Das war nicht mein Buch. Zu viele Vögel.
Überzeugend
Ich hatte keine Idee worum es in dieses Buch geht. Auch ist es mein erstes Buch dieser Autorin. Aufgrund der Länge ein schönes Werk für einen Abend. Besonders der Abschluss hat mir sehr gefallen. Ich plane weitere Roman von ihr zu lesen. Zum Buch... ich denke ich kann das was geschrieben wurde für mich nachvollziehen. Einige Worte musste ich nachschlagen was mir im Nachhinein gefallen hat.

Amélie Nothomb schreibt so gut.
Ein kurzer, aber vielseitiger Einblick in das Leben der Autorin. Sie schreibt über die Orte an und Menschen mit denen sie aufwuchs, ihre Verbundenheit zu Vögeln aller Art und dem Entdecken des Schreibens als Leidenschaft. Man kommt ihr einfach unglaublich nah, was mega interessant ist.
Ein wundervoller, philosophischer Flug durch die Seiten ✨️
Ein schöner Zusatz für die Sammlung und für Fans der Autorin selbst. Hält vielleicht für Neulinge nicht viel bereit - sagt aber für Kenner ihrer Werke einiges über sie und ihre persönliche Entwicklung aus. Vor allem das Thema Vögel ist hier sehr bedeutsam. Wer Freude an diesen wundersamen Tieren findet, wird dem Buch noch deutlich mehr abgewinnen können.

Ein literarischer Höhenflug mit Federn und Philosophie
Manchmal stolpert man über ein Buch, das einen mit einem schrägen Grinsen zurücklässt und gleichzeitig den Kopf in philosophische Schleifen zwingt. „Psychopompos“ von Amélie Nothomb ist so ein Ding. Da wird nicht einfach über Vögel geplappert – nein, hier flattern Kraniche, stürzen sich Adler in den Text und Spatzen picken an den Synapsen. Nothomb erzählt von Federn, als wären es magische Schreibfedern, die direkt ins Leben und ins Jenseits kritzeln. Der Blick einer Diplomatentochter auf Japan, China, Bangladesch und Bhutan wirkt wie ein Weltreise-Flugticket für den Kopf, inklusive Kunstflug-Einlage. Jeder Vogel wird zur Metapher, jede Anekdote zum akrobatischen Looping zwischen Leben, Tod und der absurden Kunst, das alles in Worte zu fassen. Wer hier einen schnöden Ornithologie-Kurs erwartet, landet krachend daneben – das ist Poesie auf Speed, philosophisch und federleicht zugleich. Zwischen den Zeilen springt einem Nothombs unverwechselbare Mischung aus Ironie und zarter Melancholie ins Gesicht, so liebevoll, dass man gar nicht anders kann, als sich selbst als flatterhaftes Wesen zu begreifen. Brigitte Grosses Übersetzung trifft diesen Ton perfekt, als hätte sie selbst ein paar Federn gelassen, um diese Sprachschönheit zu weben. Es ist eines dieser Bücher, das sich anfühlt, als würde einem ein Vogel mit einem frechen Zwinkern etwas Entscheidendes zuflüstern – über das Leben, das Sterben und warum Schreiben der schönste aller Flugversuche ist. Selten so elegant in die Absurdität gestürzt worden! Fazit: Wer „Psychopompos“ liest, wird nicht nur Fan von Nothomb, sondern bekommt auch Federn fürs eigene Gedankenfliegen. Ein schräges, kluges Vergnügen mit Langzeitwirkung.

Seelenreise
Amélie Nothomb gewährt in diesem Buch ungewöhnlich tiefe Einblicke- es ist mit Abstand ihr persönlichstes. Als Tochter eines Diplomaten wächst sie in verschiedenen Ländern auf, besonders Japan prägt sie. Dort beginnt auch ihre Faszination für Vögel, die sie fortan begleiten und denen sie im Buch viel Raum gibt. Anfangs liest sich das fast wie ein Rückblick auf eine besondere Kindheit, mit vielen interessanten und teils stimmungsvolen Beobachtungen. Doch nach einem traumatischen Erlebnis in Bangladesh kippt der Ton. Die Außenwelt rückt in den Hintergrund, stattdessen geht es immer mehr um das, was in ihr vorgeht. Sie schreibt über Selbstentfremdung, Essstörungen und das Gefühl, sich selbst verloren zu haben - aber auch über das Schreiben als etwas, das sie rettet. Genau darum geht’s letztlich auch im Titel: Ein Psychopompos ist ein Seelenbegleiter. Für Nothomb sind das vor allem die Vögel, das Schreiben und in gewisser Weise auch sie selbst. Manche Abschnitte sind ziemlich abstrakt oder schwer greifbar, da bin ich ehrlich gesagt stellenweise ausgestiegen. Trotzdem fand ich es beeindruckend, wie offen Nothomb hier wird. Ihr neuestes Werk ist kein klassischer Roman, sondern eher eine Art Selbstporträt, das sehr nah an sie heranführt und Einblicke in ihre Gedankenwelt gewährt. Für mich nicht ihr bestes Buch, aber definitiv ein mutiges.
Sprachlich brillant
,Ein Psychopomp begleitet die Seelen der Toten auf ihrer Reise ins Jenseits.‘ (Seite 48) Schon sehr früh interessiert sich die Ich-Erzählerin, deren Erlebnisse sicher zum Teil autobiografisch sind, für Vögel. Sie fühlt sich verwandt mit ihnen und studiert in den unterschiedlichen Ländern, in denen sie als Diplomatentochter wohnt, die Vogelwelt. Bis zu ihrem elften Lebensjahr hält sie sich für die Größte, doch dann widerfährt ihr etwas Schreckliches und sie hört auf zu essen. Es braucht sehr lange bis sie der Abwärtsspirale entkommt. In dieser Zeit übersetzt sie Ilias von Homer und beschäftigt sich sehr mit der griechischen Mythologie. Zunehmend interessiert sie sich für die transzendentale Ebene, die sie am Ende mit ihrem toten Vater kommunizieren läßt. Ich habe das Buch mit gemischten Gefühlen gelesen und habe etwas gebraucht um reinzukommen. Als ich endlich verstanden habe, dass sie ihr Schreiben damit vergleicht wie Vögel das Fliegen erlernen, ist das Buch in eine andere, metaphysische Ebene abgedriftet, mit der ich leider nichts anfangen kann. Schade, sprachlich war das Buch brillant, nur inhaltliche konnte es mich nicht überzeugen. Ich freue mich schon auf ihr nächstes Buch.

PSYCHOPOMPOS Amélie Nothomb Amélies Kindheit ist geprägt von ihrem Vater, der als Botschafter oder Konsul Belgien in verschiedenen Ländern vertritt. Die Familie lebt überwiegend in Südostasien. In Bangladesch widerfährt der jungen Amélie ein traumatisches Erlebnis, das ihr ganzes Leben verändert. War sie zuvor ein wissbegieriges Mädchen, das sich für Vögel interessierte und jede Sportart ausprobieren wollte, zieht sie sich nun zurück. Die jugendliche Amélie verbringt ihre Zeit am liebsten zuhause, lernt Sprachen, verweigert das Essen und versenkt sich in griechische Mythologie. Nach dem Tod ihres Vaters tritt er erneut in ihr Leben – als Psychopompos, als Seelenführer. In einer Art innerem Dialog hält sie Zwiesprache mit ihm und durchlebt dabei Erinnerungen, Mythen und metaphysische Gedankenwelten. Das Buch lässt mich zwiegespalten zurück. In Wellen konnte es mich begeistern und fesseln. Doch jedes Mal, wenn ich dachte, den roten Faden gefunden zu haben, schien er sich wieder aufzulösen. War es eine Hommage an den Vater? Ein Einblick in Amélies philosophische Welt, verknüpft mit griechischen Göttern und übernatürlichen Gesprächen mit Toten? Ich weiß es nicht genau. Vielleicht müsste ich es ein zweites Mal lesen, um tiefer zu verstehen – oder ich warte einfach auf ihr nächstes Buch. Fazit: Trotz des wunderbar poetischen Schreibstils konnte mich dieses Werk emotional nicht erreichen. Vielleicht spricht es eher Leser an, die sich der transzendentalen Ebene stärker verbunden fühlen. 3/5
Was war das?!... Ein Buch, das sich anfühlt wie ein kurzer Flügelschlag und doch ein halbes Leben erzählt. Über die Macht der Worte, die Zerbrechlichkeit des Seins und die (Un-)Endlichkeit des Todes.
Ich bin verwirrt und fasziniert gleichermaßen. Das war ein kleiner Fiebertraum von dem ich die eine Hälfte, glaube ich, nicht verstanden habe und die andere mich direkt ins Herz getroffen hat.










