Ich dachte wirklich, ich hätte es durchschaut…
Mehr als einmal hatte ich einen Täter im Kopf und war überzeugt: Jetzt weiss ich es. Und jedes Mal lag ich falsch. Über fast 400 Seiten bleibt die Spannung konstant hoch. Man tappt bis zum Schluss im Dunkeln und genau das liebe ich an einem guten Krimi. Die Auflösung hat mich überrascht, ohne konstruiert zu wirken. Giulia de Medici und Tjalda Hoekstra sind für mich das Herzstück der Geschichte. Beide knallhart, ehrgeizig und intelligent, und trotzdem menschlich und herzlich. Diese Mischung macht sie glaubwürdig und stark. Der Schreibstil ist flüssig und treibend, ohne Längen oder unnötige Ausschweifungen. Man bleibt dran, weil man wissen will, wer es war. Ob in Chur, der Region oder wie hier mit einem Ausflug nach Ostfriesland – Philipp Gurt versteht es, Atmosphäre zu schaffen. Für mich ganz klar 5 Sterne. Ein Krimi, den ich kaum aus der Hand legen konnte.
