5% Chance bleiben uns Menschen noch, den Auto-Genozid zu verhindern
Schonungslos konfrontieren sich Robin und seine Partnerin Tess mit der Ambivalenz zwischen der düsteren Perspektive als Menschen in einer sterbenden Welt und der Möglichkeit, ein Kind in diese Welt zu setzen. Beide sind sehr reflektiert und haben sich eigentlich entschieden, auf Kinder zu verzichten. Was aber, wenn? Peter Zantingh nimmt uns über die Person von Robin mit in diesen Konflikt, der die Frage in den Raum stellt, ob Kinder uns Hoffnung in einer hoffnungslosen Zeit geben können und ob Kinder diese Hoffnung erfüllen müssen, eine Verantwortung, die sie mit ziemlicher Sicherheit nicht tragen können. Diese brennende Frage, die sich wohl so manches reflektierte Paar mit Kinderwunsch gestellt hat, wird hier explizit und konsequent vor Augen geführt, ohne Schonung oder Schönfärberei. Zudem wird uns die Geschichte derart persönlich nahegebracht, dass es eine tiefe Verbindung zu Robin schafft und seinen Standpunkt sehr klar und doch auch sehr sensibel wieder gibt. Wir werden zwischen Konsequenz und Flexibilität bewegt und dies auf eine äusserst persönliche, sensible und somit sehr menschliche Weise. Ein sensibles Buch, welches sich nicht scheut, die Dinge klar zu benennen und in seiner Sanftheit zwingt, uns den unangenehmen Fragen dieser Zeit zu stellen.





