Martin Suter gefällt mir sehr gut. Ich mag seinen Schreibstil und die Geschichten, die er erzählt. Aber mit dieser Geschichte bin ich nicht warm geworden. Sie war interessant. Aber irgendwie machte es dieses Mal nicht „Klick“.
Ich habe das Buch trotzdem zu Ende gelesen und bereue es nicht.
Martin Suter erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die sich in ein abgelegenes Hotel in den Bergen zurückzieht, um Ruhe zu finden – und dort zunehmend in eine beunruhigende Dynamik aus Abhängigkeit, Manipulation und psychologischer Spannung gerät. Es wirkt zunächst wie ein stilles Setting, entwickelt sich aber schrittweise zu einer beklemmenden Geschichte, in der nichts so harmlos ist, wie es scheint.
Mich hat der Roman von Anfang an gefesselt. Suter beherrscht diese leise, elegante Art des Erzählens perfekt: ruhig, präzise und mit einem unterschwelligen Sog, der mich immer tiefer in die Geschichte gezogen hat. Die Spannung entsteht nicht durch Action, sondern durch Atmosphäre, Andeutungen und das feine Spiel mit Macht und Vertrauen. Für mich wieder ein typischer Suter – und genau deshalb eine sehr schöne Geschichte.
Ein schneller Einstieg in die Geschichte, wo ich aber auch nach 200 Seiten keinen wirklichen Sinn erkennen konnte. Der Anfang hat mir doch Spaß gemacht da es schnell geht und von Erklärungen oder auch Beschreibungen weitestgehend abgesehen wird. Zack Zack so zu sagen, aber ab 50/60 Seiten wird es nur noch wirr ohne roten Faden. Die Story plätschert so vor sich hin und hat sehr oft sehr kurze abgehackte Sätze sowie Szenen. Auch oft verlaufen diese ins nichts. Gegen Mitte / Ende verlauft die Story eher in einen langweiligen Krimi mit einem sehr langweiligen, abrupten Ende wo ich mich danach noch immer gefragt habe „was hab ich jetzt gelesen? Was war der Sinn? Um was ging es eigentlich?“ Ich weiß es nicht.
Mein erster Suter, höchstwahrscheinlich aber nicht der Letzte.
Dieser teilweise schon surreal anmutende (ja, was eigentlich) „Krimi“ hat mich in seinen Bann gezogen und jegliche Erwartungen ausgedribbelt und 180 Grad weiter dann doch noch übertroffen.
Ich hatte überhaupt keine Ahnung, was mich erwartet, weil ich bisher nichts von Suter gelesen hatte. Wie leicht es sich las, wie schnell man sich an den irgendwie außergewöhnlichen Stil gewöhnt und wie tief man in die Szenerie eintaucht, überraschte mich dennoch. Ich kann nicht genau sagen, warum, aber ich mochte "Der Teufel von Mailand" sehr gern.
Es ist spannend, man kann etwas Angst empfinden. Es ist echt gut geschrieben.
Ich weiss nicht mehr, was mich 2012? abhielt sehr begeistert zu sein.
Irgendetwas erschien mir in der Handlung etwas unwahrscheinlich.
"Anna Bruhin stand in der Ladentür und wartete, daß etwas passierte. Irgend etwas was dieser Monotonie ein Ende macht"
S. 286/287
Diese zwei Sätze gegen Ende fassen das Buch gut zusammen und dennoch war es auf stille Weise fesselnd. Ein Buch was mich irritierend zurück lässt. Mit Sicherheit nicht das Beste vom Autor.