psychose oder ähnlichem zu leiden und ist so froh, als sie erfährt, dass es sogar einen Namen für dieses Art der Wahrnehmung gibt. Ein interessanter Punkt ist, die Autorin erzählt im Vorwort, dass sie ebenfalls diese Veranlagung hat.   Es war toll, zu lesen, wie sich die Freundschaft der beiden Frauen entwickelt. Sie merken schnell, dass sie sich gegenseitig guttun. Jede träumt „groß“ und das war damals nicht üblich. Er gehörte sich nicht. Ein Spruch, den viele Frauen wohl immer wieder zu hören bekamen. Vom gesellschaftlichen Stand her sind sie schon sehr unterschiedlich, denn Margot geht es finanziell erheblich besser als Sue. Das war für Sue nicht so einfach und man kann schon nachvollziehen oder verstehen, dass sie sich zwar mit Margot freut, aber manchmal auch neidisch auf Margot war. Doch das hat der Freundschaft der beiden keinen Abbruch getan. Sie unterstützen sich gegenseitig und geben sich Halt. Schwierig wird es für die beiden durch den neuen Job von Margot, der sie zu Geheimhaltung verpflichtet. Das führt so weit, das Margot sogar ihre sozialen Kontakte einschränkt. Kann sie sich aus dieser Zwickmühle befreien?   Ein weiterer Protagonist ist Jasper. Er macht Margot den Hof. Er war mir von Anfang an sehr suspekt. Ich finde, er hat narzisstische Züge. Er versucht auf perfide Art und Weise Margot zu manipulieren, ihr sein Weltbild aufzuzwängen. Und darin geht die Frau nicht arbeiten, sondern bekommt Kinder und kümmert sich um deren Erziehung und den Haushalt. Margot muss viel Kraft und auch Mut aufbringen, um sich gegen ihn zu behaupten. Sein Verhalten weckt bei Margot Erinnerungen, die sie lieber verdrängt. Das hängt mit ihrer Flucht zusammen, bei der sie ein traumatisches Erlebnis hatte.   Der Schreibstil von Hanna Aden gefällt mir ausgesprochen gut. Sie erzählt sehr eindringlich und transportiert so auch die Emotionen sehr deutlich.  Die Überschriften der Kapitel haben mich zu Beginn irritiert. Die Nummerierung ergab zunächst keinen Sinn für mich, aber für Mathematiker dürfte die Erklärung kein Problem gewesen sein. Die Überschriften passen zum Thema Synästhesie. Das Ende kam etwas plötzlich. Ich hätte z.B. gerne noch etwas mehr über Sue erfahren, oder wie es für Margot beruflich weitergeht. So hoffe ich doch auf eine Fortsetzung.   Das Buch hat mich wirklich gefesselt. Es ist eine faszinierende Geschichte über die Stellung der Frau in der Nachkriegszeit, über den Wert der Meinungsfreiheit und soziale Ungerechtigkeit. Für mich war es ein Highlight und ich empfehle es sehr gerne.

Die Kryptografin
Die Kryptografinby Hanna AdenPenguin
12. Jan.
Rating:4

Eine Zeitreise mit emotionaler Tiefe, spannenden Wendungen und inspirierender Botschaft

Der Titel allein ist schon wunderbar: „Die Kryptografin – Für Träume braucht man Mut“ von Hanna Aden. Das Buch hat mich in eine Zeit geworfen, die ich selbst nicht kennenlernen konnte. Das Buch fasziniert mich, weil wir das Frauenbild der 50er Jahre in verschiedenen Facetten kennenlernen. Der Roman ist mit einer emotionalen Tiefe geschrieben, hat spannende Wendungen und eine inspirierende Botschaft: Träume sind es wert, verfolgt zu werden – auch wenn der Weg dorthin steinig ist. Damals wie auch heute aktuell. Ich habe so sehr mit den Figuren Margot und Sue mitgefiebert. Sie sind einfach unglaublich authentisch dargestellt und die Geschichte regt zum Nachdenken an – über Mut, über Vertrauen und darüber, was im Leben wirklich zählt. Für mich ist es ein eindrucksvoller historischer Roman. Eine klare Empfehlung für alle, die starke Frauenfiguren und historische Stoffe mögen. Es ist ein wunderbares Buch, das noch ein wenig nachklingt. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung!

Die Kryptografin
Die Kryptografinby Hanna AdenPenguin
10. Jan.
Rating:5

Dein Lebenstraum wird ohne Mut nicht zu erreichen sein

München, 1953. Margot, eine junge Frau Anfang 20, studiert an der LMU München Mathematik, zu dieser Zeit etwas Besonderes für Frauen. Doch genau hier, in der Welt der Zahlen, fühlt sich Margot wohl, sie bieten ihr Schutz, wenn sie sich bedroht fühlt. Besonders der Bereich der Kryptographie hat es ihr angetan und sie zeigt bald ein Talent dafür. Als sie deshalb von der Organisation Gehlen, dem Vorgänger des BND, ein Jobangebot bekommt, bricht sie ihr Studium ab und wird Mitglied des Geheimdienstes. Doch bald bekommt sie Zweifel, ob diese Entscheidung richtig war… Der Roman von Hanna Aden zeigt, mit welchen Schwierigkeiten besonders Frauen zu Beginn der 50er Jahre zu kämpfen hatten, um ihre Träume zu verwirklichen. Eine Zeit, in der Karriere nur für Männer vorgesehen war, in manchen Bereichen noch das Gedankengut der NS-Zeit vorhanden war und Bildung meist ein Privileg der Begüterten war. Als Leser verfolgt man nicht nur den Weg von Margot, dem Flüchtlingskind aus Pommern, das auf seinem Weg nach München schreckliches erleben musste, sondern auch Sue, die mit 20 Jahren noch nicht volljährig, darum kämpft, ihren jüngeren Schwestern die verstorbenen Eltern zu ersetzen und dabei ihren Traum, Journalistin zu werden, hintenanstellt. Mut, aber auch Kompromissbereitschaft, sind auf dem Weg der jungen Damen gefragt. Sehr interessant ist auch, die Diskussion der damaligen Zeit um ein Parteiverbot mitzubekommen, ein Thema, das auch heute wieder aktuell diskutiert wird.

Die Kryptografin
Die Kryptografinby Hanna AdenPenguin
6. Jan.
Mut ist kein Risiko – er verwirklicht Träume
Rating:5

Mut ist kein Risiko – er verwirklicht Träume

„Die Mathematik ist die Königin der Wissenschaften“ (entschlüsselter Code auf S. 124) Worum geht’s? München in den 1950er Jahren. Deutschland steckt mitten im Neuanfang, vieles ist noch brüchig, vieles ungeklärt. In dieser Zeit beginnt Margot als eine der ersten Frauen ein Mathematikstudium. Ein mutiger Schritt, aber ihr Traum reicht weiter: Sie will Professorin werden. Dann kommt ein Angebot, das alles verändert. Der neu gegründete BND sucht eine Kryptografin. Sicherheit oder Vision? Anpassung oder Aufbruch? Margot steht vor einer Entscheidung, die ihr Leben in eine völlig neue Richtung lenken könnte. Meine Meinung: Der historische Roman „Die Kryptografin – Für Träume braucht man Mut“ von Hanna Aden hat mich von der ersten Seite an gepackt und nicht mehr losgelassen. Die Recherche ist beeindruckend präzise, die Verbindung aus historischen Fakten und erzählerischer Freiheit gelingt mühelos. Besonders spannend ist dabei, dass die Autorin ihre eigenen Erfahrungen mit Synästhesie einfließen lässt. Genau daraus entsteht ein Roman, der sich anders anfühlt. Intensiver, vielschichtiger und absolut außergewöhnlich. Dann die Nummerierung der Kapitel – da steckt ganz klar Margots geliebter Fibonacci drin. Wir begleiten Margot und Sue, zwei Frauen, die in einer Zeit leben, in der Träume für Frauen eher geduldet als gefördert werden. Margot steht dabei im Zentrum. Ihre Synästhesie lässt sie lange an sich selbst zweifeln, weil sie glaubt, „anders sein“ bedeute automatisch „krank sein“. Umso stärker ist der Moment, in dem sie erkennt, dass genau diese Wahrnehmung eine Kraft ist. Etwas, das sie nicht hemmt, sondern trägt. Ein leiser, aber enorm kraftvoller Entwicklungsprozess. Sue ist anders, ihr aber absolut ebenbürtig. Ihr Wunsch, Journalistin zu werden, kollidiert mit der Realität: ein kriegsversehrter Bruder, zwei jüngere Schwestern, Verantwortung statt Selbstverwirklichung. Und doch gibt sie ihren Traum nicht auf. Diese beiden Frauen nebeneinander zu erleben, ihre Gespräche, ihre Zweifel, ihr langsames Wachsen, ist ungemein berührend. Besonders stark ist die Atmosphäre der Zeit. Der Krieg ist noch allgegenwärtig, die Besatzung durch Amerikaner und Russen spürbar, und doch liegt über allem eine Aufbruchsstimmung. Dieses leise „Es könnte anders werden“. Genau dieses Gefühl trägt das Buch. Wir erleben den Wandel des Frauenbildes, erste Risse im Alten, vorsichtige Schritte in etwas Neues. Die Einblicke in Margots Studienzeit, ihre Arbeit beim BND und die Darstellung ihrer Synästhesie fügen sich stimmig und spannend zusammen. Mein persönliches Highlight ist jedoch die Verbindung zwischen Sue und Margot. Der Moment, in dem sie sich wirklich verbünden, war einer dieser seltenen Lesemomente, in denen man innerlich strahlt und am liebsten laut „Ja!“ ruft. Freundschaft als Kraftquelle. Zusammenhalt als Motor. Ein Augenblick, den man sich selbst mit der besten Freundin wünscht. Dieses Buch inspiriert. Es macht Mut. Es zeigt, dass Veränderung leise beginnen kann und trotzdem Großes bewirkt. Emotional, tiefgehend und voller Hoffnung. Und ja, es schreit nach einer Fortsetzung. Ich bin noch lange nicht fertig mit Margot, mit Sue, mit diesem Deutschland im Wandel. Fazit: „Die Kryptografin – Für Träume braucht man Mut“ von Hanna Aden ist ein kluger, emotionaler und kraftvoller Roman über Mut, Aufbruch und den Moment, in dem man sich entscheidet, den eigenen Weg zu gehen. Eine Geschichte, die inspiriert, stärkt und noch lange im Kopf bleibt. Ganz klar 5 Sterne von mir!

Die Kryptografin
Die Kryptografinby Hanna AdenPenguin
1. Jan.
Rating:5

Klug und leise, aber auch spannend

Die junge Margot ist stolz als eine der wenigen Frauen einen Studienplatz für Mathematik bekommen zu haben. Aufgrund ihrer Begabung bietet man Margot eine Stelle in der Decodierungsabteilung an, die nimmt sie voller Aufregung an. Aber ihre Hoffnung auf eine bessere Zukunft scheint vergebens und bald steht sie kurz davor zu kündigen . Ihre Aufgabe beim Geheimdienst macht es Margot nicht leicht, Privates und Berufliches zu trennen. Und auch ihre Freundin Sue träumt von einem besseren Leben, sie möchte eines Tages als Journalistin für die Rechte der Frauen kämpfen. Ich kannte die Lena Romane nicht, aber man kann dieses Buch auch so gut lesen. Ich war gefangen in der Geschichte. Margot und Sie sind zwei so unterschiedliche Frauen, die sich miteinander anfreunden und die Nachkriegszeit erleben. Das Buch ist nicht nur ein spannender Gesellschaftsroman sondern auch ein bisschen historisch. Zum Ende hin bleibt aber vieles offen. Margot vollzieht ja eine gewaltige Wandlung, das ging mir teilweise zu schnell und kann auch mal unglaubwürdig wirken. Aber es soll ja eine Fortsetzung geben, ich bin gespannt wie es mit Margot und Sue weitergeht. Klare Kaufempfehlung von mir Ein informativer und unterhaltsamer Roman

Die Kryptografin
Die Kryptografinby Hanna AdenPenguin
28. Dez.
Rating:4.5

„Für Träume braucht man Mut“…

… damals, wie heute. Wie dankbar wir Frauen den Frauen der Generationen vor uns seien müssen, wird mir immer wieder bewusst, wenn ich historische Romane lese. Was waren das für Zeiten. Die 50er Jahre. So vieles hat sich verändert. So vieles ist noch immer wie damals, nur etwas hübscher verpackt. Und in nicht wenigen Bereichen entwickeln wir uns zurück. Bücher wie dieses führen es uns deutlich vor Augen. Es geht um Emanzipation. Feminismus, missbräuchliche Strukturen. Menschen, die die Grenzen anderer nicht achten. Um die Belastungen erwerbstätiger Frauen durch die Care Arbeit, den Mental load und die gesellschaftliche Erwartung. Es geht um Ungerechtigkeiten und die Tatsache, dass das System nicht so durchlässig ist, wie allseits gerne angenommen. Und das dies so gewollt ist. Dass die Autorin die Synästhesie mit aufgenommen hat, finde ich großartig. Nur wie es zum Ende der Geschichte genutzt wurde war für mich schwer nachvollziehbar. Synästhesie beschreibt ja keine hellseherischen Fähigkeiten, sondern die Verknüpfung von Wahrnehmungen jeglicher Art (soll heißen, alles ist möglich: von Farben sehnen bis hin zu Geräusche hören oder Geschmäcker schmecken) mit z.B. Emotionen, Wörtern, Buchstaben etc. Dies ist gewiss sehr herausfordernd für Menschen mit dieser Funktionsweise des Gehirns, sorgt aber nicht dafür, dass sie „sehen“ können, was andere Menschen für Gedanken oder Wünsche haben. Diese Darstellung, und was Margot daraus gemacht hat, fand ich nicht so wirklich passend. Das vorläufige Ende der Geschichte kam mir persönlich zu schnell. Es gibt keinen Cliffhanger. Hätte ich es nicht zufällig gelesen würde ich nicht ahnen, dass ein weiterer Teil in Planung ist. Man könnte es auch für einen abgeschlossenen Roman halten. Ein wirklich guten Roman, dessen Inhalt am Ende nochmal beleuchtet, eingeordnet und mit Quellen belegt ist. Beeindruckend.

Die Kryptografin
Die Kryptografinby Hanna AdenPenguin