Die Fortsetzung der Familien-Saga: ‚Zeiten des Sturms‘ gibt ihr den richtigen Namen…
Neben Johanna, der Hauptfigur des ersten Teils, werden hier nun auch die Geschichten der anderen Protagonisten weitergesponnen. Während der Bruder Ernst seine Literatenkarriere vorantreiben möchte und die Schwägerin Luise Mutter wird - Achtung, ihr nicht vorhandener Mutterinstikt aufgrund des Geschlechts des Kindes wird die eine oder den anderen HERB triggern! - treibt der intrigante Theodor seine Intrigen gegen seine kleine Schwester auf die Spitze.
Insgesamt ein guter zweiter Teil, aber doch mit kleinem Abzug,, da einige Längen vorhanden sind.
Hafenstadt, Meeresluft und die Tragik einer Patrizierfamilie im Umbruch - wem das keine Buddenbrooks-Vibes gibt, dem ist nicht mehr zu helfen 🤭
In diesem Roman wird die Familiengeschichte der Berends, eines Danziger Handelshauses, aus den verschiedensten Perspektiven beleuchtet - von der frommen Ehefrau des grantelnden Inhabers über die Bedienstete bis zum Bruder wird die Geschichte um die Hauptfigur Johanna Berend erzählt, einer jungen Frau, die der Liebe wegen aus dem Familienkonstrukt ausbrach und nun zurückkehrt. Dabei sind Stolpersteine und Fallstricke natürlich reichlich vorhanden, und es ist fraglich wie ihre Geschichte wohl weitergeht.
Zum Glück gibt es einen zweiten und dritten Teil, da darf man sich auf die Weiterführung freuen!
Ich hatte mir soviel von dem Roman versprochen und wurde leider enttäuscht. Ich konnte mich nicht in die Geschichte hineinversetzen. Danzig wurde zu ungenügend beschrieben, als dass ich es vor meinem inneren Auge hätte entstehen lassen können. Einzig die Protagonisten waren zugänglich und sind mir teilweise ans Herz gewachsen. Die Charaktereigenschaften der einzelnen Personen sind gut herausgearbeitet, so dass ich Sympathien für die einen und Antipathien für die anderen hekte, was der Geschichte eine gute Dynamik verlieh.
So leid es mir tut, ich konnte mich nicht in der Geschichte verlieren, bin aber überzeugt, dass Hilke Sellnick dennoch vielen Menschen mit ihrem Fortsetzungsroman eine große Freude macht.
Naja.., eigentlich finde ich diese Geschichte ganz interessant und ich wüsste gerne wie sie weitergeht. Allerdings werde ich mit dem Schreibstil nicht warm und ich bekomme damit keine Bindung zu den Protagonisten.
Deswegen werde ich diese Trilogie nicht weiter lesen.
ABBRUCH
Ich habe das Buch auf Seite 289 abgebrochen, weil die Geschichte mich nicht fesseln konnte. Die Charaktere blieben für mich zu distanziert und der Erzählstil wirkte oft langatmig, wodurch die Spannung verloren ging. Trotz des interessanten historischen Settings fehlte mir die emotionale Verbindung. Ich habe lange versucht durchzuhalten und gehofft besser in die Geschichte einzutauchen, leider ohne Erfolg.
Wer hätte gedacht, dass eine historische Familiensaga so viel Drama, Herzklopfen und Kopfkino auslösen kann? Dieses Finale der Danzig-Reihe hat mich komplett umgehauen. Johanna ist eine Figur, die man am liebsten ständig anschreien und gleichzeitig in den Arm nehmen möchte. Einerseits tough, clever und bereit, sich gegen jede Widrigkeit durchzusetzen – andererseits mit einem Herz, das sich lieber hinter Stolz und Dickköpfigkeit versteckt. Und dann ist da Pawel, der arme Tropf, der eigentlich nur will, dass sie endlich begreift, wie viel er für sie empfindet. Manchmal habe ich beim Lesen ernsthaft die Augen verdreht und gedacht: Leute, bitte hört doch auf mit dem ewigen Hin und Her und küsst euch endlich!
Aber genau das macht die Sache so spannend: Intrigen, Skandale, kleine Gemeinheiten aus dem „Freundeskreis“ (hallo Auguste!) und diese ständige Bedrohung über der Werft. Es ist wie ein Mix aus Schicksalsroman, Soap-Opera und historischem Drama, der trotzdem nie ins Lächerliche abrutscht. Stattdessen bleibt alles ernsthaft und emotional dicht, während man gleichzeitig bestens unterhalten wird.
Die Atmosphäre von Danzig ist so detailreich beschrieben, dass ich fast den Hafen gerochen habe. Ich liebe Bücher, die einen komplett in eine andere Zeit katapultieren – und Hilke Sellnick schafft das mühelos. Mal ehrlich: Wer nach dieser Trilogie nicht halbwegs Geschichtsnerd wird, hat definitiv was verpasst.
Für mich ist dieses Finale ein würdiger Abschluss: dramatisch, emotional, mit Herzschmerz, Hoffnung und einer richtig guten Portion historischer Kulisse. Und ja, ich gebe es zu – ein bisschen melancholisch bin ich schon, dass die Saga jetzt vorbei ist. Aber wie sagt man so schön: Lieber ein würdiger Schlussknall als ein endloses Dahinplätschern.
Volle fünf Sterne, weil es mich von Anfang bis Ende mitgerissen hat. Und weil Johanna und Pawel mir wahrscheinlich noch eine Weile im Kopf rumgeistern werden.
Hilke Sellnicks Roman Danzig – Tage des Aufbruchs entführt die Leserinnen und Leser ins Danzig des 18. Jahrhunderts – eine Stadt im Wandel, zwischen Handel, Aufbruch und gesellschaftlichen Zwängen. Was die Autorin dabei besonders gut gelingt, ist das atmosphärische Setting: Die historischen Hintergründe, das Stadtbild und der Alltag jener Zeit sind sorgfältig und lebendig beschrieben. Hier zeigt sich Sellnicks Stärke im Genre der historischen Romane.
Die Handlung selbst konnte mich allerdings nicht vollends überzeugen. Es dauert gut 150 Seiten, bis die Geschichte wirklich an Fahrt aufnimmt – zu lang für einen Auftaktband, der Leserinnen und Leser für eine mehrteilige Saga gewinnen möchte. Die Kapitel sind nach verschiedenen Figuren gegliedert, was zwar eine interessante Struktur schafft, aber leider nicht durchgängig trägt, da viele Charaktere eher eindimensional bleiben. Ihre Entwicklungen sind vorhersehbar, ihre inneren Konflikte oft nur angedeutet.
Auch der Spannungsbogen verläuft nicht konstant: Einige Szenen bauen durchaus Spannung auf, verlieren sich dann aber in zu viel Alltäglichem oder in einer vorhersehbaren Auflösung. Insgesamt fehlte mir etwas Tiefe – sowohl bei den Figuren als auch in der Dramaturgie.
Mein Fazit: Danzig – Tage des Aufbruchs ist ein solider historischer Roman mit starker Kulisse, aber erzählerischen Schwächen. Wer sich besonders für die Stadtgeschichte interessiert, kommt vielleicht auf seine Kosten. Für mich persönlich war es eher ein durchwachsener Einstieg in die Reihe.
Der dritte Teil fand ich etwas langweilig und habe daher länger gebraucht als üblich.
Die Trilogie ,die Handlung und die Charakteren haben mir insgesammt gut gefallen
Die Danzig-Triologie von Hilde Sellnick startet in den finalen Band mit der Titel „Jahre der Freiheit“.
Endlich hatte das Warten ein Ende. Johanna, die sympathische Hauptprotagonistin durften wir schon eine Weile auf ihrem Lebensweg begleiten. Nach dem Tod ihres Mannes muss sie sich nun in der Werft behaupten, was nicht so einfach ist. Auch Missverstände erschweren das Leben mit ihrem Stiefsohn, der die Leitung der Werft übernommen hat. Es kommt immer wieder zu Zerwürfnisse, die auch immer schwerer zu Kitten sind. Auch von außen spielt ihnen nicht alles in die Karten. Doch Johanna ist eine starke Frau und kämpft auch um das Überleben der Werft.
Die Geschichte ist auch im Finalband lebendig geschrieben und trotz der fast 600 Seiten viel zu schnell auserzählt. Der Schreibstil ist flüssig und die Kapitel haben die richtige Länge, um durchgehend die Spannung der Geschichte aufrecht zu erhalten. Es waren wieder tolle Lesestunden, die in der 2. Hälfe des 19. Jahrhunderts spielten. Die Charaktere waren spannend gezeichnet und die Darstellung der Frau in dieser Zeit bildlich dargestellt. Was will man mehr? Die Geschichte der Triologie sollte allerdings in der richtigen Reihenfolge gelesen haben, so dass man sich ausführlich mit den Charakteren auseinandersetzen kann.
Dies war einer der Besten Gesellschaftsromane die ich in der letzten Zeit gelesen habe. Die Autorin schafft eine sehr lebendige Atmosphäre und toll ausgearbeitete Charaktere.
Hat mir richtig richtig gut gefallen und ich freue mich schon auf den nächsten Band
Die Geschichte ist spannend erzählt, die Schicksale der einzelnen Personen sind interessant dargestellt. Besonders gefällt mir, dass die einzelnen Personen nicht einfach "nur böse" oder "nur nett" dargestellt werden. Alle haben gute Gründe für ihr Handeln, sodass man mit jedem mitfiebern kann. Das Ende verspricht eine interessante Fortsetzung. Die "Liebe, die nicht sein darf", hätte ich jetzt nicht unbedingt gebraucht, aber das gehört zu einer ordentlichen Familiensaga vielleicht auch einfach dazu.
Dieses Buch steht dem ersten Teil in nichts nach!
Es beginnt an der Stelle, an der der erste endete und führt die Geschichte über Johanna Behrend spannend weiter, bis zum Schluss. Jetzt bleiben wieder einige Fragen offen. Ich bin so gespannt, wie es weitergeht!
Der 2.Teil hat mich genauso überzeugt wie der erste Teil. Eine schöne Familiensaga.Freue mich auf den letzten Teil. Jetzt heisst es warten
Wenn man gerne historische Geschichten ließt ist es genau das Richtige
Die x-te Variante einer Familiengeschichte, junge starke Frau sucht gegen alle Widerstände ihren Weg ... So richtig überraschen konnte es mich nicht. Aber es ist toll (flüssig) geschrieben, liest sich wie geschnitten Brot. Für einen langen Tag am Strand perfekt.
Ein guter Beginn
Stark beunruhigt, aber doch voller Vorfreude kehrt Johanna in ihre Heimatstadt Danzig zurück. Diese hatte sie Hals über Kopf verlassen um in der Ferne mit ihrer großen Liebe zu leben. Doch daraus wurde nichts und so macht sie sich reumütig auf den Weg zum Vater und ihren Brüdern.
Als sie zu Hause ankommt, lebt der Vater nicht mehr, der älteste Bruder, Theodor, hat das Erbe angetreten und den jüngeren Bruder, Ernst, zum Studium fortgeschickt.
Theodor behandelt Johanna wie eine Hausangestellt und lässt sie leiden. Doch zu Johannas Freude hält der Berthold Forster, ein älterer Bootsbauer, um ihre Hand an und befreit sie aus den Fängen des eigenen Bruders.
Im Hause Forster entdeckt Johanna ihre Leidenschaft fürs Geschäft und träumt von einer Werft. Dabei kommt ihr Forsters Sohn zur Hilfe. Doch nicht nur dabei kommen sich die beiden näher.
„Danzig - Tage des Aufbruchs“ von Hilke Sellnick ist der erste Band der Danzig-Saga der Autorin.
Hilke Sellnick schreibt auch unter dem Pseudonym der Anne Jacobs. Diese Bücher liebe ich wirklich sehr, zumal mir der Schreibstil dabei immer gut gefallen hat. Aber mit dem Schreibstil in diesem Buch hatte ich wirklich so meine Schwierigkeiten. Er ist auch schwierig zu beschreiben. Es wirkte, als würde jemand die Geschichte erzählen.
Die Geschichte um die junge Johanna, ihre Strebsamkeit, ihr Durchsetzungswille, aber auch ihre menschliche Ader machen sie zu einer spannenden und absolut sympathischen Protagonistin.
Ich war und bin gespannt, wie sich der Aufbau der Werft, aber speziell Johannas und Pawels Leben entwickelt. Auch die Atmosphäre des damaligen deutschen Danzigs finde ich toll gewählt und die Umgebung wundervoll beschrieben. Auch kann man über die Architektur der damaligen Zeit viel lernen (z.B. was Beischläge sind und wie sie aussehen).
Auch Pawel ist für mich eine interessante Persönlichkeit. Er ist handwerklich begabt, offen, hat viel Wissen und er weiß Johanna einzuschätzen. Im ersten Moment hatte ich meine Probleme ihn einzuschätzen, aber ich glaube, Band 2 und Band 3 werden schon aufgrund dieser beiden Charaktere spannend.
Ebenso sollte man Johannas Bruder Ernst nicht unterschätzen. Auch da bleibt noch genug Potenzial für die Folgebände. Er ging mir am Anfang sehr auf die Nerven, aber entwickelte sich im Laufe der Geschichte wirklich gut und ich denke, es gibt da auch noch Probleme zwischen ihm und Theodor.
Der Auftakt der Reihe war gut, ich hoffe dennoch, dass ich mit dem Anschlussroman und dem Schreibstil schneller warm werde und bin gespannt, wie es weitergehen wird!