Hat es in meine Top 3 Irving Romane geschafft, freue mich schon auf seinen nächsten Roman.
Man verfolgt die Geschichte von einem Sohn (Danny) der mit seinem Vater (Dominic) aufwächst und es begleitet die beiden von ca. 1950 bis in die frühen 2000er. Die beiden müssen aufgrund eines Vorfalls eines Nachts am Twisted River fliehen. Dabei lernen die beiden mal mehr und mal weniger angenehme Charaktere kennen, wobei sich die Beziehung der beiden immer weiter verstärkt (mit Höhen und Tiefen natürlich). Man liest es aus der Sicht von Danny und erlebt wie er erwachsen wird und zu einem Schriftsteller heranwächst, was auch wieder autobiografisch Irving typisch ist. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, was mich allerdings gestört hat waren die häufigen Zeitsprünge, ich denke es hätte dem Aufbau nichts abgetan wenn es in chronologischer Reihenfolge geschrieben worden wäre. Die Charaktere sind Irving typisch sehr stark, so stark, dass ich von einigen Nebencharakteren gerne noch mehr erfahren hätte. Ich hätte z.B. gerne noch mehr über Sixpacks Pams Story erfahren, ich denke das hätte sehr interessant sein können. Wahrscheinlich hätte dies aber auch den Rahmen gesprengt. Immerhin ist es mit 730 Seiten schon ein gewisser Brummer. Das ich mir da mehr gewünscht hätte spricht aber auch nur dafür wie interessant die Charaktere sind. Einige Irving typische Motive kennt man bereits wie z.B. Bären oder New Hampshire als Plot Ort. Mir hat das Motiv mit der Hand von Ketchum sehr gut gefallen, das hatte ich so nur in die vierte Hand gelesen, wobei ich es hier besser umgesetzt finde. Ich denke das Buch könnte eine hervorragende Grundlage für eine Serie sein, wobei Nebenstränge mehr beleuchtet werden könnten und die Aufmerksamkeit bekommen die sie verdienen.

