
Sex, Karriere, Macht, Lügen und menschliche Abgründe Kein !!! Psychothriller der spannenden Art
Der erfolgreiche, attraktive konservative Politiker Ivor Tesham macht seiner verheirateten Geliebten ein Geburtstagsgeschenk 'der besonderen Art' Sie soll von zwei vermummten Männern gekidnapped, gefesselt und zum pikanten Liebesspiel in das Haus von Teshams Schwester /Schwager gebracht werden. Die Angelegenheit wird zum Fiasko- der Wagen wird in einen Unfall verwickelt, Hebe, Ivors Geliebte und einer der beiden vermeintlichen Entführer sterben und der Fahrer des Wagens wird lebensgefährlich verletzt. Ivors Leben gerät immer mehr aus den Fugen, als klar wird, dass es Mitwisser gibt, die Profit aus dem Geheimnis schlagen könnten. Wer weiß von den Hintergründen der tödlichen Affäre ? Von wem droht eine Gefahr ? Ivor fürchtet die öffentliche Bloßstellung und einen drohenden Medienskandal. Es würde das Ende seiner politischen Karriere bedeuten. Der Plot plätschert gemächlich vor sich hin, von hochexplosiver Spannung kann keine Rede sein. Wir lernen die unterschiedlichen Babysitter für Hebes kleinen Sohn Justin kennen, den naiven, trauernden Ehemann und die unscheinbare Alibi Freundin, Jane Asherton, die bereitwillig jegliche "Sextreffen" der Freundin deckte und nun hofft, die neue (Ehe) Frau im Hause Furnal werden zu können. Ivors Alltag wird zunehmend zur Zerreißprobe... Der schwer verletzte Unfallfahrer wird entgegen aller Prognosen als Pflegefall entlassen und stellt ein uneinschätzbares Risiko dar. Durch die Zahlung einer großzügigen jährlichen Zuwendung erkauft sich der Politiker Stillschweigen. Jane Asherton wagt einen kläglichen und erfolglosen Erpressungsversuch. Die Erzähperspektive , dieses in den 1990er Jahren zur Thatcher ( und später J. Major) Ära spielenden Romans, switcht zwischen Ivors Schwager Robs Sicht und der der Alibi Freundin Jane . Die Schilderung dieser vom Leben benachteiligten " grauen Maus " , die noch als Erwachsene unter ihrer dominanten Mutter leidet, war mein persönliches Highlight. Ihr Schicksal ist zum Ende des Romans recht vorhersehbar und dennoch tieftraurig. Ivors Schicksal wendet sich nach dem erwarteten Eklat " zum Guten"...ein bisschen zu viel heile Welt für einen "Psychothriller" ( auch der leisen Art) !? Tolle Romanidee, leider so gar nicht spannend. Sprachlich durchaus ansprechend, deshalb 3 anstelle von 2,5 Sternen.
