
Eine absolute Empfehlung für jedes Bücherregal, egal ob für groß oder klein. Es sollte auch in jeder Bibliothek zu finden sein, denn das führt die Idee von Jella Lepmann weiter.
Ich bin absolut von dem Buch begeistert. Eine absolute Empfehlung für jedes Bücherregal, egal ob für groß oder klein. Dieses Buch behandelt das Leben von Jella Lepman, die von 1891 bis 1970 gelebt hat und nach dem zweiten Weltkrieg die internationale Jugendbibliothek gegründet hat. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 ist sie ins Exil gegangen und nach dem 2. Weltkrieg als US-Armee-Beraterin für Frauen- und Jugendfragen nach Deutschland zurück gekehrt ist. Als Autorin und Journalistin war ihr die Macht der Bücher bekannt und sie hat angefangen Kinder- und Jugendbücher aus der ganzen Welt zu sammeln und die Wanderausstellung der internationalen Jugendbibliothek zu gründen, die heute im Schloss Blutenburg in München untergebracht ist. Das Cover empfinde ich als sehr schön, aber auch etwas altmodisch. Ich hoffe sehr, dass diese altmodische Gestaltung die Leserschaft nicht abschreckt, denn es ist ein wunderschönes Buch. Die Illustrationen werden durch Originalfotografien ergänzt und bilden eine sehr schöne Symbiose. Empfohlen ist dieses Buch ab 10 Jahre, dafür erinnert mich das Format aber zu sehr an ein (Kinder-)Bilderbuch. Irgendwie finde ich es dadurch schwer einzuordnen. Meine Empfehlung wäre fast es gemeinsam zu lesen bei kleineren Kindern, aber ein 10-jähriges Kind wird voraussichtlich nicht selber nach dem Buch greifen, da es zu sehr wie ein Bilderbuch erscheint, was ich etwas schade finde. Die Nachkriegszeit wird natürlich in gewisser Weise dargestellt, aber ich finde es kindgerecht. Ich selber habe keine Kinder, aber ich denke, man sollte da schon reflektieren, ob das eigene Kind das schon verstehen kann. Hier wären wir wieder beim gemeinsamen Lesen. Die Biographie von Jella Lepmann ist aber sehr beeindruckend und es ist so schön was sie da geschaffen hat mit der internationalen Jugendbibliothek. Ich kann mir vorstellen, dass dies zu dieser Zeit eine unglaublich wichtige Einrichtung war, die den Kindern wahrscheinlich mehr gebracht hat als viele weiter Hilfsangebote. Die Kinder durften nicht nur Bücher lesen oder betrachten in der Jugendbibliothek, sondern hatten einen sicheren Ort, an dem sie sich treffen konnten, malen durften und sich selber entdecken durften. Das hat dieses Buch sehr gut vermittelt. Fazit: Ich bin absolut von dem Buch begeistert. Es ist so schön illustriert und mit Originalbildern kombiniert. Eine absolute Empfehlung für jedes Bücherregal, egal ob für groß oder klein. Es sollte auch in jeder Bibliothek zu finden sein, denn das führt die Idee von Jella Lepmann weiter.


