„Schwarzer Stern“ von Michèle Maillet erzählt die ergreifende Geschichte einer jungen Schwarzen Frau aus Martinique, die während der deutschen Besatzung in Frankreich verfolgt wird, und verknüpft dabei eindrucksvoll Holocaust und Kolonialismus.
Dieses Buch ist ein bewegender und eindrucksvoller historischer Roman, der es schafft, die Shoah mit den Erfahrungen kolonialisierter Menschen zu verweben. Ich habe das Buch im Rahmen eines Seminars an der Universität gelesen und war anfangs etwas skeptisch, ob es mir gefallen würde – doch am Ende war ich begeistert. Besonders beeindruckt hat mich, wie die Autorin verschiedene geschichtliche Ebenen miteinander verbindet und dabei eine Perspektive sichtbar macht, die in vielen Geschichtserzählungen kaum vorkommt. Die Sprache ist klar und flüssig, sodass man das Buch trotz seines ernsten Themas kaum aus der Hand legen möchte. „Schwarzer Stern“ ist ein wichtiges literarisches Werk, das ich nur weiterempfehlen kann!
