Hat mir leider gar nicht gefallen. Der Gedankenstrom des Protagonisten war zum Teil dermaßen durcheinander und wirr, dass ich nicht folgen konnte, wo in der Geschichte wir uns gerade eigentlich befinden. Dadurch fand ich es wahnsinnig anstrengend und habe mich wirklich durchgequält. Das Ende hat mich überrascht, konnte es aber irgendwie auch nicht mehr rausreißen. Die Idee des Buches finde ich eigentlich spannend, aber die Umsetzung konnte mich nicht überzeugen. Im Nachwort schreibt Dürrenmatt, er habe die Geschichte in den 50ern angefangen zu schreiben und erst in den 80ern erst wieder in die Hand genommen und zwischenzeitlich vergessen, wo sie hinführen sollte. Rückblickend betrachtet würde ich behaupten: merkt man👀😅
Ein so wichtiges Thema und doch so schwer umgesetzt.
Zunächst war ich sehr gespannt auf die Umsetzung dieser Geschichte, denn schließlich geht es um die Justiz, die uns alle betrifft und alle beschäftigt.
Ich hatte jedoch zunehmend das Gefühl, dass eine kafkaeske Stimmung erschaffen wurde und das eher im negativen Sinne.
Die Charaktere wurden zu viel und man verlor den Überblick, die Handlung ist verwurzelt und ich verstand irgendwann nicht mehr, worum es ging.
Dürrenmatt hat vermutlich damit alles erreicht, da das Justizsystem so verwirrend ist und ein Fall nicht immer so ist, wie er zunächst erscheint.
Ich hätte mir jedoch gewünscht, dass das eigentliche Thema schon viel früher behandelt wird, da es gegen Ende hin eher wieder verschwommen war. Gar wusste ich nicht mehr, wer in den letzten Seiten gesprochen hat, aber dazu haben auch die großen Zeitspannen zwischen dem Lesen beigetragen.
Das Buch hat sehr verwirrend angefangen. In der Mitte dachte ich, dass ich nun verstehe, um was es geht und wer mit wem spricht. Leider war auch das Ende dann wieder verwirrend und ich habe nicht viel vom Buch verstanden.
Das Buch hat mir deshalb nicht gefallen.
YouTube: https://youtu.be/iroVFNAKPcs?si=SVF7hUaKp1DWXnsR
Ein Mord im feinen Zürcher Restaurant – und das vor Publikum. Der Täter? Ein angesehener Kantonsrat. Das Opfer? Ein Germanistik-Professor. Die Tat? Unbestreitbar – zumindest auf den ersten Blick. Doch anstatt sich auf sein Urteil abzufinden, beauftragt der Verurteilte aus dem Gefängnis heraus einen jungen, ziemlich mittellosen Anwalt, seinen Fall unter der Annahme neu zu untersuchen, er sei unschuldig. Und das, obwohl alle Beweise eindeutig scheinen und der Täter seine Tat gar nicht bestreitet und sich im Gefängnis offenbar pudelwohl fühlz. Der Anwalt – Spät – nimmt an, beginnt zu recherchieren und gerät dabei immer tiefer in ein Netz aus philosophischen Gedankenspielen, juristischen Fallstricken und eigenen Abgründen. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Wahrheit, Gerechtigkeit und Wahn – und zwischen Vergangenheit und Gegenwart sowieso.
Ich habe das Buch nach 135 Seiten abgebrochen. Justiz ist wahrscheinlich ein literarisch klug komponiertes Werk mit vielen Schichten, doppelten Böden und einem gesellschaftskritischen Unterton, wie man ihn von Dürrenmatt erwartet. Nur leider hat es mich nicht erreicht.
Die Erzählstruktur hat mich – salopp gesagt – komplett aus dem Takt gebracht. Der Ich-Erzähler, also Anwalt Spät, springt wild durch die Zeit: mal erinnern wir uns, mal phantasieren wir, mal sind wir mitten im Geschehen – oder vielleicht doch nicht? Es fällt schwer, dem roten Faden zu folgen, vor allem, wenn man nicht bei jeder Seite 100 % geistig anwesend ist. Und bei Späts alkoholisiertem Zustand fragt man sich ohnehin irgendwann: Was ist hier eigentlich real?
Dazu kommt eine Vielzahl an Namen und Andeutungen, bei denen ich schnell den Überblick verloren habe. Die ganze Erzählweise wirkte auf mich eher wie ein Nebel aus juristischen Überlegungen, persönlichen Obsessionen und moralphilosophischen Paradoxen – der sicherlich spannend sein kann, wenn man in der Stimmung dafür ist. Ich war es nicht.
Und dann ist da noch das Ende – ja, ich habe mich spoilen lassen. Der große Twist, der alles neu ordnen soll, hat mich leider nicht überrascht oder gepackt, sondern eher enttäuscht. Was schade ist, weil Dürrenmatt ja eigentlich für seine pointierten, scharfen Enden bekannt ist. Umso froher war ich über die Entscheidung abzubrechen.
Justiz ist ein Buch für Leser:innen, die Lust haben auf ein intellektuelles Spiel mit Wahrheit und Recht, auf eine verschachtelte Erzählstruktur und auf tiefgründige Gedankenspiele – und die bereit sind, sich voll und ganz darauf einzulassen. Ich war es dieses Mal nicht. Für mich war das Buch zu verkopft, zu wirr – und manchmal darf man ein Buch auch einfach abbrechen, ohne dass es ein Urteil über dessen Qualität ist.
YouTube: https://youtu.be/iroVFNAKPcs?si=SVF7hUaKp1DWXnsR
Ein Mord im feinen Zürcher Restaurant – und das vor Publikum. Der Täter? Ein angesehener Kantonsrat. Das Opfer? Ein Germanistik-Professor. Die Tat? Unbestreitbar – zumindest auf den ersten Blick. Doch anstatt sich auf sein Urteil abzufinden, beauftragt der Verurteilte aus dem Gefängnis heraus einen jungen, ziemlich mittellosen Anwalt, seinen Fall unter der Annahme neu zu untersuchen, er sei unschuldig. Und das, obwohl alle Beweise eindeutig scheinen und der Täter seine Tat gar nicht bestreitet und sich im Gefängnis offenbar pudelwohl fühlz. Der Anwalt – Spät – nimmt an, beginnt zu recherchieren und gerät dabei immer tiefer in ein Netz aus philosophischen Gedankenspielen, juristischen Fallstricken und eigenen Abgründen. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Wahrheit, Gerechtigkeit und Wahn – und zwischen Vergangenheit und Gegenwart sowieso.
Ich habe das Buch nach 135 Seiten abgebrochen. Justiz ist wahrscheinlich ein literarisch klug komponiertes Werk mit vielen Schichten, doppelten Böden und einem gesellschaftskritischen Unterton, wie man ihn von Dürrenmatt erwartet. Nur leider hat es mich nicht erreicht.
Die Erzählstruktur hat mich – salopp gesagt – komplett aus dem Takt gebracht. Der Ich-Erzähler, also Anwalt Spät, springt wild durch die Zeit: mal erinnern wir uns, mal phantasieren wir, mal sind wir mitten im Geschehen – oder vielleicht doch nicht? Es fällt schwer, dem roten Faden zu folgen, vor allem, wenn man nicht bei jeder Seite 100 % geistig anwesend ist. Und bei Späts alkoholisiertem Zustand fragt man sich ohnehin irgendwann: Was ist hier eigentlich real?
Dazu kommt eine Vielzahl an Namen und Andeutungen, bei denen ich schnell den Überblick verloren habe. Die ganze Erzählweise wirkte auf mich eher wie ein Nebel aus juristischen Überlegungen, persönlichen Obsessionen und moralphilosophischen Paradoxen – der sicherlich spannend sein kann, wenn man in der Stimmung dafür ist. Ich war es nicht.
Und dann ist da noch das Ende – ja, ich habe mich spoilen lassen. Der große Twist, der alles neu ordnen soll, hat mich leider nicht überrascht oder gepackt, sondern eher enttäuscht. Was schade ist, weil Dürrenmatt ja eigentlich für seine pointierten, scharfen Enden bekannt ist. Umso froher war ich über die Entscheidung abzubrechen.
Justiz ist ein Buch für Leser:innen, die Lust haben auf ein intellektuelles Spiel mit Wahrheit und Recht, auf eine verschachtelte Erzählstruktur und auf tiefgründige Gedankenspiele – und die bereit sind, sich voll und ganz darauf einzulassen. Ich war es dieses Mal nicht. Für mich war das Buch zu verkopft, zu wirr – und manchmal darf man ein Buch auch einfach abbrechen, ohne dass es ein Urteil über dessen Qualität ist.
Fand ich etwas sehr verwirrend. Ich beschreibe die abschnitte im Buch wie folgt.
Anfang des Buches: Verwirrend
Mitte des Buches: Endlich ein wenig Klarheit und ich konnte der Handlung folgen.
Schluss des Buches: Wieder verwirrend.
Fand ich bisher das schwächste von Dürrenmatt.