Eigentlich ein spannendes und auch tiefschürfendes Thema, deshalb las ich das Buch anfangs auch sehr gern. Und es wäre ein ergreifendes Werk geworden, hätte sich Mo Yan auf eine Länge von 200 - 250 Seiten beschränkt und das Ganze nicht auf 400+ ausgeweitet. Denn irgendwann hatte ich genug. Zumindest als zum dritten Mal beschrieben wurde, wie ein Charakter seinen Urin trank, war Schluss. Ich hatte genug von der Kotzerei, der Schei...erei und dem Trinken der eigenen Körpersäfte. Anfangs mag das noch einfahren, man hat Mitleid mit den Figuren, erschaudert. Aber nachdem es immer wieder und immer wieder Erwähnung findet, stumpft man ab. Dann ist es bloss noch eklig und langweilig. Zumindest erging es mir so. Sehr, sehr schade um ein Buch, das hätte gut werden können.
21. Dez.Dec 21, 2024
Die Knoblauchrevolteby Mo YanUnionsverlag
