Spannende Geschichte, die überragend als Hörspiel inszeniert wurde
Odyssee ist die grandiose Heldenreise des Odysseus nach Homer aus der griechischen Mythologie.
Dieses Hörspiel ist wirklich überragend inszeniert durch die diversen Hintergrundgeräusche, die den Verlauf der Story mit tragen und die Zuhörenden vollkommen in die Szenen hineinzieht.
Tolle Story, überragend aufgearbeitet, einfach eine grandiose Unterhaltung.
Odysseus:
"Das gebrechlichste Wesen von allen,
Die auf der Erde atmen und kriechen,
Ist und bleibt der Mensch.
Solang es ihm gut geht,
Glaubt er, es könne ihm nie ein Unfall
Oder ein Unglück begegnen.
Aber die Götter legen dann doch eines Tages
Schweres, schmerzliches Leid in sein Leben,
Und er muss es ertragen, ob er will oder nicht (S. 433)."
In der "Odyssee" wird die ca. 20 Jahre dauernde Heimkehr nach Ithaka des grieschichen Kriegshelden Odysseus erzählt, der im trojanischen Krieg an der Seite anderer grieschicher Helden und Herrscher wie Agamemnon, Nestor, Menelaos und Achilles gekämpft hat, um die schöne Helena zurück zu bringen. Aufgrund der Verärgerung der Götter, vor allem des Meeresgottes Poseidon, verzögert sich Odysseus Heimkehr immer weiter, während seine Frau Penelope und sein Sohn Telemach Zuhause immer mehr in Bedrängnis geraten durch jene jungen Freier, die Odysseus für tot halten und an seiner statt Penelope zur Frau nehmen wollen. Zum Glück steht die Göttin Athene an Odysseus Seite.
Dem Grunde nach war mir die Reise des Odysseus schon vor dem Lesen bekannt, gelohnt hat sich die Lektüre voller Abenteuer, Liebe, Hass, Mord und Totschlag und so vielem mehr dennoch.
Vor allem in dieser moderen Übersetzung von Christoph Schmitz-Scholemann, die sich von alten Hexameterversen befreit, aber zugleich die wunderschöne Sprache erhalten hat, war die Odysee leicht und geradezu kurzweilig.
Gefallen, haben mir die vielen sprachlichen Bilder wie "die mähnigen Pferde", der "Zaun der Zähne" oder "die Sonne lief aus dem schönen Hafen der Nacht", die wiederkehrenden Bezeichnungen der handelnden Personen als zum Beispiel "der blonde Mann Menelaos", die "blitzäugige Göttin Athene" oder "der allseits gebildete Mann Odysseus" genauso wie die Personifizierung der Morgenröte, die "mit Rosenfingern heraufkam".
Den Kopf geschüttelt, habe ich des öfteren über das ziemlich veraltete und verachtende Frauenbild in der Erzählung, gerade auch im Kontrast zu den scheinenden männlichen Helden. Is klar, Jungs!
Gelacht, habe ich dagegen über die zuweilen großartig dämlichen Entscheidungen des ach so schlauen Odysseus, die nicht wenig zur Länge seiner Irrfahrt beigetragen haben und von denen er gar nicht anders konnte, als sich in den Armen der Zauberin Circe oder der schönen Nymphe Kalypso zu erholen, der Arme.
Dennoch bleibe ich wie die Göttin Athene dem lieben Odysseus gewogen. Den Ausflug in die grieschiche Mythologie habe ich sehr genossen.
Eine hübsche illustrierte Ausgabe/ Nacherzählung der Odyssee. Recht kurz und sehr gut geschrieben , für Einsteiger wirklich top. Da ich für später noch die broschierte Ausgabe von Homer auf meinem Stapel liegen habe , war das ein guter Einstieg in die Geschichte .
Heute möchte ich euch das Epos 'Die Odyssee' von Homer vorstellen, das vermutlich im 8. bis 7. Jahrhundert v. Chr. entstanden ist. Gelesen habe ich die deutsche Übersetzung von Johann Heinrich Voß. Ein großes Dankeschön geht außerdem an @britta_buchlingreport für den gemeinsamen Buddyread.
'Die Odyssee' erzählt von der langen Heimreise des griechischen Helden Odysseus nach dem Trojanischen Krieg. Auf seinem Weg über das Meer gerät er in zahlreiche Abenteuer, begegnet fremden Völkern, gefährlichen Kreaturen und mächtigen Göttern. Gleichzeitig wartet man auf seiner Heimatinsel sehnsüchtig auf seine Rückkehr, während sich die Situation dort immer weiter zuspitzt. Odysseus muss all seine Klugheit und Ausdauer einsetzen, um die vielen Hindernisse zu überwinden. Die Geschichte verbindet spannende Reiseabenteuer mit Themen wie Heimat, Geduld und Identität.
'Die Odyssee' gilt als eines der bedeutendsten Werke der Weltliteratur und genau das merkt man dem Text auch an. Der Schreibstil und die zahlreichen Stilmittel sind faszinierend, gleichzeitig aber stellenweise wirklich anspruchsvoll zu lesen. Die Sprache wirkt sehr alt und enthält viele altertümliche Begriffe, wodurch ich beim Lesen hin und wieder den Faden verloren habe. Dank verschiedener Hilfen und Zusammenfassungen konnte ich jedoch immer wieder gut in die Handlung zurückfinden.
Trotzdem steckt das Werk voller spannender Episoden und Abenteuer rund um Odysseus, die bis heute unsere Vorstellung von Heldengeschichten prägen. Gerade deshalb ist es beeindruckend zu sehen, wie stark dieses uralte Epos noch immer nachwirkt und wie viele spätere Geschichten darauf aufbauen.
Besonders schön war für mich auch die Erinnerung daran, dass ich früher die Serie 'Mission Odyssey' auf KiKa gesehen und sehr geliebt habe. Umso gespannter bin ich jetzt darauf, im Juli auch eine Verfilmung dieses Stoffes zu sehen.
Insgesamt vergebe ich 4 von 5 Sternen, vor allem wegen der enormen Bedeutung dieses literarischen Klassikers. ✨️
Für mich ist es am Ende irgendwie ein Meisterwerk.
Ich habe mich wirklich schwer getan, in dieses Buch mich hineinzufinden. Der Stil und auch die griechische Mythologie, waren etwas fremd für mich.
Nach gewisser Zeit habe ich mich hineingefunden und es wurde von Seite zur Seite immer besser.
Es bleibt jedoch schwer erklärbar, wieso ich es als Meisterwerk sehe.
Vielleicht ist es wie bei einer schweren Wanderung, wenn ich den Gipfel erreiche und der Ausblick sich wirklich gelohnt hat und nicht nur das Gefühl, es geschafft zu haben.
Ich muss sagen, ich kann völlig verstehen, wenn andere das Buch nach wenigen Seiten weglegen und sagen, es ist nichts für sie.
Ich selbst musste mich hineinfinden und empfand einige Stunden anstrengend, bevor ich mich in die Geschichte verloren habe.
Diese Wortgewandtheit und die klare Härte der Geschichten haben mich fasziniert.
Es kann sein, dass ich AC Odyssee gespielt habe, und mir das durch die Spielebrille gut visuell vorstellen konnte. Irgendwie war ich wie im Film… ich bin echt auf den Film gespannt.
Es handelt sich um eine mythische Geschichte, die nichts mit der Realität zu tun hat.
Mir hat ChatGPT öfters geholfen, um die Figuren und Handlungen besser zu verstehen, da ich mich nicht besonders mit dem griechischen Olymp auskannte.
Das Buch ist speziell und ist für Personen zugänglicher, die bereit sind, sich der griechischen Mythologie zu öffnen. Sonst würde ich die Finger davon lassen.
Welcher Abschnitt hat euch am besten gefallen?
Ich fand die Szene in der Höhle mit dem Riesen sehr Makaber.
"Nur" Nacherzählung; wirkt als würde viel der Sprache vom Originaltext wegreduziert worden sein.
Jede 2 Seite ein KI-anmutendes Bild.
Positiv: man kann es schnell durchlesen
Sehr gelungene, angenehm geschriebene Nacherzählung eines Klassikers. Die modernen Illustrationen sind sehr stimmig und das Buch ist einfach schön gestaltet.
Richtig gute Übersetzung wodurch man das dann auch fast wie einen normalen Roman lesen kann. Ich liebe die Geschichte und werde es bestimmt auch bald mit der Ilias probieren
Die Geschichte ist interessant, aber es ist zum Teil sehr schwierig nachzuvollziehen, was genau passiert oder gemeint ist an manschen Stellen. Man verliert schnell den Faden und vorallem am Anfang, dauert erst bis man reinkommt. Das Ende des Buches, macht es wieder gut und ist dem Stress wert.
Die Odyssee hat meine Erwartungen, die durch die Ilias bereits so hoch angesetzt waren, in jeder Hinsicht erfüllt – ja, teilweise sogar übertroffen. Wie schon bei der Ilias habe ich die deutsche Prosa-Übertragung von Karl Ferdinand Lempp gewählt, und auch hier gilt: Die Sprache ist oft archaisch und gelegentlich sperrig, zugleich aber von einer eigentümlichen Authentizität, die den Text nicht entstellt, sondern ihm eine zusätzliche Schwere und Würde verleiht.
Inhaltlich war die Odyssee für mich ein durchweg fesselndes und spannendes Leseerlebnis. Besonders faszinierend fand ich, wie sehr dieses Werk bis heute in unser modernes Leben hineinwirkt: Viele Begriffe und Wendungen – von „Argusaugen“ über „Mentor“ und „Ödipus-Komplex“ bis hin zum „Bezirzen“ und zur „Sisyphus-Arbeit“– sind uns selbstverständlich, ohne dass uns ihre Überlieferungsgründe bewusst ist. Es wird einem beim Lesen eindrücklich klar, warum die Odyssee als eines der zentralen Werke der Weltliteratur gilt.
Auch die Struktur hat mich nachhaltig beeindruckt. Dass die ersten Gesänge die eigentliche Irrfahrt schildern, während der zweite große Teil von Odysseus Heimkehr, seinem verdeckten Dasein und schließlich von der dramatischen Auseinandersetzung mit den Freiern bestimmt ist, empfand ich als unerwartet spannend und moralisch vielschichtig. Die Mischung aus Heimkehrdrama, Täuschung und Vergeltung ist von zeitloser Wucht. Unerwartet modern wirken auch die erzählerischen Techniken: Rückblenden und eingeschobene Berichte schaffen eine Vielstimmigkeit, die man sonst eher mit moderner Literatur verbindet.
Besonders berührend war es, in der Unterweltszene auf vertraute Figuren aus der Ilias zu treffen, etwa Achilles und Patroklos. Diese Verknüpfung beider Epen verstärkt das Gefühl, dass man hier nicht nur eine Geschichte liest, sondern tief in einen ganzen Kosmos aus Mythos, Kultur und Moral eintaucht.
Alles in allem ist die Odyssee für mich eine wunderbar zeitlose, moralisch fordernde Lektüre voller Mythenreichtum und von bleibender Aktualität.
Die Geschichte war trotz ihres Alters spannend und sehr interessant.
Ein Stern Abzug muss ich jedoch geben da wie es geschrieben ist doch sehr anstrengend ist zu lesen.
Man merkt hier natürlich eindeutig das Alter.
Trotzdem eine Empfehlung von mir.
Das Buch ist der absolute Wahnsinn. Die Übersetzung ist sehr gut gelungen und verwandelt den Text in eine toll lesbare Prosa. Die Odyssee zeigt, dass die Menschen vor fast 3000 Jahren die gleichen menschlichen Probleme, Gefühle und Nöte hatten, wie wir „modernen“ Menschen. Gleichzeitig ist es eine Geschichte voll Abenteuer und Ideenreichtum. Empfehlenswert!
Diese illustrierte Nacherzählung der Odysee hat mir wirklich gut gefallen.
Das Werk an sich ist ein Meisterwerk und absolut lesenswert - auch in dieser komprimierten Form sehr empfehlenswert.
Ein Klassiker, den ich jetzt gelesen habe.
Es lag sicher an der Übersetzung, aber während ich den Inhalt der Geschichte gut fand (und aus diversen Mythologie-Adaptionen wiedererkannt habe), mochte ich den Schreibstil eher weniger.
Wie in meiner Bewertung zur Ilias in der Übersetzung von Lempp, kann ich nur wiederholen, dass diese sehr gelungen ist.
Das Buch handelt von Odysseus, der nach dem 9 jährigen trojanischen Krieg und nach 10 Jahren Irrfahrt, im zwanzigsten Jahr nach Ithaka, seiner Heimat zurückkommt. Diese findet er in einem desaströsen Zustand vor: 60-70 Freier werben um seine Frau und leben einen hedonistischen Lebensstil und zehren am Gut des „göttlichen Dulders“ Odysseus.
Wie er mit den Freiern umgeht und wie seine Irrfahrt genau verlief wird in dem Buch noch einmal genau erklärt. Sonst finde ich die Geschichte super.
Die Übersetzung ist auch ohne Metrum und Verse, sondern einfach eine literarische Übersetzung von Homer, damit das Buch einfach zu lesen ist. Somit ist das Buch auch für Menschen gedacht, die die Odyssee in einem nicht-akademischen Rahmen lesen wollen.
Ich habe dort leider einen Rechtschreibfehler gefunden, und das gehört nicht in ein solch wichtiges Buch! Deshalb auch nur 3,5 Sterne insgesamt von mir.
Sicherlich ein schweres Buch, sprachlich und inhaltlich. Natürlich muss man da das Alter und die Tatsache berücksichtigen, dass es eigentlich zum Vorspielen geschrieben wurde.
Ich selbst fand die Story äußerst brutal, also jeder moderne Psychothriller ist dagegen nichts. Gefühlt ständig ging es um Mord und Totschlag und mir war es einfach auch manchmal in zu viel Einzelheiten beschrieben. Der Handlungsstrang Krieg und die Heimkehr mag ja ganz nett sein, aber ich glaube nochmal brauche ich dieses Buch nicht.
Mag sein das ich ein Kultur Banause bin aber ich fand's einfach anstrengend zu lesen.
Ich habe allerdings eine Version von 1958 vorliegen.
Die Odyssee ist ein weiteres Epos des griechischen Dichters Homers und berichtet von dem verzweifelten Versuch des Königs von Ithaka, Odysseus, nach dem Ende trojanischen Krieges in seine Heimat zurückkehren. Doch die Heimfahrt entpuppt sich schnell als wahnwitzige Irrfahrt durch das Meer mit phantastischen Begegnungen und Völkern der antiken griechischen Welt. Während Odysseus viele Jahre auf See zubringen muss, schlagen sich sein Sohn und seine Frau mit hämischen Freiern rum, die letztere und Odysseus Besitztum an sich reißen wollen.
Es macht immer wieder Spaß zu den homerischen Werken der Antike zurückzukehren, denn sie sind, besonders in den Prosafassungen, spannend, unterhaltsam und besonders zeitlos.
Die Übersetzung von Steinmanns "Odyssee" hat mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen. Die Geschichte selbst, obwohl zweifellos ein Klassiker, konnte mich leider nicht vollends fesseln. Die Handlung zieht sich an manchen Stellen etwas, und das Gesamtwerk erinnert mich stark an den Lateinunterricht, was meinem Lesevergnügen nicht gerade zuträglich war.
Was das Buch jedoch deutlich aufwertet, sind die umfassenden Anmerkungen und Namenserklärungen am Ende des Buches. Diese sind nicht nur informativ, sondern auch sehr hilfreich, um die komplexen Zusammenhänge und kulturellen Referenzen besser zu verstehen. Insgesamt bietet Steinmanns Übersetzung somit eine solide, wenn auch nicht übermäßig spannende Lektüre, die besonders durch ihre gut recherchierten Zusatzinformationen überzeugt.
Die Odyssee lege ich jeden Geschichtsinteressierten nahe. Es ist eine super schöne Geschichte, halber Stern weniger da ich es fürs Studium als Pflicht lesen musste😂
1,5 / 5 Sterne
Tatsächlich habe ich deutlich mehr von dem Buch erwartet. Die Abenteuer von Odysseus weisen viel Potenzial für Spannung auf, allerdings nehmen diese Ereignisse (zum Beispiel Circe oder der Zyklop) nur einen winzigen Bruchteil des Buches ein und werden sogar nur im Nachhinein erzählt. Stattdessen steht die Rache an den Freiern im Mittelpunkt, was ich sehr langweilig und zum Teil auch zu blutrünstig fand. Allgemein fand ich Odysseus gar nicht sympathisch. Außerdem gab es sehr viele Fehler im Buch - teilweise wurden manche Passagen doppelt gedruckt. Dafür haben mir immerhin die Illustrationen gut gefallen.
3,5/5
Ich habe schon oft gehört, dass man entweder eine Odyssee oder eine Ilias-Person ist, aber nicht beides. Damals habe ich mich noch hartnäckig gegen diese Behauptung gewehrt. Beide Geschichten haben ihre Reize und fantastischen Charaktere. Ich hatte bereits die Ilias gelesen, liebte es und es gab keinen Grund ein Epochs mit Odysseus im Mittelpunkt nicht zu lieben.
Leide habt die allgemeine Meinung aber Recht behalten. Während ich die Ilias durch und durch mochte, fand ich die Odyssee aus irgendeinem Grund zäh und Odysseus, eigentlich einer meinen liebsten griechischen Helden, erscheint mir im Original wenig gewitzt.
Allein das Nachwort, um das Gesamtwerk in dieser Bedeutung richtig einordnen zu können und die fantastische Übersetzung an sich, lassen mich über meine Enttäuschung hinwegsehen.
Die Odyssee von Homer ist der erste Klassiker den ich mir außerhalb des damaligen Deutschunterrichtes freiwillig "antuhe".
Trotz Bedenken hab ich mich erstaunlich schnell an die altertümliche Sprache gewöhnt und dann lässt sich das Buch sehr gut lesen.
Die vielen Namen sind jedoch etwas verwirrend, deswegen ist die dem Buch angehängte Figurenliste sehr praktisch.
Außerdem ist es hilfreich ein paar Vorkenntnisse zum Thema griechische Mythologie zu haben.
Eine Empfehlung an jeden der sich an klassischer Literatur probieren und den Ursprung des berühmten "Hammelsprungs" auf dem Grund gehen will.
Viel brauche ich zu diesem Klassiker nicht zu sagen.
Die Versen und Gesänge waren flüssiger zu lesen als erwartet. Das mag auch daran liegen, dass hier nicht gereimt wurde was meist nicht mein Fall ist und weshalb ich mit Goethe & Co. auch leider meine Probleme habe.
Die Geschichte selbst war spannend, allerdings gab es immer wieder Längen in denen nichts passiert ist außer Opferfeste mit Essen, Trinken und viel Gesäusel. Diese Passagen haben für etwas Langeweile gesorgt.
Ebenfalls unerwartet, fand ich das Büchlein auch durchaus witzig. Diese ach so starken griechischen Helden, die sich gegenseitig Komplimente in Dauerschleife machen und wirken als ob sie furchtbar ineinander verknallt sind. Oder der heldenhafte Odysseus der heulend am Strand sitzt, weil er nicht nach Hause darf. Die Darstellung der Frauen, der verführerischen Circe, Kalypso oder die treue Ehefrau Penelope sind natürlich sehr klischeehaft. Aber die griechische Mythologie ist nun mal nicht sonderlich menschenfreundlich ;)
Ein lesenswerter Klassiker dessen Bedeutung für die nachfolgende Literatur unbestreitbar ist.
Zurecht ein schwieriges Epos der Weltliteratur, das bereits Erzähltraditionen aufweist, die im Mittelalter fortgesetzt werden und bis heute bestand haben.
In 24 Gesängen wird Odysseus eines Jahr der Heimkehr nach Ithaka beschrieben.
In den ersten vier Gesängen wird über O.s weiteres Schicksal unter den Göttern beratschlagt, danach treffen wir "den gottgleichen" wie er heulend an der Küste von Kalypsos Insel sitzt und Heimweh hat...
Er darf auf Geheiß der Götter wieder nach Hause, muss auf der Insel der Phäaken seine vielen Abenteuer in 3 Gesängen erzählen, muss danach noch einmal durch die Unterwelt, beschaut sich Orakel von Vögeln und alten Greisen, die dem Meer entsteigen... danach wird sehr viel geredet, geplant und gemordet.
Zwischendrin zieht es sich extrem, bei wenig Handlung.
Ausschweifende Berichte über festliche Essen, übertriebene Opfergaben (80 Stiere bspw.) für die Göttergunst und ständiges Händewaschen und Schlafen strecken das Werk extrem.
Episches Großwerk mit vielerlei Hürden.
Wenn man bereits mittelalterliche VersEpen kennt, erleichtert es einem das Lesen.
Empfehle daher eher eine Prosafassung der Odyssee, statt das übersetzte Werk im Hexameter.