Ganz schön für Zwischendurch
Das Buch ist mir empfohlen worden. Ich kann nicht genau sagen was es war, aber es hat mich berührt.
Ganz schön für Zwischendurch
Das Buch ist mir empfohlen worden. Ich kann nicht genau sagen was es war, aber es hat mich berührt.
Gutes Buch mit Tiefgang und doch leicht zu lesen. Über Lebenswege, die sich in jedem Alter komplett verändern können , über Sinn und Unsinn, Kunst und Lebenskunst, Zwischendurch harte Szenen, nichts für sehr zart besaitete aber auch humorvolle Szenen. Trotz der nur 319 Seiten umfangreich vom Inhalt. Ein Buch für ein langes Wochenende …
DNF nach 45 % In der Stadtbücherei habe ich einfach mal blind nach diesem Buch gegriffen, da das Hauptthema des Romans gemäß des Klappentextes eigentlich nicht uninteressant klang und teilweise auf meine Person auch zutraf. Die Protagonistin Rebecca hat einen beruflichen Rückschlag und war aufgrund ihres Alters gezwungen, ihr Leben zu überdenken. Sie entscheidet sich für eine Auszeit auf dem Land und flieht aus NY. Also ein klassisches Aussteigerthema. Also da kann man was draußen machen. Aussteiger sind meist freiheitsliebende Menschen, die wissen, was sie wollen, bzw. die sich selbst zu helfen wissen. Rebecca ist das Gegenteil. Sie mietet sich blauäugig die erstbeste Bruchbude ohne sie vorher besichtigt zu haben. Sie braucht einen Handwerker, in den sie sich verliebt (ohne das da natürlich irgendetwas versautes passiert, das will man der weißen wohlhabenderen puritanischen Zielgruppe in den Staaten dann doch nicht zumuten). Wer hier 50 Shades of Grey in der ruralen Version erwartet wird enttäuscht. Das Schlimmste aber an dem Buch ist die Einstellung von Rebecca zur Arbeit. Sie verliert also ihr Ansehen als Starfotografin in NYC, der ätzende Ex-Machoehemann ist weg und sie hat Angst "arm zu werden". Dieser Armutsbegriff wird mehrfach in der ersten Hälfte verwendet, und das ist ein Schlag ins Gesicht von allen Menschen, die wirklich unter der Armutsgrenze leben müssen. Rebecca hat nämlich nur das Problem, dass sie nicht mehr für 100 $ dinieren gehen kann. So etwas verdammt versnobtes habe ich lang nicht mehr gelesen. Ich finde nicht, dass man Sympathie zwangsläufig mit einer Figur eines Romans schließen muss, um das Werk zu mögen. Meine Abneigung gegen diese Tussi wurde aber immer größer, so dass auch kein Unterhaltungswert im Trash-Sinne mehr vorhanden war. Furchtbar. Aufgeregt hat mich auch der deutsche Verlag Droemer, der natürlich dem Buch für den heimischen Markt einen neuen Titel und Aussehen geben musste. "Stilleben mit Brotkrumen" heißt das Buch im Original. Was denkt sich der deutsche Verlag? Dieser Titel klingt eher nach einer Biografie von Jan Vermeer, da muss etwas zum angesagten Thema Aussteigen hin. Ein Jahr auf dem Land wird dann noch umrahmt durch ein paar Bio-Boskop-Äpfel, wobei der aufgeschnittene Apfel am unteren Bildrand Agilität, Gesundheit und Abenteuerlust versprüht. Abgelichtet wird das Ganze dann noch vom Cheffotografen der LandLust und schon lechzt die Zielgruppe in völlig falscher Erwartung an das Buch. Statt Abenteuerlust bekommt man dann so eine affektierte Möchtegern-Künstlerin vorgesetzt, die sich nach ein paar Tagen sehnsüchtig an die gusseiserne Pfanne aus der heimischen Designerküche zurücksehnt. Die Frau ist echt arm, nicht im Geld, aber im Geiste.
DNF nach 45 % In der Stadtbücherei habe ich einfach mal blind nach diesem Buch gegriffen, da das Hauptthema des Romans gemäß des Klappentextes eigentlich nicht uninteressant klang und teilweise auf meine Person auch zutraf. Die Protagonistin Rebecca hat einen beruflichen Rückschlag und war aufgrund ihres Alters gezwungen, ihr Leben zu überdenken. Sie entscheidet sich für eine Auszeit auf dem Land und flieht aus NY. Also ein klassisches Aussteigerthema. Also da kann man was draußen machen. Aussteiger sind meist freiheitsliebende Menschen, die wissen, was sie wollen, bzw. die sich selbst zu helfen wissen. Rebecca ist das Gegenteil. Sie mietet sich blauäugig die erstbeste Bruchbude ohne sie vorher besichtigt zu haben. Sie braucht einen Handwerker, in den sie sich verliebt (ohne das da natürlich irgendetwas versautes passiert, das will man der weißen wohlhabenderen puritanischen Zielgruppe in den Staaten dann doch nicht zumuten). Wer hier 50 Shades of Grey in der ruralen Version erwartet wird enttäuscht. Das Schlimmste aber an dem Buch ist die Einstellung von Rebecca zur Arbeit. Sie verliert also ihr Ansehen als Starfotografin in NYC, der ätzende Ex-Machoehemann ist weg und sie hat Angst "arm zu werden". Dieser Armutsbegriff wird mehrfach in der ersten Hälfte verwendet, und das ist ein Schlag ins Gesicht von allen Menschen, die wirklich unter der Armutsgrenze leben müssen. Rebecca hat nämlich nur das Problem, dass sie nicht mehr für 100 $ dinieren gehen kann. So etwas verdammt versnobtes habe ich lang nicht mehr gelesen. Ich finde nicht, dass man Sympathie zwangsläufig mit einer Figur eines Romans schließen muss, um das Werk zu mögen. Meine Abneigung gegen diese Tussi wurde aber immer größer, so dass auch kein Unterhaltungswert im Trash-Sinne mehr vorhanden war. Furchtbar. Aufgeregt hat mich auch der deutsche Verlag Droemer, der natürlich dem Buch für den heimischen Markt einen neuen Titel und Aussehen geben musste. "Stilleben mit Brotkrumen" heißt das Buch im Original. Was denkt sich der deutsche Verlag? Dieser Titel klingt eher nach einer Biografie von Jan Vermeer, da muss etwas zum angesagten Thema Aussteigen hin. Ein Jahr auf dem Land wird dann noch umrahmt durch ein paar Bio-Boskop-Äpfel, wobei der aufgeschnittene Apfel am unteren Bildrand Agilität, Gesundheit und Abenteuerlust versprüht. Abgelichtet wird das Ganze dann noch vom Cheffotografen der LandLust und schon lechzt die Zielgruppe in völlig falscher Erwartung an das Buch. Statt Abenteuerlust bekommt man dann so eine affektierte Möchtegern-Künstlerin vorgesetzt, die sich nach ein paar Tagen sehnsüchtig an die gusseiserne Pfanne aus der heimischen Designerküche zurücksehnt. Die Frau ist echt arm, nicht im Geld, aber im Geiste.
Sehr amerikanisch aber nicht schlecht. Sollte meine Bibliothek da noch mehr in der Onleihe haben werde ich nochmals zuschlagen
Eine schöne, entspannte Geschichte die den Leser in eine Vorort von New York entführt.
Rebecca Winter ist Fotografin, sogar eine berühmte. Allerdings hat sie schon lange nichts neues mehr erfolgreich auf den Markt gebracht und so vermietet sie ihre Wohnung in New York und zieht aufs Land in ein kleines baufälliges Haus. Dort hofft sie nicht nur genügend Geld zu sparen um ihren finanziellen Verpflichtungen weiter nachkommen zu können, sondern auch wieder Inspiration zu finden. Und sie findet nicht nur das, sondern auch neue Freunde. Anna Quindlen gelingt es ein Wohlfühlbuch zu schreiben über Umstände, die gar nicht zum Wohlfühlen sind. Das Haus in das Rebecca einzieht ist eher ungemütlich, dunkel und lässt sich schlecht heizen. Noch dazu hat sich ein Waschbär auf dem Dachboden eingenistet. Und trotzdem hat das Buch etwas sehr heimeliges. Ich fand es schön die aufkommende Beziehung zu Jim zu verfolgen und auch ihre Freundschaft zu Sarah. Durch eingeschobene Rückblicke wird klar, wie Rebecca zu ihren Eltern steht, wie sie mit ihrem Sohn Ben zurechtkommt und welche Rolle ihr Ex-Mann Peter in ihrem Leben steht. Mir hat das Buch mit seiner ruhigen Erzählweise sehr gut gefallen. Es jagt nicht von einer Aufregung zur nächsten sondern fließt langsam und stetig dahin. Am Ende war ich durchaus traurig, Rebecca und Jim zu verlassen. Ich hätte sie gerne noch weiter begleitet. Von mir daher eine Leseempfehlung für dieses warmherzige Buch.