Ein Buch über Mutter sein, Liebe, Mord , Freundschaft und Feminismus.
Ich hatte keinen Schimmer, worum es in diesem Roman ging (er war ein Geschenk) Anfangs hatte ich etwas Probleme in den Lesefluss zu kommen. Aber dann nahm die Geschichte Fahrt auf. Die beiden Protagonistinnen lernten sich im Gefängnis kennen. Inés hatte die Geliebte ihres Mannes erschossen, Manca Drogen vertickt. Aus dem Gefängnis entlassen gründen sie FFF, Frauen, Fliegen, Finale. Eine Detektei & Schädlingsbekämpfung von Frauen für Frauen. Inés hat mit ihrer längst erwachsenen Tochter keinen Kontakt mehr und sich damit abgefunden. Als eine Kundin sie um Hilfe bittet (ihr Mann hat eine Geliebte) und Manca etwas nachforscht, führt sie dies auch zu Inés Tochter. Zufall? Schicksal? Oder doch mehr? Es ist mehr als nur ein Krimi um Frauen, die sich rächen. Viele Zitate und Auszüge bzw. Anleihen (Chor von Medea) erweitern den Roman um den eigentlichen Plot. Wenn frau sich darauf einlässt (ok, Männer sind natürlich mit gemeint 😉) und auch auf die Ausführungen über die diversen Fliegen (was wirklich interessant ist), bekommt man einen Roman der zwar nicht sooo spannend ist (man ist etwas fixer mit der Lösung als die beiden und möchte ihnen durch die Seiten zu rufen), aber dafür sehr unterhaltsam, feministisch und auch anrührend. Auch Mütter, die viel falsch machen, habe eine neue Chance verdient. Auch wenn diese erst mit der nächsten Generation kommt. Ich bin froh, es bis zum Ende gelesen zu haben, denn es hat mir zum Schluss doch ein gutes Gefühl gegeben. Und Fliegen werde ich in Zukunft, genau wie die Bienchen, aus dem Haus tragen.


