Die Stickerin
Eine faszinierende Lebensgeschichte. Von einem kleinen Dorf in der Schweiz nach New York.
Die Stickerin
Eine faszinierende Lebensgeschichte. Von einem kleinen Dorf in der Schweiz nach New York.

Maria Antonia Räss - Stickkünstlerin aus Appenzell - in New York
Wie konnte eine einfache Stickkünstlerin aus Appenzell die Herzen von Walt Disney und Coco Chanel gewinnen und ein Geschäftsimperium in New York aufbauen? Margrit Schriber nimmt uns in ihrem Roman mit auf die Spuren von Maria Antonia Räss, einer beeindruckenden Schweizer Pionierin des 20. Jahrhunderts. Der Roman beginnt mit einer Erbschaftsverhandlung im Appenzeller Rathaus. In Rückblenden entfaltet sich das beeindruckende Leben von Maria Antonia Räss, die mit nichts als ihrem Talent und ihrer Entschlossenheit nach New York reist. Dort wird sie zur erfolgreichen Unternehmerin und führt ein florierendes Broderiehaus im Rockefeller Center. Dennoch bleibt die Verbindung zu ihrer Heimat, dem Appenzell, spürbar. Die Geschichte hat mich fasziniert, besonders die authentische Darstellung der Protagonistin und ihrer Herausforderungen. Der Roman vermittelt nicht nur das Porträt einer Pionierin, sondern gibt auch spannende Einblicke in die Kultur und Geschichte des Appenzells. Der Sprachstil jedoch war für meinen Geschmack etwas spröde und liess stellenweise Lebendigkeit vermissen. Auch hätte ich mir gewünscht, dass die Grenzen zwischen Fiktion und Wahrheit deutlicher gekennzeichnet werden. Ein inspirierender Roman für alle, die sich für starke Frauenfiguren, Schweizer Kultur und ein Stück Geschichte des 20. Jahrhunderts interessieren.