Wirkt etwas fahrig. Einzelne Figuren werden nur angetippt, aber nicht ausgeführt (die Filmschauspielerin etwa, die mit dem Bandenboss liiert ist oder der Chef der konkurrenzierenden Polizeistelle). Gilt auch für Schauplätze (die Beiz, die ein Inspektoren-Ehepaar übernimmt). Untypisch für Simenon. Zwischendurch wird es sogar richtig langweilig, dann wenn Maigret auf die Jagd geht und tagelang beschattet. Trotzdem lese ich diesen längsten aller Maigret-Romane gerne, es passiert immer wieder etwas. Die fiesen Kerle der Tschechen-Bande sind gute Gegenspieler, auch wenn sie ziemlich rassistisch beschrieben werden ("wie wilde Tiere"). Schöne Momente, wie zum Beispiel jener, in dem Maigret krank zu Hause bleibt und erst durch die Arbeit wieder aktiviert wird.
3. Aug.Aug 3, 2023
Maigret und sein Toterby Georges SimenonKampa Verlag
