»Ein gutes Gewissen ist das beste Ruhekissen.«
Es geht hier um einen Textilreisenden, der eine Autopanne hat und durch eine glückliche Fügung Unterschlupf bei einem pensionierten Richter findet. Dieser Richter hat Freunde, die ihn besuchen kommen an dem Abend und der Textilreisende ist zu deren Zusammenkunft eingeladen. Er befürchtet, dass es ein recht langweiliger Abend werden könnte, da die Herren wesentlich älter sind als er. Doch als er erfährt, dass sie sich zusammentreffen um Gerichtsverhandlungen zu spielen, findet er die Idee doch recht interessant. Denn unter den Anwesenden ist ein Richter, ein Staatsanwalt und ein Verteidiger. Sie laden den Textilreisenden dazu ein, als Angeklagter mitzuspielen. Man weiß auf jeden Fall, dass alles nur gespielt ist. Das Leben des Textilreisenden wird jedoch recht echt und energisch thematisiert. Sie versuchen ein Verbrechen für den Angeklagten zu konstruieren aufgrund seiner Lebensumstände bzw. versuchen anhand seines Lebens ein Verbrechen zu finden. Durchs reinsteigern in die Sache entwickelt sich durchaus eine recht gefährliche Dynamik mit einem interessantem Ende. Die Geschichte ist recht interessant geschrieben, auch wenn ich den ersten Akt nicht nachvollziehen konnte. Manchmal finde ich, dass der Schreibstil des Autor so wirkt, als hätte er das Buch im Jahrhundert davor geschrieben, als es letztendlich der Fall war. Für mich war es hier nun das erste Mal, dass ich kein direktes Theaterstück von ihm gelesen habe, sondern eine Geschichte im Fließtext. Aufgrund der Entwicklung der Geschichte kann ich das Buch durchaus empfehlen. Das Ende regt zum Denken an. Auch wenn ich nicht verstehe, wie all die Männer ohne Alkoholvergiftung aus dieser Story rausgekommen sein sollen.




















