
❄️ Rezension: Fuchsmädchen von Maria Grund ❄️ Wenn man den Begriff Nordic Noir mit einem einzigen Buch beschreiben müsste, dann könnte Fuchsmädchen ziemlich weit vorne landen. Auf einer schwedischen Insel wird die Leiche eines jungen Mädchens gefunden – mit einer unheimlichen Fuchsmaske. Kurz darauf geschehen weitere Morde und schnell wird klar, dass hinter den Verbrechen etwas viel Größeres steckt: alte Schuld, religiöser Fanatismus, verlassene Kinder und menschliche Abgründe. Die Ermittlungen führen tief in eine Vergangenheit voller Schmerz und Gewalt. Besonders stark fand ich die Atmosphäre. Dieses kalte, düstere, trostlose Schweden ist hier nicht nur Kulisse, sondern fast schon eine eigene Figur. Gleichzeitig greift der Fall emotional sehr an, weil es um Kinder geht, um das Ausgesetztsein und darum, wie tief Verletzungen aus der Kindheit nachwirken können. Auch die beiden Ermittlerinnen Sanna Berling und Eir Pedersen sind hochinteressant. Beide tragen schwere Traumata mit sich herum und wirken dadurch manchmal schwer greifbar und distanziert. Gerade das machte sie aber auch spannend. Vor allem Sannas Vergangenheit und ihre Verluste hängen wie ein Schatten über der gesamten Geschichte und beeinflussen den Fall auf bedrückende Weise. Der Roman war für mich allerdings nicht immer leicht zu lesen. Manche Passagen wirkten schwer und mühsam, teilweise fast erdrückend. Deshalb hat das Buch von mir „nur“ dreieinhalb Sterne bekommen. Aber je länger ich darüber nachdenke, desto mehr bleibt davon hängen. Die psychologische Zeichnung der Figuren ist wirklich stark und die Geschichte entwickelt eine unangenehme Sogwirkung. Und genau deshalb bin ich neugierig genug, die Reihe wahrscheinlich weiterzuverfolgen. ⭐️⭐️⭐️✨























































