Merkwürdig distanzierte Wiederholungsschleife, die sich hervorragend zum Einschlafen eignet. Langatmig und zäh erzählt Banana Yoshimoto die Geschichte von Yotchan und ihrer Mutter, die im Tokyoer Szeneviertel Shimokitazawa zusammen in einer kleinen Wohnung leben, um sich nach dem plötzlichen Tod des Vaters und Ehemanns neu im Leben zu orientieren. Bis auf die pittoresk-eingängigen Beschreibungen des Stadtviertels bleibt der Stoff doch ziemlich in der Fläche, die Figuren wirken pappenhaft platt und sind in ihren Gedankengängen wie auch in ihren Handlungen seltsam wechselhaft und unverständlich. Wer das Stadtviertel Shimokitazawa aufgrund einer bevorstehenden Reise nach Tokyo näher kennenlernen will, mag hier fündig werden, ansonsten ist der Roman nur als Ersatz für eine Schlaftablette zu empfehlen, leider.

Reread von „Moshi Moshi“. Das erste Mal hab ich das Buch 2018 gelesen.
Eher ne 3.75⭐️ Bewertung weil ich den Schreibstil sehr mag aber die Wiederholungen gingen mir diesmal leider sehr auf die Nerven.
Mein erstes Buch von Yoshimoto. Vielleicht habe ich zu viel erwartet. Es war nicht schlecht, eine gewisse Weirdness aber auch stellenweise Absätze die ich gefühlt habe und mich reinlegen konnte.
„Moshi Moshi“ ist mein erster (und definitiv nicht letzter!) Roman von der beliebten Autorin Banana Yoshimoto, deren Werke mir auf Social Media Kanälen immer wieder ins Blickfeld gerutscht sind. „Gefühlvoll“, „sanft“, „unaufgeregt“ waren die Verben, die im Zusammenhang mit ihren Büchern immer wieder genannt wurden. Das hat meine Neugier geweckt und so zog dieses Büchlein bei mir ein. „Moshi Moshi“ erzählt die Geschichte der jungen Yotchan und ihrer Mutter, die nach dem Tod ihres Vaters bzw. Mannes versuchen, mit der Welt klar zu kommen, sich langsam wieder ins Leben herantasten und vor allem auf der Suche nach „closure“ sind, einem Abschluss, der sie den schweren Schicksalsschlag überwinden lässt. Doch nicht nur um Tod und Trauer geht es hier, sondern auch kulinarische Abenteuer spielen eine Rolle, genauso wie das Erwachsenwerden Yotchans. Um die Liebe, um das Leben selbst, um den Sinn und die Bedeutung der Handlungen jedes einzelnen Menschens. "Trotzdem ging der Alltag irgendwie weiter. Ich fand es seltsam, wie äußerlich normal ich beim Spaziergehen wirken musste, ich unterschied mich in nichts von den anderen Menschen, die mir unterwegs begegneten. Obwohl es in meinem Inneren brodelte, sah mein Spiegelbild in den Schaufensterscheiben aus wie immer." Banana Yoshimoto schafft mit „Moshi Moshi“ einen wunderschönen und unaufgeregten Roman über das Leben nach einem Schicksalsschlag. In einer leisen, fast schon poetischen Sprache erzählt sie, wie die 20-jährigem Yotchan trotz ihres Kummers beginnt, sich ein neues Leben aufzubauen – weg von daheim in einer kleinen Wohnung beginnt sie, in einem Restaurant zu arbeiten. Eines Tages steht jedoch ihre Mutter vor der Tür und beschließt, eine Zeit lang bei ihr zu wohnen, da sie es in dem alten Haus voller Erinnerungen nicht mehr aushält. Die beiden raufen sich trotz der Enge zusammen, unterstützen sich gegenseitig beim Trauern und gewinnen durch kulinarische Köstlichkeiten langsam die Lust am Leben wieder. "Wie Efeu waren Lust und Hässlichkeit, Erbärmlichkeit und Liebe, Schönheit, Lachen und Überfluss miteinander verflochten. Auch wenn man es mit einem Beil zerschlüge oder verbrennen würde: Man konnte den Menschen die Landschaft in ihrem Innern und ihre gelebte, im Herzen aufbewahrte Zeit nicht nehmen. Niemand konnte das antasten. Auch mein Vater war durch mich ein Teil des Ganzen." Die vollstöndige Rezension findet ihr auf meinem Blog: http://killmonotony.wordpress.com
Das war so schrecklich anstregend. Langsam. Ereignislos. Die Charaktere blieben bis zum letzten Moment flach und traurig (Selbstmord des Vaters). Es ist melancholisch, deprimierend und es hat zu nichts geführt. So gar nichts. Die Protagonistin machte keine akzeptable Entwicklung durch, man sprach sich nicht aus und das Ende war schrecklich unbefriedigend. "Moshi moshi" ist mein erstes Buch der Autorin und ich weiß nicht, ob ich ihr noch eine Chance geben soll. Ich hoffte, dass ich den Flair der Stadt spüren würde, den Lebensstil der Generation (wie es im Klappentext steht) und wurde in der Hinsicht schwer enttäuscht.
"Moshi Moshi" ist ein Buch über Trauer und darüber, wie man das Leben nach einem Verlust weiterführen kann. Yotchans Vater ist tot. Sie und ihre Mutter leiden sehr. Als sie zusammenziehen, beginnen sie, wieder im Leben Fuß zu fassen. Ich mag die Bücher von Banana Yoshimoto. Ihr gelingt es immer, eine besondere Stimmung zu erschaffen. Sie stellt das Leben stets als gleichzeitig schön und schmerzhaft dar. Allerdings gefällt mir dieses Buch ein bisschen weniger als andere von ihr. Ich weiß nicht, ob das daran liegt, dass ich langsam zu viele Bücher von ihr kenne, oder ob hier die Entwicklung der Hauptfigur weniger nachvollziehbar dargestellt wird.
Obwohl sich Banana Yoshimoto in ihren Büchern oft mit düsteren Themen wie Verlust und Trauer befasst, schafft sie es doch, wie wenige andere, darin auch Helligkeit, Zuversicht und ein Gefühl von Wärme und Geborgenheit zu vermitteln. Außerdem stillen ihre Erzählungen, zumindest für kurze Zeit und zumindest ein bisschen, meine ewig präsente Sehnsucht nach Japan. Shimokitazawa werde ich beim nächsten Besuch sicher mit anderen Augen sehen!
Auf das Buch wurde ich aufmerksam durch das Cover. Irgendwie hat mich die junge Frau auf dem Cover angesprochen. Sonst hätte ich das Buch wohl nie in die Hand genommen. Außerdem habe ich vorher tatsächlich noch kein Buch gelesen, dass in Japan spielt und das fand ich irgendwie interessant (Mangas ausgeschlossen). Die Geschichte ist ruhig und unaufgeregt, aber gefühlvoll. Die Handlung plätschert dahin, aber auf eine gute Art und Weise. Man muss nicht viel mitdenken, wird einfach von Yotchan und ihrem Alltag mitgenommen. Man steigt in die Handlung ein mit dem Tod des Vaters, doch anders, als ich es erwartet hatte, nahm der Tod und die Trauer nicht den ganzen Raum ein. Es geht um mehr, denn es geht auch um die Gefühle von Yotchan und ihrer Mutter und um Yotchans Erwachsenwerden. Insgesamt könnte man Sagen, dass es um die Liebe zu seinen Mitmenschen und den Sinn des Lebens.
Das Ende, das Ende schon wieder ... Müssen die weiblichen Hauptfiguren immer SOWAS machen? Ich will das nicht lesen! :D ansonsten ein sehr sensibler Roman, der die Trauer über den Verlust eines Menschens hervorragend beschreibt. Großartige Mutter-Tochter-Gespräche, keine mysthischen Elemente diesmal, eine unglaubliche Ruhe, die einen beim Lesen umfängt...








