Nostalgie und Abenteuer
Auf diesen Reread war ich sehr gespannt. Ich hatte 'Die Rote Zora' zwar mal als Kind gelesen, aber an die Handlung konnte ich mich gar nicht mehr erinnern, nur an das Gefühl, von diesen unabhängigen, mutigen Kindern, der Uskoken-Bande, zu lesen. Und natürlich von Zora, die die Mutigste und Schlauste von ihnen allen war und deswegen die Anführerin der Jungs! Von diesem Gefühl der Bewunderung und des Abenteuers kam tatsächlich viel wieder zurück, gepaart mit einer seltsamen Nostalgie. Aber natürlich war es nicht dasselbe, das Buch nochmal als Erwachsene zu lesen. Als Kind stand natürlich das Abenteuer im Vordergrund und die clevere Art, wie die Bande den Gendarmen ein Schnippchen schlagen oder die Ungerechtigkeit strafen. Als Erwachsene mochte ich die Message, dass diese Kinder vielleicht 'Spitzbuben' und 'Taugenichtse' sind, aber wer hat wirklich Schuld daran? Sie selbst oder die Gesellschaft, die sich als Waisen nicht richtig um sie gekümmert hat? Irgendwo hat 'Die rote Zora' eine sehr liebevolle, optimistische Message, auch wenn es nicht beschönigt wird, dass es auch herzlose Menschen gibt und dass die meisten Menschen oft beides sein können. Ein sehr lohnenswertes Buch mit tollem Schauplatz :)








