21. Dez.
Rating:2

Milde Spoiler Das Buch versprach einen Krimi vor einer spannenden Kulisse zu werden. Zumindest dachte ich das, als ich den Rückentext las. Leider dauerte es nicht lange, bis ich feststellen musste, dass dem für mich leider nicht so ist. Die Figuren waren mir alle zu einheitlich, charakter- und emotoinslos. Auch die Kulisse von Sao Paolo kommt kaum zum Tragen. Die Geschichte könnte in jeder Stadt sonstwo spielen. Die Handlung plätschert so vor sich hin, viel zu oft geht es eher um die privaten Probleme der Ermittelerin als um den Mordfall, den sie eigentlich lösen sollte. Zum Ende hin geschieht dann noch etwas, das Gefühle beim Leser wecken soll, aber unsere Heldin reagiert auf eine für mich so nicht nachvollziehbare Weise (nämlich gar nicht - siehe Punkt emotionslos), dass ich trotz der Tragik nicht anders konnte, als einfach nur schwer zu seufzen. Vom Unionsverlag hätte ich mehr Kultur, mein Einblick in das Leben in Südamerika erwartet. Aber hier blieb einfach so ziemlich alles auf der Strecke, zumindest was mich betrifft. Frau Melo darf sich also gerne von meiner künftigen Leseplanung fernhalten. Danke.

Trügerisches Licht
Trügerisches Lichtby Patrícia MeloUnionsverlag