
Inhalt: Simon Dorn hat sich in das verfallene Hotel Dornwald zurückgezogen. Doch kann er nicht ganz von den Cold Cases lassen. So hat er einige Zimmer des Hotels genau für diese Fälle „reserviert“. Als eine mysteriöse Klientin zu ihm Kontakt aufnimmt, kommt Dorn das ganze recht merkwürdig vor und er bittet Lea Wagner, hier mal nach dem Rechten zu schauen. Es wird nur noch die Leiche der Frau gefunden und eine professionell anmutende Computeranlage, au der eine KI läuft, die mit Dorn kommuniziert hat. Und die Frau ist verdurstet. Bei Dorn schrillen alle Alarmglocken, da ihn dies an einen Cold Case erinnert. Ist die Angst begründet, dass der Täter sich nur weiterentwickelt hat? Meine Meinung: Gruselig real Zu spät hatte ich gesehen, dass es sich hier um einen 2. Teil handelt. Aber nach dem Lesen kann ich sagen, ich habe nichts vermisst oder es hätten sich Lücken ergeben. Am liebsten hätte ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen (um schon mal meine Begeisterung vorwegzunehmen). Die Begeisterung fing allerdings schon mit dem roten Farbschnitt an. Vor gut 20 Jahren hat mit so einem Schnitt meine Sammelleidenschaft angefangen. Erst war es schwarz, dann rot… Bis heute sind mir die einfachsten, prägnantesten die liebsten! So hat mich das hier auch gleich angesprochen. Auch das Cover find ich cool. Man hat das Gefühl, der Schlüssel steckt ganz real im Buch. Klasse gemacht, wie ich finde. Der Einstieg in die Story war denn auch wirklich ganz geschmeidig und weckte meine Neugierde, was das ganze Buch über so blieb. Ich fand die Thematik mit dem Startup, wieviel Geld da fließt, wie sehr KI und deren Entwicklung zieht, unheimlich realitätsnah und deswegen umso gruseliger und ja, thrilliger! Kann ich mir gut vorstellen, dass irgendwer genau diesen Gedanken hat, lass uns eine KI entwickeln, die Leuten Arbeit abnimmt, Termine, Telefonate usw. So mancher würde das als neuesten, genialen Trend ansehen und zack, wären wir mitten im Thriller. Ich kann nicht verhehlen, dass ich dem Thema KI nicht gerade wohlwollend gegenüberstehe. So ein Buch wie das hier unterstützt da natürlich meine Skepsis noch. Und schürt mit Sicherheit auch Ängste oder verstärkt sie. Der Schreibstil ist rasant, mit Perspektivwechseln, die es mir schwer gemacht haben, das Buch wirklich aus der Hand zu legen. Ich habe ständig gedacht, jetzt gleich passiert was wichtiges, da muss ich dabeibleiben. Wenn man einen rasanten Pageturner möchte, bittesehr! Die Figuren sind sehr nahbar und plastisch, ich finde schon, dass sie im Kopfkino sehr lebhaft erscheinen. Am Ende wartet zwar kein wirklicher Cliffhanger auf den Leser, aber schon so ein Wink, dass man den 3. Teil unbedingt lesen muss, sonst fehlt einem was. Mir ging es zumindest so! Zwischendurch hatte ich Kommentare zum Buch im Netz gesehen, wo Leute von „zu viel KI“ schrieben, oder „ohne die KI-Sache ganz gut“ und habe mich gefragt, hat man hier irgendwie das Buch gar nicht richtig gelesen? Ohne die „KI-Sache“ wärs nicht der Thriller, den wir hier haben! Ein Thriller mit verflucht viel Realitätsbezug und genau aus dem Grund absolut heftig. Man möge sich bitte mal diverse, völlig unschuldige Reeels (eigentlich!) in Social Media angucken und drauf achten, was KI alles schon bei Laien kann und sich dann vorstellen, da bedient sich ein psychopathischer Killer… Wenn das nicht thrillt, weiß ichs auch nicht! Fazit: Großartig erdachter Thriller mit gruseligem Realitätsbezug, der bei mir die Seiten fliegen lässt und ich kann mir gut vorstellen, dass ich damit nicht alleine bin!






































































