
Dieses Buch ist…honigsüß
Manche Autoren schreiben sich direkt in die Herzen ihrer Leserinnen. Sie wecken tiefe Gefühle, ziehen einen mitten in die Geschichte, durch sehr lebendige Beschreibungen und ihre unglaublich bildliche Sprache. Beim Lesen von „Das Glück schmeckt honigsüß“ ist mir genau das passiert. Ich wurde direkt in die Geschichte hinein katapultiert, weil die Autorin das Setting so wundervoll lebhaft beschrieben hat und weil ich ein großer Fan der „abgelegenen“ Regionen im Norden Deutschlands bin. Ich stelle es mir dort dank vieler Geschichten, wie auch in diesem Buch dargestellt, einfach wunderschön vor. Und das hat die Autorin auf jeden Fall geschafft: Ich habe mich an den Ort des Buches geträumt, weil ihre geschriebenen Worte darüber einfach wunderschön waren. Auch die Gemeinschaft der Charaktere hat mich sehr berührt. Es war sehr schön, diesen Zusammenhalt beim Lesen zu erleben. Auch die Familiengeschichte von Lena fand ich schön. Im Mittelpunkt davon: ihre Großmutter. Sehr gerne hätte ich mehr davon gelesen. Und hier komme ich nun auch schon zu meinen Kritikpunkten… Beziehungsweise zu meinem (großen) Kritikpunkt und das ist die Hauptprotagonistin Lena. Im gesamten Verlauf der Geschichte spielt sie natürlich die Hauptrolle, dennoch habe ich das Gefühl, sie gar nicht wirklich kennenzulernen. Sie wird definiert durch ihre Beziehungen und einzig allein dadurch, die Beziehung zu ihrer Oma, die sie aufgrund ihrer Probleme und ihrer Beziehung zu Freund Mats schleifen gelassen hat. Dann wird klar, dass besagter Mats nicht der Richtige ist, aber ihre Jugendliebe Jacob könnte es sein…sie ist sich sicher, dann doch nicht und ist schon eine sehr verletzliche Seele, die mir vor allem gegen Ende des Buches etwas unsympathisch wurde. Ich konnte ihren Charakter eigentlich einfach nicht wirklich greifen. Und obwohl ich das Buch wirklich toll fand, passiert mir darin zu viel. Vor allem die „Geheimnisse“ der Großmutter werden erst stark in den Mittelpunkt gestellt und dann extrem schnell abgehandelt. Weil mich das Buch aber dennoch wirklich bewegt hat, gebe ich vier Sterne. Es war … honigsüß 🍯









