
Interessante Lektüre über Frauen und ihren Weg zum Gärtnern
Die Journalistin Alice Vincent möchte verstehen, was Frauen dazu bewegt zu Gärtnern. Viele haben doch eigentlich schon genug andere Aufgaben und trotzdem gehen sie raus, graben die Erde um, Säen und Beschneiden die Pflanzen. Sie erstellt eine Liste von Frauen, die sie bewundert und mit denen sie gerne sprechen möchte – über das Leben und über das Gärtnern. So sammelt sie sehr persönliche und berührende Lebensgeschichten von Frauen zwischen 22 und 82 Jahren. Das Buch führt nach England, Schottland, Frankreich, zu Cottages in Rosengärten, zu Kräutergärten und Sozialarbeitsprojekten. Und sie spürt den Gründen für das Gärtnern nach, wozu postnatale Depression, Verlust, Trauer, Migration, Identitätssuche und Mutterschaft gehören. 🌸 Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut, da ich mich vor allem seit letztem Jahr sehr für den Garten interessiere. Letzten Herbst kamen Zwiebeln ins Beet - „Wenn ich im Frühling etwas Farbe sehen wollte, musste ich im Herbst Blumenzwiebeln setzen.“ Wie recht Alice Vincent hat. Manche von den Geschichten der Frauen waren wirklich sehr interessant, andere konnte man ganz gut querlesen. Ich musste mich konzentrieren, um wen es denn momentan ging, die jeweilige Frau oder die Autorin selbst. Da fand ich den Aufbau nicht so gelungen. Außerdem gab es viele Wiederholungen, so drehte es sich z.B. oft um die Frage, ob man Mutter werden sollte. Und ich hatte das Gefühl, dass die Themen Klimawandel und LGBTQ auf biegen und brechen einbezogen werden mussten. Aber es wurde sehr schön herausgearbeitet, warum die Frauen Gärtnern bzw. wie sie dazu gekommen sind und die Beschreibungen der Gärten haben mir gefallen. 🌱 Interessante Lektüre über Frauen und ihren Weg zum Gärtnern
