🇨🇦 WAS, WENN DIE VERHASSTESTE PERSON IM DORF ERMORDET WIRD? 🇨🇦
Letztes Jahr habe ich diese Reihe für mich entdeckt und nun endlich den 2. Band gelesen. Wieder hat mich das Dorf Three Pines und seine BewohnerInnen für sich gewinnen können. Zwar bin ich zwischendurch aufgrund der vielen Charaktere durcheinander gekommen, aber ich bin sehr neugierig, was die Reihe noch zu bieten hat!
Besser als der erste Band, atmosphärisch und zwischenzeitlich erstaunlich spannend, obwohl erfahrene Krimi-Leserinnen den Braten wahrscheinlich schnell riechen. Einiges bleibt am Ende offen.
Ein unterhaltsamer und atmosphärischer Kriminalroman für alle, die Cosy-Krimis mögen und/oder die passende Lektüre für gemütliche Winterabende suchen.
Der erste Band der Gamache-Reihe (“Das Dorf in den roten Wäldern”) hat mir Lust gemacht auf mehr.
Die Autorin nimmt sich wie im ersten Band viel Zeit uns den malerischen Ort Three Pines vorzustellen und uns dort ankommen zu lassen und vermag es dann geschickt Spannung aufzubauen. Diesmal, mehr als ein Jahr später, während der Weihnachtszeit, ist das idyllische Dorf Three Pines mit einer dicken, weißen Schneedecke bedeckt. Einer der Höhepunkte der Dorfgemeinschaft während der Weihnachtstage ist das Curling-Turnier. Während alle gebannt auf die Eisbahn schauen, passiert ein Mord. So wird erneut Chief Inspector Armand Gamache, Leiter der Mordkommission der Sûreté du Québec, beauftragt den mysteriösen Mordfall aufzuklären. - Gamache ist durch seine ruhige, kluge und bedachte Art eine sympathische Figur. Neben Gamache tauchen auch andere Figuren aus dem ersten Band wieder auf. Gleichzeitig zu den laufenden Ermittlungen wird Bezug genommen auf den Fall Arnot, in dem Gamache aus persönlicher Überzeugung eine Entscheidung getroffen hat, die die Provinzpolizei von Québec in zwei Lager gespalten hat. Vermutlich erfahren wir im dritten Band mehr darüber und auch über die irritierende Figur Agent Yvette Nichol.
Beim zweiten Teil der Gamache Reihe wurde ich nicht enttäuscht. 🥰
Ein äußert angenehmer Schreibstil der Autorin lässt die Geschichte lebendig und warm erscheinen. Der Mordfall ist wieder sehr äußert spannend und natürlich gibt es wieder einige Wendungen.
*Tief eingeschneit* führt erneut nach Three Pines, dieses scheinbar idyllische Dorf mitten in den kanadischen Wäldern, das zur Weihnachtszeit noch abgeschiedener wirkt als sonst. Während der Ort unter einer dicken Schneedecke liegt und der Winter alles erstarren lässt, beginnt der Roman zunächst überraschend ruhig. Inspector Armand Gamache verbringt – wie jedes Jahr – den zweiten Weihnachtstag mit seiner Frau Reine-Marie in seinem Büro, wo sie bei Truthahn-Sandwiches alte, ungelöste Fälle durchgehen. Diese fast schon behagliche Routine wird jedoch jäh unterbrochen, als ein neuer Mordfall auftaucht.
In Three Pines wurde während eines Curling-Wettbewerbs ein Mensch ermordet – mitten auf einem zugefrorenen See, umgeben von Dorfbewohnern, die angeblich alle nichts gesehen haben wollen. Parallel dazu stößt Gamache eher zufällig auf einen Mord an einer obdachlosen Frau, der zunächst weit entfernt scheint, aber möglicherweise mit den Geschehnissen in Three Pines zusammenhängt. Gemeinsam mit einem neuen, jungen Kollegen, Lemieux, nimmt Gamache die Ermittlungen auf und kehrt zurück in das Dorf mit seinen exzentrischen, schrulligen Bewohnerinnen und Bewohnern, die erneut eine zentrale Rolle spielen.
So zumindest die Ausgangslage – und in der Theorie klang das für mich durchaus spannend. In der Praxis hatte ich allerdings große Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden. Da ich vom ersten Band nahezu alles vergessen hatte, waren mir zwar einige Namen noch vage bekannt, aber ohne wirkliche Erinnerung oder emotionale Anbindung. Gerade zu Beginn wirkte der Roman auf mich sehr sprunghaft. Szenen wechselten, ohne dass ich sie immer gut einordnen konnte, und ich hatte mehrfach das Gefühl, etwas Entscheidendes verpasst zu haben.
Erst ab etwa Seite 82, als Gamache aktiv in den aktuellen Mordfall einsteigt und die Verbindung zwischen den verschiedenen Ermittlungssträngen klarer wird, kam ich etwas besser in die Handlung. Die Frage, ob und wie der Mord an der obdachlosen Frau mit dem Verbrechen in Three Pines zusammenhängt, hat bei mir zumindest kurz Neugier geweckt. Inhaltlich war das der Punkt, an dem ich das Gefühl hatte: Jetzt könnte es endlich losgehen.
Dieses Gefühl hielt allerdings nicht lange an. Die Dorfbewohner von Three Pines sollen vermutlich erneut als liebenswert-schrulliges Ensemble funktionieren, doch genau das wollte bei mir nicht zünden. Ich wurde einfach nicht warm mit ihnen. Auch Inspector Gamache selbst ist mir im zweiten Band nicht sympathischer geworden. Auf mich wirkt er stellenweise arrogant – was sicher auch damit zusammenhängt, dass er von anderen Polizisten beinahe angehimmelt wird. Zudem haben mich seine Gedanken und die Art, wie er über andere Personen spricht, immer wieder irritiert und abgestoßen. Das machte es mir schwer, ihm als zentraler Figur wirklich zu folgen oder mit ihm mitzufiebern.
Was mir hingegen sehr gut gefallen hat, war das winterliche Setting. Die Kälte, der Sturm, der Schnee und diese fast schon unheimliche, abgeschottete Atmosphäre sind hervorragend eingefangen. Three Pines wirkt in diesem Band besonders rau, still und gleichzeitig bedrohlich. Diese dichte Winterstimmung war für mich eindeutig das stärkste Element des Romans und hat zeitweise genau die Atmosphäre erzeugt, die ich mir von einem winterlichen Krimi erhoffe.
Trotzdem habe ich das Buch nach 178 Seiten abgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich weder eine echte Bindung zum Fall noch zu den Protagonist*innen aufgebaut. Hinzu kamen spürbare Längen, die sich bereits im ersten Drittel häuften und für mich den Lesefluss immer wieder ausgebremst haben. Insgesamt musste ich mir eingestehen, dass diese Reihe vermutlich einfach nicht meine ist. Meine gelegentliche Lust auf Krimis und Thriller werde ich mir wohl mit einer anderen Reihe stillen müssen.
Unterm Strich bleibt für mich ein Roman mit einer starken, atmosphärischen Winterkulisse, aber mit Figuren und einer Erzählweise, zu denen ich keinen Zugang gefunden habe. *Tief eingeschneit* hatte für mich zu viele Längen und zu wenig emotionale Anziehungskraft – weshalb ich die Lektüre letztlich abgebrochen habe.
„COZY“ KRIMI
Der zweite Fall für Gamache und dieses Mal fühlt man sich schon direkt heimisch in Three Pines. Das rührt vor allem daher, dass die sympathischen Charaktere aus dem ersten Teil geblieben sind und man wieder voll und ganz das Kleinstadt-Flair spürt.
Gleichzeitig aber auch wieder ein spannender Fall.
Mir gefällt die Reihe sehr ☺️
„Tief eingeschneit: Andersartiger Mordfall und atmosphärisches Three Pines“
„Tief eingeschneit“ ist der zweite Fall für Armand Gamache und entführt die Lesenden wieder in das verschneite, idyllische Dorf Three Pines. Die Atmosphäre ist dicht und greifbar, man spürt förmlich die verschneiten Straßen und das warme Dorfleben hinter der Kulisse des Winters. Louise Pennys poetischer, detailreicher Schreibstil verleiht dem Buch eine besondere Tiefe, auch wenn das Tempo stellenweise etwas langsamer ist.
Die Figuren sind lebendig und facettenreich: Armand Gamache überzeugt als kluger, empathischer Ermittler, Jean-Guy Beauvoir ist mein persönlicher Favorit, und die Dorfbewohner mit ihren Eigenheiten und kleinen Geheimnissen machen Three Pines zu einem liebenswerten Ort. Die Dialoge sind glaubwürdig, oft charmant und humorvoll, und auch die moralischen Fragen rund um Schuld und Freundschaft regen zum Nachdenken an.
Der Mordfall selbst ist anders – nicht klassisch spannend, sondern eher ungewöhnlich gestaltet, was ihn interessant und eigenständig macht. Die winterliche Kulisse trägt zudem zur gemütlichen Atmosphäre bei. Insgesamt überwiegt jedoch das Gefühl von Wärme, Zusammenhalt und menschlicher Tiefe, was das Lesen sehr angenehm macht.
Für Fans von Krimis mit Herz, komplexen Figuren und einer Prise Humor ist dieses Buch ein absoluter Genuss. Ich habe Lust auf weitere Fälle von Gamache und würde das Buch definitiv weiterempfehlen.
Besonders gelungen:
• Atmosphäre von Three Pines
• Lebendige Nebenfiguren und glaubwürdige Dialoge
• Poetischer, detailreicher Schreibstil
• Thematisierung von Moral, Freundschaft und Loyalität
Kleine Kritik:
• Stellenweise etwas langsames Tempo
• Spannung eher atmosphärisch als durchgehend hoch
Fazit: Ein charmantes, nachdenkliches Krimivergnügen mit warmherzigem Dorfcharakter – perfekt für Leser:innen, die Atmosphäre und Charaktertiefe schätzen.
Schöne Gegend mit wohlfühl Charakter, auch die Bewohner sind bodenständig und ganz speziell .
An sich ist die Story recht gut und durchdacht. Trotzdem, dieses Rummgeeier und Geschmalze zum Schluss hin müsste nicht sein.
Inspector Gamache und sein Team verschlägt es bei ihren Mordermittlungen wieder in das Städtchen Three Pines. Es gibt ein Wiedersehen mit den bereits aus Band 1 bekannten Bewohnern, die tatkräftig bei den Ermittlungen helfen.
Band 2 hat mir einen Ticken besser gefallen als Band 1 trotz einiger Längen und meines Erachtens zu viel Lobhudelei der Polizisten auf ihren Chef.
Nachdem ich vom ersten Band schon so begeistert war, musste natürlich schnell der Nachfolger her. Und ich war wieder ziemlich angetan! Allerdings finde ich, dass sich der Beginn ziemlich gezogen hat, bis der Mord passiert, dauert es ziemlich lang (am Ende zeigt sich allerdings, dass die lange Einführung wichtig war).
Ich habe es sehr genossen, wieder nach Three Pines zu kommen und die liebgewonnenen Charaktere wiederzutreffen, allen voran Ruth (herrlich!). Nur Clara mag ich einfach nicht besonders, die ist mir ein wenig zu Mary Sueig. Und wie witzig ist bitte Beauvoir? 😍
Den Fall selbst fand ich um Längen besser als im ersten Band und die Auflösung sehr berührend.
Band 3 werde ich auch bald lesen, schließlich bleiben ein paar Fragen offen - was ist da im Busch bei der Polizei? Scheint spannend zu werden!
Der zweite Fall des Inspector Gamache führt natürlich wieder in das wundervolle Dorf Three Pines. Wir treffen auf Bekannte und lieb gewordene Charaktere als auch auf neue. Darüber hinaus zeigt dieser Teil, wie viel Macht Worte haben können.
Ein sehr gelungener zweiter Teil. Freue mich auf den nächsten!
Der zweite Fall für Inspector Gamache. Es war ein toller Krimi. Viele zwischen menschliche Abgründe haben sich wieder aufgemacht. Es ist spannend wie Gamache seine Fälle löst und was alles noch dazwischen passiert. Ein gelungener und packender Krimi.
Das Buch ist von 2006 und an manchen Stellen nicht sehr gut gealtert. Auch die Übersetzungen hinken manchmal etwas.
Die Story selbst war aber, wie Teil 1, spannend und gut durchdacht. Werde auch Teil 3 wieder lesen.
Spannender cozy Krimi. Die Charaktere sind facettenreich und der Schreibstil der Autorin anspruchsvoll. Das Buch könnte teilweise etwas spannender sein, aber wer ein feel good Buch mit überraschenden Wendungen in einer schönen Umgebung sucht, ist hier richtig. Nicht mein letzter Fall von Gamache.
Auch der zweite Teil der Inspector Gamache Reihe konnte mich wieder überzeugen. Ich mag das Dorf Three Pines und seine schrägen Bewohner. Auch der Kriminalfall ist gut angelegt, spannend und voller Rätsel. Und Gamaches charmante Art und das tolle Ambiente trösten mich über einige Längen hinweg. Ich werde die Reihe weiter verfolgen.
Ein interessanter Fall, aber vorhersehbarer als der erste. Wie immer im gemütlichen Three Pines, dieses Mal sogar eingeschneit. Ich werde auch Band 3 lesen, weil ich die Bewohner dieses kanadischen Städtchens einfach wieder treffen will.
Tief eingeschneit heißt der 2. Band um den kanadischen Inspector Gamage.
Wenn es einem nicht kalt genug ist, läßt einen das Wetter in Three Pines definitiv frösteln in dem sonst so behaglichen Örtchen.
Einen Fall gibt es natürlich auch. Beim curling Wettbewerb auf dem zugefrorenen See wird eine Zuschauerin ermordet und niemand will etwas gesehen habe. Die Tote, die erst vor kurzem in die Gegend zog, ist allseits unbeliebt und auch ihr Ehemann und die Tochter leiden unter ihrer herrischen Art. Inspector Gamage rückt mit seiner Mannschaft aus Montreál an und vertieft sich in die Vergangeheit der Toten.
Der Beginn hätte für mich etwas schwungvoller sein können aber insgesamt ein schöner Cosy Crime, wobei ich recht früh die Auflösung erraten hatte. Aber wie schon im ersten Abend ist die Atmosphäre im Dorf mit seinen Bewohnern einfach so nett, dass man dort Zeit verbringen möchte. Hans-Werner Meyer hat mir als Sprecher auch wieder gut gefallen.
Freue mich schon auf den dritten Band, den ich sicher auch wieder als Hörbuch hören werde.
Für mich ein perfekter Wohlfühlkrimi. Interessanter Fall, urige Bewohner und ein kompetenter Ermittler,der die Fäden zusammenspinnt.
Freue mich, dass es noch viele weitere Fälle gibt!!