16. Mai
Rating:3.5

Das Buch hat mich neugierig gemacht auf den Authoren und sein Werk. Bisher war Rushdie immer außerhalb meines Radars, aber das muss ich mal ändern und mich näher mit seinem Werk befassen.

Knife
Knifeby Salman RushdiePenguin
16. Mai
Rating:4.5

Bewegendes und zeitweise sehr bedrückendes Buch, dass mich hoffnungsvoll entlassen hat.

Meine Gefühle zu diesem Buch, bevor ich es gelesen habe, waren sehr ambivalent. Natürlich habe ich von dem damaligen Messerangriff auf Rushdie mitbekommen, aber nie so intensiv, wie er es in diesem Buch tut und uns Leser:innen damit eine einmalige Perspektive ermöglicht. Trotzdem habe ich mich gefragt: Was soll dieses Buch 250 Seiten erzählen? Ich möchte mir nicht vorstellen, wie traumatisch solch eine Erfahrung ist, aber ich war mir unsicher, was es dazu zu sagen gibt - in der Regel vor allem eine große Sprachlosigkeit. Aber Rushdie hat es geschafft, seine Gedanken dazu aufs Papier zu bringen, man kann ihm gefühlt beim verarbeiten zuschauen. Besonders interessant und einmalig fand ich das imaginäre Gespräch mit seinem Angreifer - der, der alles verändert hat und in seinen Gedanken dann aber viel weniger bedrohlich wirkt. Es ist ein Buch über jemanden, der das Leben liebt und sich mit aller Kraft wieder zurückkämpft.

Knife
Knifeby Salman RushdiePenguin
2. Feb.
Rating:5

Über 30 Jahre, nachdem die "Fatwa" mit dem Tötungsaufruf über Salman Rushdie verhängt wurde, wird der Autor 2022 bei einem Messerattentat auf offener Bühne niedergestochen und erleidet schwerste, lebensbedrohliche Verletzungen. Er überlebt knapp und mit dauerhaften Folgen. Dieses Buch ist seine Aufarbeitung des Geschehens aus seiner Sicht und es ist entsprechend persönlich und berührend. Es ist mein erstes Buch des Autors gewesen und sicher nicht mein letztes. Ich finde Rushdies Gedanken absolute lesenswert und seinen Stil großartig.

Knife
Knifeby Salman RushdiePenguin
29. Dez.
Schonungslos
Rating:5

Schonungslos

Ein etwas anderes Buch. Salman Rushdie wurde mit einem Messer auf einer Bühne angegriffen. Er verblutete beinahe.. überlebte und schrieb nun dieses Buch. Sehr bewegend und nah. Mit seinem Leben und seinen vorherigen Büchern habe ich mich nie befasst, was für dieses Buch auch nicht nötig ist, da Salman Rushdie alles aufarbeitet. Ich mag das Buch nicht bewerten, da es seine Gefühle und Gedanken wiedergibt. Doch es war sehr gut gemacht, gut geschrieben und mir gefiel, dass wir beim Attentat einsteigen, die Hintergründe aufarbeiten, seine Heilung begleiten und ihn bis zum jetzt erleben. Ein sehr starkes und mutiges Buch!

Knife
Knifeby Salman RushdiePenguin
9. Nov.
Rating:4

Interessant, aber mit vielen Längen

Mitreißendes Buch über das Attentat auf ihn, man erfährt, was wann passiert ist und wie es sich angefühlt hat, hilflos und verletzt im wahrsten Sinne des Wortes am Boden zu liegen. Teilweise extrem gefühlsbetont, manchmal schon etwas übertrieben (pro Seite betont er gefühlt zigmal, dass er seine Frau über alles liebt und sie ihn auch über alles liebt). Auf den Teil, in dem er ein fiktives Gespräch mit dem Attentäter führt, hätte ich gut verzichten können, zumal er ihm anfangs gar nicht viel Raum geben wollte. Alles in allem lesenswert, wenn auch mit längeren Passagen, die man querlesen kann.

Knife
Knifeby Salman RushdiePenguin
25. Okt.
Rating:5

Salman Rushdie's Buch KNIFE ist emotional aufwühlend, berührend, unsentimental und ein – vielleicht auf den ersten Blick nicht unbedingt offensichtliches – Plädoyer für die Liebe.

Am 12. August 2022 wurde Salman Rushdie von einem jungen Mann mit einem Messer angegriffen und beinahe getötet. In seinem Buch KNIFE arbeitet Rushdie das Geschehene auf. Er macht uns zu Zeugen des hinterhältigen Mordversuchs und seines Kampfes ins Leben zurück, der buchstäblich auf der Messers Schneide stand. KNIFE ist emotional aufwühlend, berührend, unsentimental und ein – vielleicht auf den ersten Blick nicht unbedingt offensichtliches – Plädoyer für die Liebe.

Knife
Knifeby Salman RushdiePenguin
13. Aug.
Rating:2.5

Faust in der Tasche

Kaum hat mich ein Buch so ambivalent zurückgelassen wie dieses. Salman Rushdie hat mein vollstes Mitgefühl, sowohl für das Leben im Untergrund aufgrund der Fatwa, die 1989 vom damaligen obersten Führer des Iran, Ruhullah Chomeini verhängt wurde und bis heute besteht, als auch für den tatsächlichen Mordversuch am 12.08.2022 durch einen islamischen Attentäter, der 27 Sekunden lang mit einem Messer auf Salman Rushdie einstach und ihn lebensgefährlich verletzte. Er nimmt uns hier mit auf seinen Weg bis zur Heilung und zudem der Aufarbeitung dieses Traumas. Er macht dies äusserst direkt und detailreich, wischt die Schranken der Intimität beiseite und lässt uns teilhaben an diesem schwierigen Unterfangen, beschönigt hier nichts und bringt zudem trotz der Schwere des Themas noch einiges an Eigenhumor auf. Meinen grossen Respekt dafür. Warum also nun diese Ambivalenz. Ich habe mich beim Hören immer wieder recht unwohl gefühlt und konnte nicht genau benennen, was wohl der Grund dafür sein könnte. Wir kommen der Person Rushdie sehr nahe, eben auch, weil er diese Nähe zulässt, sie einem beinahe aufzwingt. Und dennoch blieb er mir seltsam fern, trotz diese Intimität scheint er mir dennoch fremd, als würde er so gar nicht (zu mir) passen. Er beruft, ja konzentriert sich nach seiner beinahe tödlichen Verletzung auf die Liebe zu seiner derzeitigen Ehefrau Rachel Eliza Griffiths und seinen zahlreichen Freunden. Zwar benennt Rushdie hier die Wichtigkeit dieser Liebe bei seiner Genesung, es bleibt aber ein „Benennen“ und die Liebe ist für mich darüber hinaus kaum spürbar. Dafür, dass dies Buch von vielen Lesern und Kritikern als „Buch der Liebe“ gelobhudelt wurde, erwarte ich schon ein bisschen mehr Transferfähigkeit. Ein Mensch, der schwer verletzt ist wird sich zwangsläufig die Unterstützung seiner Lieben suchen, es kann und wird zu einem sicheren Ort, der so wichtig, aber auch eine natürliche Copingstrategie darstellt. Eine ganz normale, menschliche Regung. Die Aussage des Autoren, dass kein Mensch der liebt fähig ist zu morden, ist schnell zu widerlegen und unterstreicht nur den Hang des Autoren, manches doch sehr stark zu vereinfachen. Es wird so dargestellt, dass Rushdie sich anstatt für Rache und Hass als Reaktion für die Liebe entschieden hat. Dies ist sicher eine Leistung. Nach meiner Ansicht verbirgt Rushdie aber auch seine Rachegelüste geschickt und dennoch auffindbar im Buch, wenn man nur hinschaut. Ich wundere mich, dass es so wenige Leser gesehen haben oder erwähnen. Worum geht es? Es ist eine gute und richtige Praxis von Traumaverarbeitung, in einen inneren Dialog mit dem Täter zu treten, ihm Fragen zu stellen und sich natürlich auch die Antworten vorzustellen. Vorzustellen! Hier wird darüber geschrieben, es wird veröffentlicht. Die Fragen stellt Rushdie, aufgrund seinem Wissen über den Islam und seiner Radikalisierung, aber auch aus seiner sehr kritischen Haltung zu Religionen überhaupt. Die Antworten auf die Fragen werden dem Täter in den Mund gelegt, es entsteht ein fast ungleicher Monolog, den der Täter schon zu Beginn verloren hat, ja verlieren muss. Diesen Dialog, sei er auch als „innerlicher“ benannt zu veröffentlichen verletzt mein Verständnis von Ethik. Nur weil jemand ein schweres Verbrechen begangen hat, kann man ihm nicht jegliche Persönlichkeitsrechte entziehen, leider auch das Opfer nicht und schon gar kein renommierter und vielbeachteter Autor. Die zum Teil sehr verständliche Abwertung des Täters geht sogar soweit, dass Rushdie den Täter zu verhöhnen beginnt, dass er nicht einmal einen simplen Mord eines „schwachen alten Mannes“ hinbekommt. Wenn ich auch verstehen kann, warum der Autor dies tun muss geht es über meine Schmerzgrenze, davon zu lesen. Wir gelangen durch einen oft referierenden, sich permanenten aufwertenden Autoren (wen der alles kennt, was er alles gelesen hat!) erneut in einen Vortrag über die Gefährlichkeit von Religionen, die wenn schon nicht verboten, dann nicht institutionalisiert werden sollte. Religion ist Privatsache, sollte jeder zuhause ausüben. Das Religion von der Gemeinschaft, dem Austausch und auch von Diskussionen lebt, scheint Hr. Rushdie nicht zu wissen oder nicht wissen zu wollen. Also ein ambivalentes Buch, was mich sehr bewegen, aufwühlen und auch unerwartet verärgern konnte. Mein persönliches Fazit ist? Rushdie passt nicht zu mir.

Knife
Knifeby Salman RushdiePenguin
25. Mai
Rating:1

“I don’t care about you,” says Rushdie in one chapter in an imagined conversation with his attacker, an imagined court hearing. And yet, here we are, reading a book about the attack and, consequently, the attacker. Seems like Rushdie cares quite a bit. And makes quite a bit of money with the book. Later in the “narrative”, when he revisits the amphitheater in which he was attacked, he expresses the wish to be the person he was before the attack, again. So much for his indifference. How could anyone be indifferent toward the person who almost killed them ? Just suggesting that he feels this borders on hubris and delusion of grandeur. This book (here I agree with a couple of other reviewers) should not have been published — the world did not need it, we did not need to read this. But since it is here: it is simply not good. Rushdie rambles on about everything and nothing, trying to say profound things all the time but ending up giving readers old tropes and platitudes. There are some awful cases of wordplay that made me cringe while reading. Let me be clear: nobody should go through what Rushdie had to go through and I wish him nothing but goodness and health. But it is equally true that no one should write and publish a book like this one.

Knife
Knifeby Salman RushdiePenguin
19. Mai
Rating:1

The theme of this autobiography is genuinely promising, but I found its execution shallow. Instead of offering deeper insights into the author’s inner world; his thoughts, emotions, and how the attack may have changed him. The book primarily focuses on recounting events, often without much personal reflection. I was also put off by how frequently the author referenced money. There’s a recurring need to mention expensive purchases or situations where he implies financial struggle, which feels disingenuous given his wealth. I don’t mind disliking an author through their autobiography. I actually find it valuable to learn about different personalities and life experiences. But in this case, it feels like something essential is missing. I just didn‘t care anymore about what the author had to say and was really struggling finish this. Something only half listening to the audiobook.

Knife
Knifeby Salman RushdiePenguin
1. März
Rating:5

Rushdie verarbeitet mit diesem Buch das Mordattentat auf ihn, bei dem er ein Auge und die Bewegungsfähigkeit seiner Schreibhand verlor. Klug und durchaus spannend zu lesen erzählt er von seiner langsamen Genesung und nimmt den Leser in einem fiktiven Dialog in die Gedankenwelt des Attentäters mit. Sehr erhellendes Buch, wenn man die Beweggründe von islamistisch motivierten Attentätern und die Gefühle der Opfer nachvollziehen will. Sehr lesenswert

Vor über 30 Jahren wurde gegen den Autor ein Todesurteil verhängt, weil er mit einem Buch angeblich religiöse Gefühle verletzt hatte. Sein Mörder bekomme einen besonderen Platz im Paradies lautete der Irrglaube. Welcher Gott, so es denn einen gibt, ist so schwach, dass er nicht mit Satire umgehen kann? An einer Stelle im Buch bezeichnet der Autor die Welle der islamistisch geprägten Attentate als Krebsgeschwür einer Religion. Wo er recht hat hat er recht.

Knife
Knifeby Salman RushdiePenguin
4. Dez.
Rating:3.5

In Knife begegnet Salman Rushdie dem wohl einschneidendsten Ereignis seines Lebens – dem brutalen Messerangriff im August 2022 – mit der ihm eigenen literarischen Stärke und geistigen Klarheit. Mehr als dreißig Jahre nach der Fatwa des iranischen Regimes, die ihn wegen seines Romans Die satanischen Verse ins Exil zwang, wurde Rushdie während einer Lesung angegriffen und schwer verletzt. Doch anstatt sich in Schweigen zurückzuziehen, antwortet er mit der Waffe, die er am besten beherrscht: seiner Sprache. Rushdie gelingt es in Knife, das persönliche Trauma in eine universelle Erzählung über Angst, Dankbarkeit und den unerschütterlichen Willen zur Freiheit zu verwandeln. Er beschreibt eindringlich die schmale Grenze zwischen Leben und Tod, zwischen Ohnmacht und Widerstand. Seine Worte sind scharf und präzise wie das Messer seines Angreifers, doch sie schneiden tiefer, weil sie die menschliche Seele berühren. Die Stärke von Knife liegt in seiner Ehrlichkeit. Rushdie spart weder mit der Darstellung seines eigenen Schmerzes noch mit kritischen Reflexionen über die Bedrohungen der Meinungsfreiheit und den globalen Zustand der Gesellschaft. Gleichzeitig ist das Buch jedoch auch eine Hymne auf die Kraft der Literatur – auf ihre Fähigkeit, dem Unaussprechlichen Ausdruck zu verleihen und dem Unvorstellbaren einen Sinn zu geben. Knife ist weit mehr als eine Autobiografie oder ein politisches Manifest. Es ist eine tief bewegende Meditation über die menschliche Widerstandskraft und die Bedeutung der Selbstbestimmung. Rushdie beweist einmal mehr, dass Worte stärker sein können als jede Gewalt. Dieses Buch hinterlässt nicht nur Betroffenheit, sondern auch Hoffnung – eine Hoffnung auf eine Welt, in der Freiheit und Toleranz über Hass und Intoleranz siegen. Ein unverzichtbares Werk für alle, die an die Macht der Literatur glauben und für diejenigen, die sich den Gefahren bewusst sind, die Meinungsfreiheit heute bedrohen. Rushdies Knife schneidet tief – und hinterlässt eine Narbe, die mahnt, aber auch erinnert: an den unermüdlichen Kampf für die Freiheit.

Knife
Knifeby Salman RushdiePenguin
29. Okt.
Beeindruckend
Rating:5

Beeindruckend

Knife von Salman Rushdie Dieses Buch ging auf allen möglichen Plattformen durch die Decke und normalerweise bin ich dann eher ein Typ Mensch, der davon Abstand nimmt und wartet bis der Hype vorbei ist. Bei diesem Werk war es allerdings etwas anderes. Ich habe vor zwei Jahren erschrocken vor dem Fernseher gesessen und die schrecklichen Bilder des Attentats gesehen und schon damals fragte ich mich, wie ein Mensch danach weiterleben soll. „Knife“ greift genau diesen Gedanken auf und taucht mit mir als Leser ein, in Salman Rushdies Vergangenheit und in das schreckliche Ereignis, was ihn ereilt hat. Das Buch hatte von Seite 1 an, eine besondere Aura. Ich habe mich als Leser unwohl gefühlt und mit diesem Gefühl lässt mich der Autor nicht allein. Er erzählt davon, wie er seine Frau kennengelernt hat und was das mit beiden gemacht hat. Eine wirklich superschöne Liebesgeschichte der Beiden. Besonders Rushdies Sicht auf den Attentäter selbst und auf die Auseinandersetzung mit Religion und Politik war ich gespannt und wurde nicht enttäuscht. Ich glaube das, dass Werk noch sehr lange in meinem Kopf weiterleben wird, denn jede Zeile ist so glasklar und ungeschönt geschrieben, dass ich beim Lesen zwischendurch atmen musste und eine kurze Pause brauchte. Ich bin dem Autoren so dankbar, dass er uns mitnimmt durch das, was er erlebt hat. Mehr möchte ich zu diesem Buch gar nicht sagen. Von mir bekommt das Buch 5 Sterne. Hat jemand schon die Dokumentation zu diesem Attentat gesehen? Weis jemand wo man sich diese Dokumentation anschauen kann?

Knife
Knifeby Salman RushdiePenguin
14. Okt.
Rating:4

Salman Rushdie schildert die Zeit nach dem Mordanschlag auf ihn. Ohne Hass beschreibt er die Zeit in verschiedenen Krankenhäusern, die Reha und die Zeit danach, bis er etwa ein Jahr später noch einmal an den Tatort zurückkehrt.

Knife
Knifeby Salman RushdiePenguin
17. Aug.
Rating:4

Für ein so persönliches Buch fand ich es relativ nüchtern geschrieben. Diese Leichtigkeit ist jedoch sicherlich hart erarbeitet! Beeindruckend wie Rushdie wieder zu sich selbst gefunden hat, und ins Leben zurück gekommen ist.

Knife
Knifeby Salman RushdiePenguin
11. Aug.
Rating:5

Schonungslos offen gewährt der Autor mit diesem als Selbsttherapie dienendem Buch tiefe erklärende Einblicke zu den erschreckenden Folgen des Messerangriffs, durch den sich sein Leben für immer schwerwiegend verändern hat!

Knife
Knifeby Salman RushdiePenguin
17. Juli
Rating:5

„Dreiunddreißigeinhalb Jahre waren vergangen seit Ajatollah Ruhollah Chomeinis berüchtigter Todesdrohung gegen mich und all jene, die zur Veröffentlichung der Satanischen Verse beitrugen; und ich gestehe, während dieser Jahre habe ich mir manches Mal vorgestellt, wie mein Attentäter sich aus diesem oder jenem Publikum löst und auf ebendiese Weise mir entgegeneilt. Als ich nun die mordlüsterne Gestalt auf mich zustürzen sah, war mein erster Gedanke daher: Da bist du ja. Du bist es also.“ Am 12. August 2022 wird Salman Rushdie Opfer eines islamistisch motivierten Attentats. Seine Überlebenschancen sind gering, nachdem der Täter, den er im Buch nur A. (wie Arschloch) nennt, diverse Male auf ihn eingestochen hat. Entgegen aller Wahrscheinlichkeit überlebt Rushdie den Angriff und tut, was er am besten kann: Er schreibt darüber. Er assoziiert, er entwirft ein fiktives Gespräch mit dem Angreifer, er schildert, wie er seine Frau Eliza kennenlernt und welch große Stütze sie ihm nach dem Angriff ist. In einem Interview schildert Rushdie, dass im Zentrum des Textes Liebe und Hass einander gegenüberstehen – und die Liebe gewinnt. Ich bin schwer beeindruckt von „Knife“, aus ganz vielen verschiedenen Gründen. Ich liebe Rushdies assoziatives Denken, in dem ich mich wiederfinden kann. Ich habe Hochachtung für seine Widerstandskraft und seine Weigerung, ebenfalls dem Hass nachzugeben. Zwar spricht er von dunklen Stunden, in denen er Sorge hat, sich nie wieder vom dem Geschehenen befreien zu können, von Momenten, in denen er sich seine Wehrlosigkeit während des Angriffs zum Vorwurf macht. Aber immer wieder wird schnell klar: Er will sich sein Leben zurückholen, wie er es sich nach der Fatwa wieder zurückerobert hat. Trotz aller Dunkelheit hat Rushdie einen entwaffnenden, weisen Humor. Er hätte allen Grund, verbittert zu sein, ins Horn derer zu stoßen, die Islam und (politischen, fundamentalistischen) Islamismus nicht mehr unterscheiden können oder wollen. Aber er tut es nicht. Er bewahrt sich etwas, das offenbar kein Messerangriff dieser Welt zerstören kann: Menschlichkeit. Und die Fähigkeit, aus dem, was andere womöglich verstummen ließe, ein hervorragendes Buch zu machen. Darüber, was passiert, wenn Gewalt einen aus dem Leben reißt. Und über die Kraft von Sprache, Liebe, Solidarität und Mitgefühl. Vermutlich gibt es nicht viele wie Rushdie auf der Welt. Umso mehr sollten ihre Stimmen und Erfahrungen Gehör finden. Kurz vor seiner Reise zu dem Vortrag, bei dem er angegriffen wird, hat Rushdie einen Traum, den man im Nachhinein als Vorahnung begreifen könnte. Atheist bleibt er trotzdem. Gern wäre er einfach nur ein Autor, der gute Bücher schreibt, kein Fackelträger der Meinungsfreiheit weltweit. Und obwohl er nicht um diese Rolle gebeten hat, versucht er, in sie hineinzuwachsen. Sich den Schuh bei Gelegenheit an-, aber auch wieder auszuziehen, wenn er zu drücken beginnt. Schon deshalb, weil er weiß, dass er ihn nicht mehr loswird. „Falls das Schicksal mich in eine Art tugendsame, freiheitsliebende Barbiepuppe verwandelt hat, in einen Rushdie der Meinungsfreiheit, dann will ich dieses Schicksal annehmen. Vielleicht ist es das, was ‚Abschluss‘ für mich bedeutet: die Realität zu akzeptieren und mich durch ebendiese Realität voranzubewegen.“ Und trotzdem: „Knife“ zeigt, dass er mehr ist als das.

Knife
Knifeby Salman RushdiePenguin
6. Juli
Rating:5

This book was absolutely amazing, I myself am a big fan of knifes, the deep refrences with the knife and disputes amazed me they made me think hard about this easy but deadly prop, and I liked it, I liked to think about a knife as more as just an Objekt. What this author had to go trough after the attack I could've not done, he is a very strong man guided by love which is lovely. He was surrounded by the right people. This book amazed me in many ways, and I absolutely loved it <3

Knife
Knifeby Salman RushdiePenguin
17. Juni
Rating:4

Hört Salman Rushdie aus Angst jetzt auf zu Schreiben? 😱🔪 Ihr erfahrt es in „Knife“ ❣️

Es ist schwer, diesen Text einzuordnen und dort liegt der Antagonismus: Sicher, es handelt sich um eine Art Memoiren, die die 13 Monate nach dem Messerangriff in Chautauqua, New York, im August 2022 darstellen, aber es ist auch ein intensives psychologisches Selbstporträt und, wie der Untertitel vermuten lässt, eine Strategie über Überlebenstechniken gegen sämtliche Verzweiflung. Ayatollah Khomeinis Fatwa gegen Salman Rushdie wurde 1989 ausgestellt, er wurde 33 Jahre später abgestochen- wie verrückt ist es, ein Leben zu haben, das dem Schreiben über Menschen gewidmet ist - Geschichten, die von lebensbedrohlicher Idiotie handeln, und wie absurd, und fast unmöglich zu begreifen ist es, dass diese Geschichten, sein Erzählen sogar real ist? Rushdies imaginäres Gespräch mit seinem Angreifer ist sehr deutlich in Bezug auf den sozialen Status und die intellektuelle Kapazität des Mannes. Rushdie nennt seinen Angreifer A. in seinem Buch und man kann darüber spekulieren, wofür es steht: Attentäter, Angreifer, oder wie ich vielmehr glaube, Arschloch? Rushdie schildert schreckliche Darstellungen seiner Verletzungen, der Zeit im Krankenhaus und seiner inneren Unruhe er widmet den Geschehnissen Geschichten. Durch die schwere Zeit geholfen haben ihm seine Familie und Freunde und auch die öffentliche Solidarität. In gewisser Weise ist dies auch ein geschriebenes Monument, das von einem Mann geschaffen wurde, den Extremisten töten wollen, damit er endlich den Mund hält. Aber das wird er nicht tun. Und während er mit der Angst hadert, dass er jetzt "der Typ sein könnte, der erstochen wurde", wird dies auch nicht zur Wahrheit werden: Rushdie ist der weltbekannte Geschichtenerzähler, der Bücher geschrieben hat, die so mächtig sind, dass sie Fundamentalisten aufschrecken, und sie dazu bringen, ihn davon abzuhalten, mehr Geschichten zu erzählen. Sie sollten vielmehr Angst vor all den Leuten haben, die Rushdies Werke lesen und zu ihm stehen, weil wir zu viele sind, um besiegt zu werden.

Knife
Knifeby Salman RushdiePenguin
9. Juni
Rating:5

Bewegend und sehr persönlich

Salman Rushdie erzählt völlig ehrlich und offen vom Angriff auf seine Person. Mich hat das Buch sehr bewegt und es regt zum Nachdenken an. Man bekommt durch das Buch das Gefühl, als würde man direkt bei Salman Rushdie am Krankenbett sitzen. Sehr intim und sehr ehrlich und offen.

Knife
Knifeby Salman RushdiePenguin
26. Mai
Rating:5

Gedanken nach einem Mordversuch

Eindrücklich schildert Salman Rushdie seine Erlebnisse. Währen einer Lesung wurde er im Jahr 2022 mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt. Er überlebt den Anschlag und kämpft sich zurück ins Leben. In diesem Buch versucht er zu verstehen, redet über Angst und Dankbarkeit. Ein faszinierendes Buch welches ich gerne weiterempfehlen kann.

Knife
Knifeby Salman RushdiePenguin
20. Mai
Was für ein schreckliches Erlebnis!
Rating:4

Was für ein schreckliches Erlebnis!

In seinem Buch Knife beschreibt Salman Rushdie die Gewalttat eines jungen Mannes auf ihn selbst und die Konsequenzen mit denen Rushdie, wie auch seine Familie zu leben hat. Der Roman ist sehr mitfühlend und aufwühlend beschrieben und in meinen Augen zu Recht mit dem Friedenspreis 2023 ausgezeichnet.

Knife
Knifeby Salman RushdiePenguin
24. Apr.
Post image
Rating:4

In dieser Erzählung von Salman Rushdie nimmt er uns mit durch die vergangenen zwei Jahre. Von dem Attentat der im August 2022 durch einen 24-jährigen Mann auf ihn verübt wurde, über seine Genesung und letztlich seiner Wiedereingliederung in das “normale” Leben. Rushdie schafft es hierbei ein sehr intimes Werk zu schaffen. Man bekommt einen detaillierten Bericht über all das was passiert, jedoch auch die persönlichen Erfahrungen und Gedanken die in solch drastischen Momenten in einem vorgehen. Dabei wird vor allem über drei Dinge philosophiert. Das Leben, die Kunst und Religion. Während sich manche Passagen immer wieder hinziehen, schafft er es dafür alle 30-40 Seiten einen Zweizeiler zu schreiben den man sich am liebsten direkt auf den Unterarm tätowieren würde. Insbesondere das Abschlusszitat des Buches hat eine unglaubliche Wirkung auf mich gehabt (dafür müsst ihr das Buch jedoch selbst lesen). Für mich persönlich war es das erste Buch von ihm und ich glaube, umso vertrauter man mit seiner Arbeit ist desto besser wird dieses Buch noch werden. Mit einer oder zwei Überarbeitungsrunden, in denen man das Buch noch etwas kompakter gemacht hätte, würden wir hier von einem fünf Sterne Buch reden. So wirkt es jedoch etwas so, als wollte man es unbedingt schaffen nicht weniger als 200 Seiten zu schreiben. Insgesamt sprechen wir jedoch von einer großartigen Reflexion, welche einen immer wieder zum Nachdenken anregt.

Knife
Knifeby Salman RushdiePenguin