Schönes Buch mit außergewöhnlichem Schreibstil 🐟🌊🦆
Mir wurde das Buch von einem Kollegen empfohlen, der mir das Buch als „Wohlfühlgeschichte“ mit wunderschöner Sprache anpries. Ich wurde nicht enttäuscht, habe aber wohl eine etwas andere Wahrnehmung als mein Kollege. Der Schreibstil von Dörte Hansen war für mich zuerst gewöhnungsbedürftig. So ganz ohne Schnörkel, eher nüchtern und trotzdem wunderschön. Ohne Dialoge und trotzdem gelingt es direkt Mitgefühl mit den Personen im Buch zu entwickeln.
Für mich war das Buch eine erfrischende Abwechslung und mal etwas ganz anderes. Wer Lust hat, in das Leben auf einer Nordseeinsel einzutauchen, ist mit diesem Buch gut beraten. Ich werde sicher nochmal ein Buch von Dörte Hansen lesen!
Geeignet wenn Inselsucht in einem herrscht. Gedanken und Alltag von Insulanern. Mal packend und mal langatmig geschrieben. Wollte es nie ganz weglegen, wenn es zu langatmig wurde. Lässt sich gut immer wieder Kapitel für Kapitel in die Hand nehmen und lesen.
Toll! Räumt mit inselromantik auf.
Das leben auf einer Nordseeinsel zwischen Tradition, Trauma und Touristen
Am dollstem ist die Geschichte des gestrandeten Wals und des Gemetzels, das die Bergung eines solchen Kadavers mitsichbringt.
Toll geschrieben, typisch Dörte Hansen. Bodenständig, melancholisch und die Personen sehr nahbar.
Absolut lesenswert
Wie jedes Buch von Dörte Hansen ein Fall für sich 💙🌊
Dass das Buch so gut wie ganz auf wörtliche Rede verzichtet und alles sehr beschreibend formuliert ist, machte es für mich am Anfang etwas schwer reinzukommen. Aber sobald man dran gewohnt war, flutschte es. Und es brachte mir die Menschen der Geschichte noch näher, ihre Gedanken und ihre Beziehungen zueinander und vor allem zur Insel und der See. Ein besonderer Roman, der mich sehr berührt und gleichzeitig so gut unterhalten hat. Das bringen für mich nur wenige Autoren. Dörte Hansen ist einfach eine Kaventsmann unter den Autoren. 🤭
...schöner Roman über 3 Geschwister die sich um einander kümmern.
Ist mir sehr positiv in Erinnerung geblieben, wenn auch die Charaktere ein bisschen speziell waren und ich mich mit ihnen nicht identifizieren konnte.
Besonders die Thematik mit dem Wal hat mir gefallen!
Im Mittelpunkt steht eine Familie, die seit 300 Jahren auf einer kleinen Nordseeinsel lebt. Wie seine Vorfahren wird der ältere Sohn Seemann, doch er hat Angst und ertränkt diese in Alkohol. Die Tochter hadert mit dem Tourismus und der jüngere Sohn lebt in seiner ganz eigenen Welt.
Erneut geht es Dörte Hansen darum, wie sich abgelegene ländliche Regionen durch den Einzug der Moderne verändern und wie sich das auf die Dorfgemeinschaft, Familien und Individuen auswirkt.
Mir hat das hier aber deutlich weniger gefallen als bei "Mittagsstunde". Es war mir zu gewollt. Unpassende Metaphern und kurze eingeschobene Sätze, die vielleicht besonders kraftvoll oder poetisch sein sollten, haben mich aus dem Lesefluss gerissen und einfach genervt.
Kein schlechtes Buch, aber insgesamt hat mich doch einiges gestört.
Ich habe jetzt alle 3 Bücher von Dörte Hansen gelesen und hoffe es kommt bald Nachschub. Die Art zu Schreiben und die nordischen Geschichten sind fesselnd und berührend. Absolut empfehlenswert!
Ich brauchte einen Moment um reinzukommen, fand aber alle beschriebenen Personen sympathisch und habe Verständnis für deren Verhaltensweisen aufbauen können. Es ist sehr menschlich und beschreibt sicherlich viele Realitäten von Insulanern.
Skizze eines Lebens im Verdrängungsraum von Tourismus und eine Liebeserklärung an die Nordsee
Dörte Hansen hat es wieder getan - die zarte Zeichnung einer Gesellschaft auf dem Land. Diesmal ist der Spielort eine Nordseeinsel, und die gezeichnete Gesellschaft herausgefordert vom Glanz der vergangenen Tage die längst dem Massentourismus gewichen sind. Ähnlich wie schon in "Altes Land" und "Mittagsstunde" zeichnet Dörte Hansen Charaktere aus dem echten Leben, die man auch mit ihren Fehlern zu lieben lernt. Unterspült wird alles von der Lebensrhythmus vorgebenden, allmächtigen Nordsee. Die Qualität der Geschichte wird nur getrübt von der ganzen Nordseefolklore, die einem irgendwann auf die Nerven geht. Und davon, dass das Motiv vor neuer Kulisse mittlerweile doch recht redundant ist. Wer Dörte Hansen lesen will, ist mit "Altes Land" besser beraten. Nichtsdestotrotz ist zur See eine geeignete Urlaubslektüre.
"denn die Geschichte suchen den Erzähler aus, nicht umgekehrt."
Dörte Hansen hat mich mit ihrer Geschichte über eine Nordseeinsel und deren Bewohner wirklich in den Bann gezogen. Die Leichtigkeit, aber gleichzeitig auch die Schwere die in jeder Zeile mitschwang haben mich wirklich zum Nachdenken gebracht und ich werde einige Zeilen im Kopf behalten und darüber nachdenken. Insbesondere das Ende des Buches war ein gelungener Abschluss.
Ein Buch über Menschen, die auf einer Nordseeinsel leben 🌊
Der Schreibstil ist wirklich beeindruckend und einzigartig.
Die Natur und die Art der Inselbevölkerung sind sehr gut beschrieben und es entsteht eine besondere Atmosphäre.
Mir hat leider eine gewisse Spannung oder ein roter Faden in der Geschichte gefehlt. Es ist die meiste Zeit eine Erzählung der Leben. Dafür finde ich 250 Seiten ein bisschen zu lang.
Lange hatte ich dieses Buch auf meiner Liste. Endlich konnte ich es lesen. Und ich liebe alles daran.
Dörte Hansen beschreibt das Leben an der See, genauer auf einer Nordseeinsel aus fünf verschiedenen Haupt-Perspektiven aber zur Sprache kommen noch viel mehr, deren Leben alle miteinander an der See verbunden sind.
Sie geht ganz in die Tiefe der Menschen, jede Einzelne bekommt einen eigenen Charakter, eine eigene Identität, ohne kitschig oder klischeehaft zu werden.
Die Kapitel sind aufgebaut wie Kurzgeschichten, jedes Leben steht für sich.
Das Besondere ist: Sie erzählt keine Geschichte, sondern sie erzählt die Menschen, woraus sich erst eine Geschichte ergibt. Selbst wenn ich wöllte, könnte ich den Inhalt gar nicht zusammenfassen, man muss die Menschen kennenlernen: Eske, Hanne, Ryckmer, Jens, Matthias und alle anderen.
Aber ich kann sagen, wovon Dörte Hansen erzählt und was mich fasziniert:
Sie erzählt von der Schönheit des Alleinsein und gleichzeitig von seinem Schrecken. Es geht um gefesselt-sein an einem Ort, der für andere pure Romantik ist. Und gleichzeitig ist da diese Sehnsucht, dieses Fleckchen Erde wieder als Heimat für sich zu haben, sich nicht gefangen zu fühlen, sondern aufgehoben.
Sie erzählt von der See als einem kraftvollen Ort, der Energie schenkt, sie aber auch nimmt. Und wie schwer es ist, ihn zu verlassen.
Und sie spricht eine Sehnsucht in mir an, von der ich gar nicht wusste, dass ich sie habe. Nicht die Sehnsucht nach See, nach Meer oder Wasser - sondern die Sehnsucht nach Leben, ein Leben, das sich nach mir anfühlt. Und das teile ich mit allen in diesem Buch.
Es geht um Abschied, um Willkommensein, um Drama, um Glaube und Halt und Trennung - eigentlich um das ganze Leben.
Unbedingte Leseempfehlung. Das hier ist etwas Besonderes!
Lese-Soundtrack: Playlist "Classical, but not so classical"
"Nichts Vertikales hat Bestand in dieser Landschaft, nicht die Kirchen, nicht die Sünden aus Beton, auch nicht die Reetdachhäuser mit den spitzen Giebeln, nicht einmal die Bäume. Es gibt hier nichts Beständiges. Das Fließen, Strömen und Verlanden, Stürmen, Auseinanderreißen hört nicht auf. Land gewonnen, Land zerronnen. Alles will hier Horizont sein."
Eine Insel, eine Familiengeschichte – zwischen Fischerei und Tourismus, Kommen und Gehen, Freude und Trauer. Dörte Hansen erzählt in "Zur See" in ihrer wunderbar bildhaften Sprache die Geschichte der Familie Sander, seit Generationen auf einer kleinen Insel beheimatet und doch immer irgendwie zerrissen. Es ist ein kleines, leises Buch, auf das man sich einlassen muss, aber dann nimmt einen die Atmosphäre umso mehr mit. In seiner Tristesse hat es mich immer wieder an die Gedichte Erich Kästners erinnert. Auch wenn auf den ersten Blick gar nicht viel passiert, reißen die feinen Nuancen und die großartigen Metaphern mit. Das Ende war dann noch einmal besonders berührend.
Ich habe das Buch passenderweise auf einem Wochenendtrip am Meer gekauft und auf der Heimfahrt gelesen. Da war der Sand in den Schuhen tatsächlich noch vorhanden. 😉 Kann es nur empfehlen! ❤
"Und vielleicht macht es keinen Unterschied, ob man in diesem Wasser Menschen tauft oder sich in die Wellen wirft mit einem Hund. Ob man Ausschläge auf der Haut und Seele hat oder verlassen wurde. Die See versorgt und hat genug für alle."
Ich konnte der Geschichte nicht ganz folgen. Sprünge in Zeit (?) und Schauplatz haben mich relativ schnell abgehängt.
Dennoch wollte ich das Buch zuende lesen, die letzten ca. 50 Seiten ließen sich für mich leichter lesen als der Anfang.
Wenn ich jedoch noch einmal "Delfter Fliesen" höre/lese, schreie ich.
Ein atmosphärischer Nordsee-Roman, der uns meist von außen am Leben der Inselbewohner und ihren real wirkenden Sorgen und Nöten teilhaben lässt.
Es dauerte ein wenig, in den Schreibstil ohne wörtliche Rede reinzukommen. Es ist ein besonderes Buch, das mich jedoch nicht zu 100% abholen konnte.
Das Buch konnte mich leider nicht überzeugen. Irgendwie fehlte mir der rote Faden. Es war für mich lediglich eine Aneinanderreihung alltäglicher Erlebnisse der Inselbewohner. Lediglich den Schluss fand ich sehr berührend und irgendwie passend.
Was mir sehr gut gefallen hat, war das Nordseeinsel-Setting. Die Autorin hat es geschafft, diese ganz besondere Atmosphäre sehr bildhaft rüber zubringen.
Dieses Buch hat mich überrollt wie eine Welle und mich durchgespült wie nur das Meer es kann. Die Geschichte hat mich wachgerülltelt, wie es nur eiskaltes Wasser kann und mich erfrischt wie es nur die salzige Seeluft kann.
Dieses Buch ist nordisch trocken und trotzdem voller Emotionen, die zumindest mir zwischendurch den Atem rauben konnten.
Die Autorin hat ein Talent zu Schreiben, so dass ich das Gefühl hatte das Salz in der Luft auf meinen Lippen schmecken zu können und den Wind in meinen Haaren zu spüren.
Dieses Buch weckt eine Sehnsucht nach dem Meer und nach Abgeschiedenheit.
Gleichzeitig wird eine Geschichte erzählt, einer Insel, von Menschen, einer Familie und das so nahbar, dass man das Gefühl bekommt direkt am Gartenzaun zu stehen und hautnah dabei zu sein.
Dieses Buch hat mich aus den Socken gehauen und mich völlig sprachlos und aufgewühlt zurückgelassen. So muss ein Buch geschrieben sein.
Das Buch hat mir gut gefallen. Ich musste aber erstmal reinfinden. Die Sprache war so ein Singsang irgendwie und anfangs hab ich gar nicht gecheckt, worum es geht 😂👍 Kennst du das, dass man dann gar nicht rein kommt, wenn man nicht weiß, was los ist im Buch? So ging es mir.
Das Buch hat keine wörtliche Rede...alles nus so von außen beschrieben.
Aber jetzt zum positiven Teil: Nachdem ich dann so 80 Seiten gebraucht hab, war ich drin. Jede Seite ist gefüllt von Einsamkeit und Kälte. Ich gebe zu, ich mag die Nordesee nicht 🫣 Die ist mir zu kalt und zu rau, genauso wie das Buch. Vielleicht hat es mich deswegen so berührt. Es ist auf jeden Fall ein Buch, das man bewusst lesen muss. Und es bleibt mir in Erinnerung.
Die zwei anderen Romane von Dörte Hansen hab ich gern gemocht, dieses hier hat mich leider enttäuscht. Ich habe ein bisschen überlegen müssen, was genau mir so wenig gefallen hat und da gibt es einiges. Aber das deutlichste war wohl: ich hab Dörte Hansen die Story nicht abgenommen.
Hansen beschreibt die alteingesessene Inselfamilie Sander und dreht sich dabei immer wieder um ein Thema: um die Einsamkeit der Frauen, die über Generationen von ihren Männern allein gelassen wurden, weil diese zur See fuhren. Und ich hab mich beim Lesen gefragt:
Sind/waren die Inselfrauen…
a) einfach zu blöd um sich zusammenzutun
b) einfach zu asozial (oder wie man bei uns im Ruhrgebiet sagt: zu stiselig)
c) oder erzählt uns Dörte Hansen einen vom Pferd, weil das halt so schön in ihre Erzählung der einsamen, stiseligen Inselmenschen passt?
Ich bin keine Historikerin, aber ich kann mir gut vorstellen, dass man mit ein bisschen Recherche hätte herausfinden können, dass die Inselfrauen gar nicht mal so einsam waren. Dass sie sich zusammengeschlossen haben, dass sie sowieso mit mehreren Generationen unter einem Dach oder nebeneinander wohnten, dass sie außerdem Affären mit daheim gebliebenen oder jüngeren Männern hatten.
Hansen malt da leider das Bild der inkompletten Frau, die abhängig ist: vom Mann, von der Insel, von der ungünstigen Prägung. Ich frage mich, warum sie sich ausgerechnet für diese Geschichte entschieden hat. Man hätte sicher auch eine ganz andere erzählen können.
Die Liebe zur See und das Bedürfnis nach einer Insel - wer kennt das nicht?
In Dörte Hansen's Roman geht es eben darum. Aber wie ist es auf einer Insel aufzuwachsen, die Altlasten zu tragen und ein eigenes Leben zu finden?
Ganz schön knifflig, aber mit sehr klugen Sätzen, sehr authentischen Charakteren und einer sehr bildlichen Sprache, empfinde ich diesen Roman als sehr gelungen!
Das Buch bietet Einblicke in ein ganz besonderes Inselleben. Gefühlvoll werden die Protagonisten beschrieben. Ich hatte leider nicht die richtige Verfassung um darin abzutauchen.
Ich liebe diesen rauen, stillen Ort, an dem die Geschichte spielt – man spürt das Meer auf jeder Seite. Und dann diese Charaktere: eigenwillig, zerbrechlich, stark.
Auch dies Wendung … hat mich völlig erwischt.
Ein Buch, das ruhig daherkommt, aber lange bleibt.🌊
Sehr, sehr langatmig. Es passiert wenig bis gar nichts, und die Atmosphäre hat mich auch nicht erreicht. Jedes Kapitel ist gleich und sprachlich ist irgendwie jeder Satz wie der davor und der danach.
Dörte Hansen hat einen sehr klaren und doch mitunter fast poetischen Sprachstil. Viele Sätze streicht man sich an, will sie behalten. Diese Sätze vermitteln ganze Bilder. Man hat sofort Bilder mit passenden Emotionen im Kopf.
Die Figuren wachsen einem ans Herz, sind jedoch auch immer ein wenig rätselhaft. Und da kommen wir zum Punkt, den ich ein wenig schmerzhaft fand: die Protagonist*innen bleiben irgendwie auf Distanz. Fast so wie die Inselbewohner*innen ggü. den Tourist*innen. Das ist vermutlich konsequent aber irgendwie tat es mir ein wenig leid. Das Ende war ebenfalls tragisch und irgendwie bitter. Ich hätte allen etwas anderes gegönnt.
So bleibt bis zum Ende die bittersüße Verbundenheit zur Heimat bei den Protagonist*innen bestehen und auch die diffusen Gefühle zum Tourismus und den Zukunftsperspektiven.
Ich bin froh, noch einmal einen Versuch mit Dörte Hansen und ihrer sehr direkten Sprache gewagt zu haben, nachdem mir «Altes Land» so garnicht gefallen hat.
Hier ist die Sprache auch dicht und auf den Punkt, aber um so vieles sanfter, ausgereifter, mit einigem an Poesie gespickt.
Wir sind auf einer Nordseeinsel und hauptsächlich mit den Angehörigen der Familie Sanders zusammen, deren Andersartigkeiten uns so kunstvoll beschrieben wird, so persönlich, dass wir alle bald recht gern haben.
Es geht um das Leben auf der Insel, mit all der Wandlung, die heute auf so manch einen Flecken der Welt zukommt, die etwas ganz Besonderes hat. Das Besondere, dass bald auch andere erkennen und zu schätzen wissen, und in dem muss sich alles verändern.
Es ist/ kann kein freudiger Glückroman sein, eine konstante Melancholie zieht sich durch die Geschichte, der stete Wandel, durchzogen mit Abschieden, die Suche nach einem neuen Sinn, die Natur, sowie die so faszinierende, aber auch unheimliche und erbarmungslose See.
Mich hat diese Geschichte sehr berühren können, mich an meine Zeiten auf den Inseln der Nordsee erinnert, nur als Gast, nicht wirklich mittendrin. Dennoch glaube ich die See zu kennen, zu wissen, was sie zu sagen hat. Und für mich ist klar, dass auch Dörte Hansen es weiss
Eine Insel irgendwo in Jütland, Friesland oder Zeeland... ⚓ 🌊 🐚 ⛵ 🐳 🦀 🧜♀️ 🧭 🌬️
Die Charaktere wirkten alle fernab vom Leser, jeder ist in seinem eigenen "Traditionsinselproblem" gefangen. Wir erleben eine Insel im Wandel der Zeit mit schwer zugänglichen Charakteren, in jegliche Richtungen stark übertrieben.
Die Lektüre ist eine Mischung aus Fernweh und Heimweh, ein Schmerz, den die Welt des 21. Jahrhunderts mit sich bringt.
Ich denke die Autorin hat ihren Schreibstil bewusst gewählt und ich verstehe ihre Intention.
Leider kam es bei mir nicht vollumfänglich an.
…über eine Insel-Familie im Wandel. Sprachlich kühl, nüchtern, fast spröde. Die Figuren haben Ecken und Kanten. Auch wenn ich mich anfangs schwer tat, bleibt es ein kluges leises Buch das nachwirkt. Mein nächster Besuch auf einer deutschen Insel wird jedenfalls unter einem neuen Blickwinkel stehen- mit dem Gefühl doch nicht ganz willkommen zu sein.
Wundervoll geschrieben.
Am Ende dachte ich zunächst "musste das sein?". Ich habe nachgedacht und mir fiel dieser eine Satz aus einer früheren Szene ein, zu dem am Ende ein Rückbezug hergestellt wird und der mich zu dem Schluss kommen ließ: "Ja, das musste sein", wegen dessen, was ich als Aussage des Buches betrachte. (Ich sage hier nicht, was das ist, könnte leicht spoilery sein.)
Das Buch ist keine Romantisierung der See und des Insellebens. Und gerade deswegen vielleicht ihr bisher stärkstes.
Eine ganz eigene Sprache, die man zum Teil erst nach mehrmaligem Lesen richtig erfasst. Irgendwie ganz anders und auch poetisch, zum Nachdenken anregend, auf der einen Seite rau, dann aber auch wieder voller Gefühle.
Ein Leben an der See, so intensiv beschrieben, dass man meint, das Salz zu schmecken
Die Sprache ist eine Wucht, lässt immer wieder neue Bilder zum Leben erwecken.
Man könnte meinen, man hat die Charaktere persönlich auf der letzten Urlaubsreise an die See getroffen.
Intensiv, auch traurig und nachdenklich und auch schön.
Die Autorin beschreibt an Beispielen von Inselbewohnern und deren Familien das Leben auf einer Nordseeinsel.
Die Geschichte ist melancholisch geschrieben .
Es gab sehr viele traurige Momente, aber manchmal konnte man auch schmunzeln.
Das Inselleben ist ein hartes Leben und teilweise einsam.
Schöner Schreibstil .
1,5 Sterne.
Das Buch konnte mich nicht überzeugen. Der Schreibstil ist toll und die Beschreibungen mochte ich gerne.
Leider wirkte es wie eine Aneinanderreihung von Notizen, die eine Geschichte werden sollten. Für mich gab es die ganze Zeit keine wirklich Geschichte. Ich konnte nicht greifen warum es geschrieben wurde und worauf es hinauslaufen wird. Leider wurde es dadurch für mich langatmig und langweilig.
Zur See ist ein Buch, fast ohne Handlung und doch so voller Inhalt.
Hansens roter Faden in ihren Büchern ist die Veränderung durch die Zeit, hier von der Fischerinsel zur Touristeninsel.
Es geht um die wartenden Frauen der Fischer, um Umweltverschmutzung, um die Zerrissenheit von Familien um das Wesen der See und schließlich um den Tod...
Ich finde es ganz wundervoll geschrieben.
Ein Buch, was Nordsee-Fernweh weckt, aber auch berührt. Dörte Hansen lässt uns am Leben mehrerer Inselbewohner teilhaben und dabei sind es die leisen Töne, die ins Herz gehen. Ein ganz besonderer Schreibstil, durch den man sich schnell in die Perspektive der Hauptcharaktere begibt und den Tourismus und das Fischereisterben aus deren Sichtweise miterlebt. Das Buch eignet sich perfekt für zwischendurch. Ich mag es sehr gern.
Dieses Buch kaufte ich aufgrund einer Empfehlung. Aber leider quälte ich mich nur durch. Keine Handlung, rein atmosphärisch beschrieben und mich nervte die Dramatisierung des Tourismus'.
Dörte Hansen erzählt hier eine vielschichtige und intensive Geschichte über das Leben auf einer Nordseeinsel zwischen Traditionen und und den eigenen Wünschen und Sehnsüchten am Beispiel der Familie Hansen.
Das Hörbuch wird wunderbar passend spröde in seichten Wellen gelesen von Nina Hoss.
„Zur See“ hat mich berührt und wird noch eine Weile nachhallen.
Hörempfehlung ⭐️⭐️⭐️⭐️!
"So muss die Stille sein, wenn große Schiffe sinken oder Kirchen untergehen."
Ein schnörkelloser, wunderbarer Roman über Charaktere auf einer Insel und ihre Ansichten, Wünsche und Launen. Familie, Trost, Schmerz, Wut, Einsamkeit, Tod - die See.
Liebe von mir an dieses Buch.
Es gibt Bücher, die brauche ich als Buch.
Weil ein E-Book dem Inhalt nicht gerecht wird...
Dörte Hansen erzählt in einer Anfangs zwar gewöhnungsbedürftigen, aber wunderschönen Sprache über das Leben, Lieben und Leiden einer alteingessessenen Familie einer Nordseeinsel. Über Veränderung, Tourismus, Klimawandel. Darüber, wie Menschen vom Festland auf der Insel ihre Luftschlösser bauen, Fischer inzwischen Seifenblasen verkaufen und die See niemals und niemanden zurückliebt.
Das Buch hat mich berührt und oft habe ich mich ertappt gefühlt, bei der Beschreibung der Touristen, für die die Inselbewohner an die Ränder ihres eigenen Lebens gedrängt werden.
Ein Buch, das in Erinnerung bleibt.
Oh, ich hab' solche Sehnsucht
Ich verliere den Verstand
Ich will wieder an die Nordsee, oh-oho
Ich will zurück nach Westerland
Jeder kennt dieses Gefühl der Sehnsucht nach dem Meer und hat sofort Bilder von den Kindheitsurlauben an der Nordsee im Kopf. Romantisiert und aus den Augen eines Kindes betrachtet, erinnert man sich an den Strand, die schöne Unterkunft – ein ganzes Haus nur für sich – und die leckere Pizza direkt am Wasser.
So zieht es auch mich jedes Jahr wieder an die Nordsee, nach Sylt und Husum. Ich übernachte in Unterkünften von Airbnb und besuche urige Restaurants mit Seetauen, Fischernetzen und Treibgut.
Doch wenn man im Winter durch Orte wie Kampen geht und das Gefühl hat, in einer Geisterstadt zu stehen, oder wenn man Reportagen sieht, in denen Menschen gezeigt werden, die täglich vom Festland pendeln müssen, um den Touristen den Urlaub zu ermöglichen, beginnt man, seinen eigenen Umgang mit Reisen zu hinterfragen.
Genau in diese Kerbe schlägt der Roman von Dörte Hansen. Mit einer treffenden Härte schildert sie die Gefühle der Inselbewohner. Sie verzichtet auf eine große Rahmenhandlung und schreibt sachlich, aber nicht trocken. Die familiären Konflikte stehen exemplarisch für die strukturellen Probleme der Nordseeinseln, und die Charaktere sind interessant sowie vielschichtig.
Klare Leseempfehlung!
In unaufgeregtem, fast dokumentarischem Ton aber mit sehr poetischer Sprache erzählt Dörte Hansen von verschiedenen Menschen auf einer (vielleicht) nordfriesischen Insel. Vom Kommen und Gehen, vom Festhalten und Loslassen. Wie ein Gedicht, voller leiser Kraft und Bedeutung zwischen den Zeilen. Ein Roman, der mich sehr berührt hat ohne dabei laut zu sein.
Content Warnung: u.a. Alkoholismus, Tod & Trauer, Depression & psychische Belastung
Eine leise und besondere Geschichte über das Leben auf einer Nordseeinsel 🌊🐚🐋
Was mir an diesem Buch besonders gefallen hat, war der tolle Schreibstil! Fast schon poetisch konnte ich mich so schön auf die Nordseeinsel einfühlen und hatte alle Protagonist*innen immer bildlich vor mir! 🌊⛴️🐋
Es ist eher eine leise Geschichte über die Schicksale verschiedener Menschen auf einer Nordseeinsel, die schmerzhaft, irgendwie real und für mich gleichzeitig auch total surreal waren, da ich selbst mir einfach nicht vorstellen kann, so zu leben. 🐚⚓️
Ich würde sagen, es lohnt sich das Buch zwischendurch mal zu lesen, es hat eine sehr besondere Atmosphäre und ist einfach toll geschrieben, aber es hat mich nicht super tief berührt. 🐋🦀
„Und jede Nacht, bevor er schläft, sieht er das Auge dieses jungen Wals vor sich, der sterben musste, weil er sich verschwommen hatte.“