"Ihr lacht über mich, weil ich anders bin. Ich lache über euch, weil ihr alle gleich seid!“ (Kurt Cobain) Mit Luster, Opal, Ember, Aurora und Ray haben wir es hier mit 5 Protagonisten zu tun, die es in sich haben. Sie sind die „Freaks“. Nicht nur weil sie in der Kleinstadt in der sie leben und wirken die krassen Aussenseiter sind, sondern auch weil sie ihre Band so benennen. Kurze Vorstellung: Die 8jährige depressiv, aggressive Ember (Bass), die 80jährige promiskuitive Opal (Gitarre), das Mastermind der Band, der intellektuelle Afroamerikaner Luster (Gesang), die super scharfe, sich als Satanistin ausgebende Aurora (Schlagzeug) und der „tuntig“ wirkende Iraker Ray der mit seiner Familie nach Amerika gekommen war, weil er sich bei dem Soldaten entschuldigen will, den er im Krieg angeschossen hatte. Diese fünf proben nun im Keller von Embers Eltern, die aus Überforderung von ihrem Kind für einige Wochen das Weite gesucht haben, für ihren großen Auftritt in einem lokalen Club. Die „Ich-Perspektive“ in Romanen ist nichts besonderes, aber dass die erzählende „Ich-Person“ mit jedem Kapitel wechselt war, mir zumindest, bisher noch nicht untergekommen. Auf diese Weise werden wir Zeuge der Gedanken nicht nur der Haupt- sondern auch der Nebendarsteller, wie dem Kellner in einem Restaurant in dem sich die fünf treffen, eines Fahrgasts im Bus, Lusters Chef oder des Gruppentherapeuten in Opals Therapiestunde um nur einige zu nennen, am Ende meldet sich sogar der Autor selbst zu Wort.
3. MärzMar 3, 2026
Freaksby Joey GoebelDiogenes



