đâ Zwischen Opernglamour und dĂźsteren AbgrĂźnden
Venezianisches Finale hat mich schnell gepackt. Die Ermittlungen fßhlen sich angenehm ruhig an, verlieren dabei aber nie an Spannung. Während der VerhÜre sucht man selbst nach Widersprßchen, achtet auf kleine Aussagen und hat immer wieder das Gefßhl, dass Brunetti vielleicht etwas ßbersieht. Genau das macht den Krimi so fesselnd, ohne kßnstlich hektisch zu werden.
Donna Leon schafft es zudem, Venedig lebendig wirken zu lassen. Obwohl mir viele Orte und Namen nicht vertraut sind, hatte ich ständig das Gefßhl, durch die Gassen und Gebäude dieser Stadt zu laufen. Zwischen Oper, Gesprächen und Alltag entsteht eine fast gemßtliche Atmosphäre, die einen trotz Mordfall nie loslässt.
Der Fall selbst wird mit der Zeit deutlich dßsterer und bekommt eine unangenehme Schwere, sobald mehr ßber Wellauer ans Licht kommt. Trotzdem verliert das Buch nie seine elegante, ruhige Art. Fßr mich war das ein sehr unterhaltsamer und atmosphärischer Krimi, der Lust auf weitere Fälle mit Brunetti macht.
Ich fand den Fall an sich nicht wirklich spannend, das Ende nicht wirklich Ăźberraschend.
Ich werde noch weitere Fälle lesen und hoffe auf etwas mehr Spannung.
Mein erstes Buch von Donna Leon. Nachdem es schon jahrelang auf meiner to-read Liste stand habe ich es endlich gelesen. Brunetti ist mir super sympathisch. Irgendwie mag ich diese Art von Krimi einfach sehr. Tolle LektĂźre.
Hat mich bis zuletzt nicht interessiert, wer ihn umgebracht hat
Puh. Ich dachte ja, die Brunetti-Bßcher wären nicht ohne Grund so bekannt. Vielleicht nicht auf einer Stufe mit Holmes und Poirot, aber doch zumindest wie ein guter Tatort. Was soll ich sagen? Ich bin schon kein Tatort-Fan, aber dieser erste Brunetti-Fall war einfach nur ... lahm?
Es beginnt mit der Leiche eines berßhmten Dirigenten. Und das war's dann. Mehr als Gespräche und ein bisschen Hintergrundrecherche passiert nicht. Ich habe ßberhaupt kein Interesse an dem Fall entwickelt. Keine Verfolgungsjagd, kein Drohbrief, keine seltsamen Funde. Nicht mal die Geheimnisse der Nebenfiguren fand ich spannend.
Die Nebenfiguren selbst allerdings waren nicht schlecht gemacht und auch das einzige - neben dem Venedig-Flair und dem guten Willen, meine Schwiegermutter nicht zu enttäuschen -, was mich hat dranbleiben lassen. Die Geschichten der Charaktere und ihre Verhaltensweisen waren interessant (nicht spannungsfÜrdernd, aber interessant). Besonders mochte ich Padovani, Brett und Clemenza Santina.
Wen ich allerdings ßberhaupt nicht mochte war ... Brunetti. Der Protagonist war mir einfach grundunsympathisch. Nicht auf die gute Art wie Holmes oder Dr. House, nicht exzentrisch und seltsam, sondern einfach nur arrogant, ßberheblich, beleidigend jeglichen anderen Menschen gegenßber, in manchen Punkten stockkonservativ und misogyn. Ob ich einfach den Zeitgeist der 90er nicht vertrage (den tatsächlichen, nicht die Romantisierung von Eurodance und trashigen Klamotten)? Mich hat tatsächlich auch die krasse Homophobie damals (noch nicht so lang her!) hart getroffen. Brunetti war ßbrigens dabei selbst nicht homophob, es wurde also Homophobie kritisiert. Was ich neben all meinen Minuspunkten natßrlich ultra gut finde.
Am Ende haben mich Brunetti und sein Fall zwar trotzdem noch Ăźberrascht, aber das war so weit hinten im Buch, dass es eigentlich schon fast zu spät war, um mich noch in Euphorie ausbrechen zu lassen. AuĂerdem dann suddenly echt harter Tobak.
Nun ja, es war das Gegenteil von einem wilden Ritt, eher eine quälend langsame Fahrt mit der Gondel. Ich werde wohl die Reihe hiermit direkt wieder beenden.
Donna Leons Auftakt zur legendären Commissario-Brunetti-Reihe ist weit mehr als ein Kriminalroman. Venezianisches Finale entfßhrt den Leser in ein Venedig, das so fein, vornehm und wunderbar altmodisch beschrieben ist, dass man sich beinahe selbst durch die engen Gassen und ßber die stillen Kanäle treiben sieht. Es ist diese liebevolle, fast entschleunigte Art der Darstellung, die das Buch so besonders macht.
Der Kriminalfall â ein rätselhafter Mord in der Welt der Oper â fĂźgt sich harmonisch in dieses Setting ein. Ohne Effekthascherei, aber mit kluger Beobachtungsgabe, entwickelt Leon einen Fall, der zwar spannend, aber nie reiĂerisch ist. Vielmehr lebt das Buch von seiner Atmosphäre, den leisen ZwischentĂśnen und dem charmanten, tiefgrĂźndigen Commissario Guido Brunetti.
Man muss es lieben, dieses besondere Tempo, dieses feine Gespßr fßr Menschen und Orte. Wer sich darauf einlässt, wird mit einem literarischen Spaziergang durch ein Venedig belohnt, das man so schnell nicht vergisst. Fßr mich ist Venezianisches Finale ein wunderschÜner Einstieg in eine Reihe, die durch Stil, Ruhe und Intelligenz besticht.
Vor Jahren habe ich bereits einige Fälle von Commissario Brunetti gelesen, die Serie aber nie fortgesetzt. Jetzt, viele, viele Jahre später und mit einer etwas genĂźgsameren Lesementalität, wollte ich einen Neustart wagen â vor allem, weil mich einige meiner letzten BĂźcher tief beschäftigt haben. Ich hatte Lust auf etwas Leichteres, und genau deshalb griff ich zu Donna Leon.
Literarisch gehĂśrt âVenezianisches Finaleâ, der erste Band der Reihe, sicher nicht zur hohen Kunst. Es ist kein Krimi, den man aus der Hand legt und denkt: Wow, was fĂźr eine brillante Geschichte! Die Stärke des Buches â und der gesamten Serie â liegt woanders: in den Charakteren, im Setting, in der Atmosphäre. Venedig, Italien, gutes Essen, ein smarter & anscheinend attraktiver Ermittler mit einer interessanten Familie â das ist die eigentliche Anziehungskraft. Man bekommt mit jedem Fall ein bisschen mehr von Brunettis Leben mit, was fast schon sĂźchtig machen kann. NatĂźrlich ist das geschicktes Marketing, aber wenn es funktioniert, warum nicht?
Was die Zeit betrifft, in der der Roman entstanden ist: âVenezianisches Finaleâ erschien 1992, also vor mehr als drei Jahrzehnten. Italien befand sich damals in einer politisch turbulenten Phase, geprägt von Korruptionsskandalen und dem Einfluss der Mafia. Auch wenn Donna Leon keine klassische Mafia-Story erzählt, sind diese Themen als gesellschaftlicher Hintergrund spĂźrbar. Interessanterweise sind Korruption, Vetternwirtschaft und Machtmissbrauch noch immer aktuelle Themen â nicht nur in Italien. Der Fall wirft Fragen Ăźber Moral und Gerechtigkeit auf, die auch heute nichts von ihrer Relevanz verloren haben.
FĂźr mich gibt es solide 4 von 5 Sternen. Ich bin selbst ein groĂer Italien-Fan und liebe Venedig â und genau dieses LebensgefĂźhl transportiert Donna Leon meisterhaft. Wer Krimis mit starkem Lokalkolorit mag, sich fĂźr italienische Kultur, gutes Essen und ein Glas Wein begeistern kann, wird mit Brunetti glĂźcklich. Und auch wenn der Kriminalfall selbst vielleicht nicht atemberaubend ist, so bleibt doch das GefĂźhl, mit einem Glas Rotwein durch die Gassen Venedigs zu schlendern â und das ist ja auch etwas wert.
Mein erster Donna Leon und Leute ich muss mich einfach bei der Mutter meiner Schwägerin bedanken, die mir diese Bßcher empfohlen hat und so freundlich war mir die ersten beiden Teile zu leihen
Ich muss sagen das ich selten einen so schĂśnen schreibstil gelesen habe, besonders wenn ich dran denke das ich nur BĂźcher aus der heutigen Zeit lese
Und Leute die Handlung? Die Charaktere wobei ich ja sagen muss das Padovani fĂźr mich, ein einzigartiger charakter mit einer Menge charm und Humor ist der einfach gekickt hat (versteht ihr was ich meine)
Ein wirklich guter Krimi der mich mit seinen Wendungen und dem Ende eindeutig Ăźberrascht hat
Wenn der Beginn das eigentliche Finale ist đŞđťđľđľđťââď¸
Schon viel zu lange schlich ich um die Werke Donna Leons herum und Gott bin ich froh, endlich zugegriffen zu haben. Statt es in Regal verstauben zu lassen, begann ich direkt, wenige Minuten nach dem Kauf, die Geschichte zu lesen. Als Thriller - und Krimileser weiĂ ich, dass beide Genres gänzlich anders funktionieren, weshalb es keine Ăberraschung war, dass Commissario Brunettis erster Fall wesentlich gemĂźtlicher abläuft, als ein Fitzek beispielsweise. Donna Leon entwirft ein wunderbares Porträt Venedigs, das zum Verweh einlädt, gepaart mit einem unfassbar authentisch, kultivierten und sympathischen Kommissar, der einfach auf Seite 1 SpaĂ macht. Diese Geschichte kam einfach daher und nahm mich direkt ein. Genau so etwas habe ich schon lange gesucht und gerade unheimlich gebraucht. GroĂe Empfehlung an alle Krimimäuse da drauĂen!
Ein guter Krimi fĂźr den Sommer. Der Fall ist leider ziemlich vorhersehbar gewesen, aber dafĂźr hat mir das ganze italienische Feeling und die Anekdoten drum herum sehr gut gefallen.
Commissario Brunetti muss seinen ersten Fall lĂśsen.
Der Stardirigent Helmut Wellauer wird tot in seiner Garderobe gefunden.
Die Ărztin kmdie im Publikum sitzt kann nur mehr den Tod feststellen.
Wer hat ein Motiv?
Der Protagonist war sehr sympathisch und nachvollziehbar.Auvh die ganzen Charaktere waren ßbersichtlich und gut verständlich.
Die Story an sich war spannend.Das Ende war aber vorhersehbar. Auch kam mir das Ende so gehetzt vor. Der Mittelteil hatte sich so gezogen und es ist wenig passiert. Als dann die letzten 5 Kapitel kamen,gab es dann sehr viele Infos und Plots. Es war als ob die Autorin versuchte,dass Buch schnell zu beenden.
Zusammenfassend hat mir das Buch gut gefallen und ich werde mir irgendwann das 2 .Band holen. Ich beeile mich aber nicht,die Reihe weiterzulesen weiterzulesen.
Teilweise kam ich bei den Charakteren nicht hinterher wer nun wer war, und viele Handlungsstränge waren einfach nur geschrieben um die Story zu fßllen. Aber ich fand es gut mitzurätseln, der Schreibstil hat mir gefallen und ich werde Teil 2 definitiv lesen.
Das erste Buch der Reihe mit Commissario Brunetti war ein solider Krimi, der leicht und relativ schnell zu lesen war. Der Fall war spannend und man merkte nicht, dass das Buch schon ein paar Jahre alt ist.
Abgesehen vom Vorhersehbaren und sonstigen Mängeln mÜchte ich den inflationären und irgendwie auch falschen Gebrauch des Wortes "grunzen" kritisieren.
https://vivaperipheria.de/2022/11/15/pro-land-ein-buch-italienische-krimis/
Das Buch ist verwirrend, da es viele verschiedene Charaktere gibt.
Letztendlich ist es heftig, so eine Wendung zu lesen. Ich habe mit dem Buch gekämpft und fand es weniger fesselnd. Jedem das seine :-)
Erster Reread des Jahres.
Der Roman ist, fĂźr sich betrachtet, ein gut geschriebener Kriminalroman in klassischer Whodunnit-Manier, bei dem es einen Toten und zunächst keine wirklichen Verdächtigen gibt. Erst allmählich schälen sich Konstellationen heraus, die fĂźr den Tod des weltberĂźhmten Dirigenten verantwortlich sein kĂśnnten. Doch am Ende gibt es eine Ăberraschung, fĂźr die es freilich Hinweise gibt, die dezent Ăźber den Text verstreut sind.
Was ist Unrecht, was Gerechtigkeit - Ăźber diese Fragen werden ebenso Ăberlegungen angestellt wie Ăźber die Frage, was eigentlich Liebe sei.
Das alles ist gut durchdacht, ohne konstruiert zu wirken. Personenbeschreibungen kĂśnnen Ăźberzeugen, Dialoge sind situationsangepaĂt und variantenreich. Das gehobene sprachliche Niveau ist mit einer Prise Humor gewĂźrzt und fängt auch die eine oder andere klischeebeladene PlattitĂźde auf.
Das ganze Brunetti-Universum ist allerdings erst in Ansätzen erkennbar; der Roman kommt noch ohne Sergente Vianello und Signorina Elettra aus, dafßr sind Vice-Questore Patta und Sergente Avise bereits mit von der Partie, ebenso wie Paolas Eltern.
Das gab es als HĂśrspiel in zwei Teilen beim WDR (steht noch bis 23. August 2021 zum Download zur VerfĂźgung https://www1.wdr.de/radio/wdr3/programm/sendungen/wdr3-hoerspiel/donna-leon-brunetti-oper-mord-100.html)
Gute Unterhaltung beim Autofahren!
Es gibt kaum ein Genre das mich mittlerweile mehr langweilt und nervt als Thriller (ok, der ganze New-Adult-Romantasykram und wie sie alle heiĂen mal ausgenommen). Ab und zu lese ich aber gerne einen Krimi in dem die LĂśsungen nicht auf Teufel komm raus schockieren mĂźssen und dadurch an Logik und GlaubwĂźrdigkeit einbĂźĂen. Bevorzugt lese ich die Krimi-Klassiker von Agatha Christie, Sherlock Holmes oder auch Edgar Wallace, die auf dem englischen Land spielen und in mir oft ein heimeliges GefĂźhl auslĂśsen.
Brunetti mit dem Schauplatz Venedig mochte ich ebenfalls gerne und lässt sich gut zur Entspannung lesen. Im Vergleich zu Christie oder Wallace ist zumindest dieser erste Band relativ handlungsarm, bis ca. 75% des Buches passiert nichts von Bedeutung, es werden auch nicht ständig neue, interessante Hinweise entdeckt. Venedig ist hier im Mittelpunkt, es wird viel Ăźber die Stadt aber auch die Personen geschrieben, was vielleicht etwas langweilig war im Vergleich zu Christie, mich durch die KĂźrze des Buches aber trotzdem bei der Stange halten konnte. Ich mochte auĂerdem die Beschreibungen der Stadt und auch die langsame Ermittlung hat mich letztlich nicht gestĂśrt, das war besonders im Vergleich zu den Hau-drauf-Krimis bzw. Thrillern sehr entschleunigend und angenehm. Ich fand es zusätzlich sehr positiv, dass der Kommissar mal ausnahmsweise keine dunkle, tragische Vergangenheit hat die im Mittelpunkt steht, sondern im Gegenteil sogar eine ganz harmonische Familie besitzt.
Insgesamt also ein solider Krimi der mich unterhalten konnte, eher entspanned als spannend ist und mich teilweise sogar mit Humor Ăźberraschen konnte.
âVenezianisches Finaleâ war mein erstes Buch von Donna Leon und zugleich der erste Fall von Commissario Brunetti und es hat mir ausgesprochen gut gefallen!
Der Krimi lieĂ sich flĂźssig und angenehm lesen, und obwohl sich meines Erachtens keine richtige Spannung aufgebaut hat, fand ich es dennoch sehr gelungen. Auch Brunetti war mir von Anfang an sympathisch.
Das Ende war fĂźr mich absolut nicht vorhersehbar und ich fand es spitze! Freue mich schon auf weitere BĂźcher der Brunetti-Reihe!