Ein Roman so tröstlich und angenehm wie ein Sommernachtsregen
Interessanter Grundgedanke, unbefriedigende Ausführung
Der Klappentext verspricht eine tiefgründige Geschichte zu grundlegend menschlichen Gedanken und Sorgen bezüglich des Sterbens. Leider wird der Roman den dort kreierten Erwartungen nicht gerecht. Des Weiteren empfinde ich die Darstellung der Ehefrau als wenig vorteilhaft. Sie wird in der Erzählung häufig als kalt, emotionslos und sachlich beschrieben, obwohl der Protagonist keinerlei Interesse an ihr als Individuum zeigt, und sich Fehler nicht eingesteht. Im Verlaufe des Romans gelangt ein größeres Vergehen ihrerseits ans Licht, welches für mich den Lesefluss und auch das Interesse an der Erzählung gestört hat. Die Reaktion des Protagonisten auf dasselbige konnte ich persönlich in keinerlei Weise nachvollziehen. Die Beziehungsdynamik lässt somit grundsätzlich leider zu wünschen übrig und sorgte für eine Ablehnungshaltung des Lesenden beiden Akteuren gegenüber. Grundsätzlich ist das Werk angenehm geschrieben und bietet zahlreiche wertvolle Denkanstöße, aber gleichzeitig zeichnet sich beim Lesen ein Gefühl der Unvollständigkeit und Kälte ab, wodurch es trotz des enormen Potentials nichts besonderes ist.
Leichte Lektüre für zwischendurch, mit ein paar interessanten Gedanken über das Älterwerden und den Tod 📖
Einige Stellen fand ich wirklich schön und nachdenklich, insgesamt hat mich das Buch emotional aber weniger getroffen als ich erwartet hätte. Kein schlechtes Buch, aber für mich auch kein absolutes Muss. Eventuell ist es eher für Leute im höheren Alter was, die sich damit identifizieren oder hineinversetzen können. ,,Wer durch alle Lebensabschnitte gegangen ist, hat mit dem Alter erlebt, was das Leben bietet. Sein Leben hat sich erfüllt, er ist bereit für den Tod.“
Der sehr nüchterne, sachliche Schreibstil hat es mir sehr schwer gemacht, emotionalen Zugang zur Geschichte zu finden. Zudem empfand ich Martin als sehr privilegiert und seine Frau als gefühlskalt. Die Tatsache, dass noch niemand von beiden über ein mögliches baldiges Ableben des Mannes nachgedacht hatte, war ebenfalls befremdlich für mich, da er doch schon über 70 ist. Vielleicht bin ich dafür aber nicht in der richtigen altersmäßigen Zielgruppe.
Schweres Thema, sehr lesenswert
Dieses Buch hatte es mir schon in der Buchhandlung angetan. Das Thema "Sterben" und "Krankheit" ist sicherlich schwer. Bernhard Schlink hat in seinem Buch jedoch die richtigen Worte gefunden. Ich konnte mich sehr gut hineindenken und hat mich sehr bewegt. Trotz der Schwierigkeit des Themas, kann ich dieses Buch sehr empfehlen.

Gute Idee, schwache Verbindung
In Das späte Leben begleitet man Martin, 76 Jahre alt, der mit einer erschütternden Diagnose konfrontiert wird. Die verbleibende Zeit bringt ihn dazu, sein Leben zu ordnen und sich zu fragen, was er seiner jungen Frau und seinem kleinen Sohn David noch mitgeben kann. Besonders wichtig ist ihm, etwas Bleibendes zu hinterlassen – etwas, das über seinen Tod hinaus Bedeutung haben soll. Der Roman beschäftigt sich mit Abschied und vielen Fragen, wenn das Leben plötzlich ein klares Ende bekommt. Meine Meinung: Die Ausgangsidee des Buches fand ich sehr vielversprechend. Ein alter Vater, ein junges Kind, eine schwere Diagnose – das sind Themen, die emotional viel Tiefe haben könnten. Leider hat mich die Umsetzung kaum erreicht. Der sogenannte „Rasier-Brief“, den Martin an seinen Sohn David schreibt, sollte vermutlich ein zentrales emotionales Element sein. Für mich war der Inhalt dieses Briefes jedoch enttäuschend. Ich hatte mir etwas Persönlicheres und Bedeutenderes für David gewünscht etwas, das wirklich das Gefühl vermittelt, dass der Vater seinem Sohn etwas fürs Leben mitgibt. Generell hatte ich zu keiner der Figuren eine wirkliche Bindung. Weder Martin noch Ulla konnten bei mir Sympathie wecken. Es war mir ehrlich gesagt ziemlich egal, was mit ihnen passiert oder wie sich ihre Beziehungen entwickeln. Genau das hat mir beim Lesen am meisten gefehlt: Emotionen. Es gab durchaus ein paar nette Ansätze und ruhige, nachdenkliche Momente, die Potenzial hatten. Doch insgesamt blieb mir der Roman zu distanziert und zu kühl. Für ein Thema, das eigentlich sehr nahe gehen könnte, hat mich das Buch unberührt zurückgelassen. Fazit: Das späte Leben ist kein schlechtes Buch, aber für mich eines mit zu viel verschenkter Möglichkeit. Wer eine sachliche, zurückhaltende Auseinandersetzung mit dem Lebensende sucht, könnte hier fündig werden. Wer jedoch auf emotionale Tiefe und Figuren hofft, die einem ans Herz wachsen, wird vermutlich etwas enttäuscht zurückbleiben.
Wenig berührend. Durch “Schlinks“ nüchternen und sachlichen Erzählstil ist für mich leider aus einem eher berührenden Roman eine Geschichte geworden, die mich nicht so berührt hat.
Ein tolles kurzweiliges Buch über den Verlust eines Menschen. Wie man ins Stolpern gerät, wenn man erfährt dass man nicht mehr viel Zeit zum Leben hat und was man gerne an sein Kind überlassen möchte, abgesehen von materiellen Dingen. Es macht traurig und regt zum Nachdenken an.
Schönes Buch mit Fragen übers Leben
Was bleibt?
Der Protagonist dieses Schlink‘schen Werks sieht sich real mit einer Frage konfrontiert, die wir alle uns zumindest hypothetisch schon gestellt haben: Wie gestalte ich mein Leben, wenn ich die Mitteilung erhalte, dass die mir verbliebene Lebensspanne limitiert ist? Damit ist in Martins Fall nicht die abstrakte Tatsache gemeint, dass unser aller Zeit zu jedem Zeitpunkt seiner Spanne limitiert ist, sondern für ihn setzt diese Begrenzung aufgrund einer malignen Diagnose seinem Leben sehr bald ein Ende. Er befindet sich tatsächlich auch vom Alter her im Herbst seines Lebens, allerdings ist er sehr spät, gemeinsam mit einer deutlich jüngeren Frau noch einmal Vater geworden. Er wird demnach zweifelsohne die ihm in dieser Welt anvertrauten Aufgaben unbeendet zurücklassen müssen. In „Das späte Leben" begleiten wir ihn dabei, wie er reflektiert und für sich begründet, welche Schwerpunkte er in dieser ihm verbliebenen Zeitspanne noch setzen möchte. Dabei muss er immer wieder flexibel auf die Reaktionen seines Umfelds auf die dramatische Situation eingehen und neue Wunden verwinden. Für mich blieb letztlich gerade im Kontext mit seinem Sohn das folgende Goethe Zitat im Kopf: „Und doch welch Glück, geliebt zu werden! Und lieben, Götter, welch ein Glück!“ Insgesamt ein sehr flüssig lesbares und inhaltlich bereicherndes Buch.
Ein berührender Rückblick auf das eigene Leben, Wünsche, Erreichtes, die Liebe… wenn der Tod unausweichlich ist! Wozu sind wir da?
Eine leise, nachdenkliche Geschichte über das Altern und die zweite Hälfte des Lebens
Bernhard Schlink gelingt es in Das späte Leben, mit ruhigem, präzisem Ton eine Geschichte zu erzählen, die tief unter die Oberfläche geht. Er beleuchtet die Fragen, die uns im Alter einholen: Was bleibt, wenn das Leben hinter uns liegt? Welche Entscheidungen tragen wir bis zuletzt mit uns herum? Die Figuren sind fein gezeichnet – oft zurückhaltend, manchmal kühl, aber immer menschlich. Schlink schafft es, große Themen wie Schuld, Liebe, Verlust und Selbstvergebung in kleine, alltägliche Szenen zu legen. Gerade diese leisen Zwischentöne machen den Reiz des Buches aus. Manchmal wirkt die Sprache etwas distanziert, fast zu kontrolliert – das hält einen emotional etwas auf Abstand. Trotzdem bleibt Das späte Leben ein eindrucksvolles, ehrliches Buch über Vergänglichkeit und den Versuch, Frieden mit dem eigenen Lebensweg zu schließen. Ein kluges, ruhiges Werk, das nachhallt – aber eher für Leser, die leise Töne und Nachdenklichkeit schätzen.
Ich konnte mit dem Buch eher wenig anfangen, was zum Teil bestimmt auch daran lag, dass ich mich mit der Thematik insgesamt schon viel beschäftigt habe. Für nur 240 Seiten sehr viele Nebenschauplätze. Um Dinge, um die sich der Protagonist kümmern könnte, kümmert er sich nicht, weil sie wirds schon richten. Seltsame Gespräche. Es werden schon wichtige Themen angeschnitten und es gibt auch einige schöne Szenen. Insgesamt hat es mich aber nicht abgeholt.
Sehr belastend, aber eine schöne Geschichte.
Was machst du wenn die Lebenszeit tickt?
Ein berührendes und sehr direktes Buch. Ich fand es spannend, wie der Protagonist nach seiner Diagnose über das Leben, den Tod und die Familie nachdenkt – ohne Schwermut, sondern mit einer unerwarteten Klarheit. Am Ende hat es mich nachdenklich, aber auch hoffnungsvoll zurückgelassen.
Ein Buch vom Abschied
Ich habe dieses Buch als Hörbuch gehört. Ich bin den Gedanken des Protagonisten gerne gefolgt, auch wenn ich das ein oder andere nicht ganz so nachvollziehen konnte. Insgesamt empfand ich es als sehr gut erzählt
Noch ein kleines bisschen mehr Tiefe wäre schön gewesen 🤏🏻
Ich habe ein wenig mehr Tiefe, Emotionalität und Schmerz erwartet glaube ich, aber vielleicht ist Schlinks Schreibstil einfach so. An sich hat er mir auch gefallen. Ich mochte die Idee und die Thematik, weil sie etwas schweres und echtes behandelt- den Tod. Schließlich müssen wir alle irgendwann sterben 🖤 Ich fand seine Frau leider ziemlich unsympathisch und eher kühl. Dadurch fehlte mir die Nähe und irgendwie wurde ich mit dem Familienbild nicht warm. Martin fand ich jedoch sehr angenehm. Super fand ich auch, dass Schlink wirklich super kurze Kapitel schreibt, was einen natürlich total dazu bringt, sich von Kapitel zu Kapitel zu hangeln und somit das Buch schnell wegliest 🙈 14|08|25
Ein Buch über das Alter, die Wahrheit und die existenziellen Fragen am Ende des Lebens. Schlink gelingt es, die emotionalen Herausforderungen des Alterns und des Abschiednehmens sensibel zu schildern. Trotz aller Schwere ist das Buch kein düsteres Werk, sondern eine Erzählung,die Mut macht nach vorn zu schauen.
Das war das eine. Es gab auch das andere. Der Tod würde ihm ersparen, wie die Wälder starben und die Meere stiegen, wie der Krieg zurückkehrte, wie die Zeit der Demokratie endete und die Menschen wieder autoritär beherrscht werden wollten. Und manchmal geschah es, dass er vor dem Tod erschrak, dem Nichts, der Leere, der Kälte. Dann schämte er sich. Das Nichts ist nichts - was gab es da zu erschrecken? - Zitat, Seite 16 In "Das späte Leben" setzt Bernhard Schlink einen Protagonisten in den Mittelpunkt seiner Geschichte, der unvermittelt erfährt, dass er nur noch wenige Monate zu leben hat, ja, eigentlich kann er sogar die Wochen zählen. Diese Krebsdiagnose trifft ihn, einen 76jährigen Juristen im Ruhestand, der mit einer wesentlich jüngeren Frau verheiratet ist und mit der er einen gemeinsamen sechsjährigen Sohn hat, der noch in den Kindergarten geht. Der Klappentext stellt sinnvolle und spannende Fragen zur Thematik. Außerdem soll dieser fiktive Erfahrungsbericht voller Überraschungen stecken. Aber kann der Roman wirklich halten, was der Klappentext verspricht? Tatsächlich liest sich dieser dreiteilige Roman über weite Strecken so, als ob ein alter Mann, der sich in einer privilegierten Situation befindet und im Leben keinerlei Rechnung mehr offen hat, über das Leben und den Tod sinniert. Der Protagonist schreibt auf Anraten seiner Frau an seinen kleinen Sohn einen Brief, den er später dann einmal lesen kann. Der zurückgenommene Schreibstil mag ja das Markenzeichen des Autoren sein, aber diese Emotionslosigkeit fällt in diesem Teil des Romans besonders schmerzlich auf. Bei der Thematik des Buches erscheint es fast herzlos, die Geschichte an sich als fade und oberflächlich zu bezeichnen, aber auch wenn der Autor versucht im 2. Teil ein wenig Spannung durch den möglichen Seitensprung der Ehefrau zu erzeugen und auf den letzten Seiten eine rührselige Stimmung mit Meeresbrise aufkommen lässt, fehlt hier eindeutig die emotionale Ebene, zu der die Lesenden wirklich eine Verbindung herstellen können. Wo sind die inneren Konflikte des Protagonisten? Und wieso scheint es abgesehen von den zwei engsten Familienangehörigen keine weiteren Wegbegleiter des Protagonisten zu geben? Aber auf all diese Fragen gibt dieser Roman leider keine Antworten und bleibt mit seiner Betrachtung auf "Das späte Leben" seltsam oberflächlich und banal. FAZIT Nach 100 Seiten wollte ich die Lektüre abbrechen, aber dann las ich in einer Rezension, dass der Schluss mit der Geschichte versöhnt. Nun, das war leider bei mir nicht der Fall, wobei ich zu Beginn des zweiten Teils kurz Hoffnung hatte. Vielleicht ist es einfach so, dass Bernhard Schlinks Schreibstil einfach nicht meinen Geschmack trifft. Auf jeden Fall werde ich mich hiermit endgültig von seinen Werken verabschieden. Eine Leseempfehlung kann ich leider nicht aussprechen, aber es gibt zu diesem Buch viele unterschiedliche Meinungen, auch durchaus positive, daher sollte man sich ein eigenes Bild machen.
Wie nehme ich Abschied?
Ein Roman der von Tod und Abschied handelt. Ein schweres Thema, dem Schlink dennoch eine gewisse Leichtigkeit verleiht. Die Ängste, Probleme und Unsicherheiten des Protagonisten, aber auch seiner Frau und seines Sohns regen zum nachdenken an. Durch Schlinks präzise und nüchterne Sprache wirkt die Situation jedoch nie theatralisch, sondern immer ruhig und kontrolliert. Ein Leseerlebnis, dass mir noch länger im Kopf geblieben ist.
Das späte Leben
Ein realistischer, berührender Roman über das Leben, die Liebe, Gedanken zum Leben und Sterben und das was von einem bleibt. Absolute Leseempfelung 👍

Leseempfehlung!!!
🩵DAS SPÄTE LEBEN von Bernhard Schlink🩵 Stimmen zum Buch: »Einer der erfolgreichsten und einer der vielseitigsten deutschen Schriftsteller der Gegenwart« Der Spiegel, Hamburg Worum geht’s? Eine lebensverändernde Diagnose und der Umgang mit ebendieser. Mein Leseeindruck: Nachdem ich Mitte des Jahres mit Begeisterung „Die Enkelin“ gelesen hatte, war für mich klar, dass ich auch das aktuelle Buch von Schlink lesen möchte. Ich wurde nicht enttäuscht, auch dieses Mal konnte er mich überzeugen. Der 76-Jährige Protagonist Martin erhält die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs im Endstadium, er hinterfragt, sorgt sich um sein Kind und seine Frau , wie es weiter gehen kann und soll. Er erfährt allerdings im weiteren Verlauf, dass das späte Leben noch voller unvorhergesehener Überraschungen und anspruchsvollen Aufgaben steckt. Das Buch kommt eher melancholisch und philosophisch daher. Schlinks rationaler, journalistischer Schreibstil, die kurzen Sätze, gespickt mit vielen Informationen, dennoch nicht überladen, guten Dialoge, zwischendurch auch mal lustig beeindruckt. Er setzt die Thematik bravourös um, bis zum letzten Satz. Fazit: Klare Leseempfehlung geht hier auch besonders an die Männer. Schlink bietet ein gehaltvolles Leseerlebnis. Hast du das Buch schon gelesen? Welche Werke von B. Schlink magst du noch? Eure, Claudia

Bernhard Schlinks „Das späte Leben“ erzählt die Geschichte eines Mannes, der sich am Ende seines Lebens mit Abschied, verpassten Chancen und seiner Familie auseinandersetzt. Trotz des klaren und ruhigen Schreibstils bleibt die Erzählung emotional distanziert und kann mit den intensiveren Werken des Autors wie „Der Vorleser“ nicht ganz mithalten.
In Bernhard Schlinks „Das späte Leben“ steht der 76-jährige Martin im Mittelpunkt, der mit einer unheilbaren Krankheit konfrontiert wird. Während er sich mit der Endlichkeit seines Lebens auseinandersetzt, versucht er, die Beziehung zu seiner Familie und besonders zu seinem kleinen Sohn zu vertiefen. Der Roman widmet sich Themen wie Abschied, verpassten Chancen und der Suche nach innerem Frieden. Schlinks klarer, nüchterner Stil verleiht der Geschichte eine gewisse Ruhe und Ernsthaftigkeit, lässt jedoch stellenweise emotionale Nähe vermissen. Im Vergleich zu „Der Vorleser“, das durch moralische Komplexität und intensive Figurenzeichnung besticht, wirkt „Das späte Leben“ ruhiger, aber auch weniger fesselnd. Mit seiner nachdenklichen, aber etwas distanzierten Erzählweise hinterließ der Roman bei mir einen gemischten Eindruck – solide, aber nicht herausragend. Ich vergebe 3 von 5 Sternen.
Ein Buch über das Leben und das Sterben. Der Protagonist denkt darüber nach, was er seinem Sohn und seiner Frau mitgeben kann, wenn er nicht mehr da ist. Ein schönes, ruhiges und einfühlsames Buch.
Leider so kalt
„Das späte Leben“ von Bernhard Schlink handelt von einem älteren Mann names Martin, der mit einer Diagnose konfrontiert ist und nur noch wenige Wochen zu leben hat. In dieser Zeit beschäftigt er sich mit seinem Leben und mit dem Sterben, mit Entscheidungen und Entwicklungen sowie mit der Zukunft für seine Familie. Ich habe mich schnell in die Geschichte einfinden können. Der Schreibstil ist hervorragend und einzigartig. Es war das erste Werk, das ich von Bernhard Schlink gelesen habe, und nicht das letzte. Ich fühlte mich gut unterhalten und an manchen Passagen war ich den Tränen nahe. Am liebsten hätte ich Martin geknuddelt. So lieb und verständnisvoll, wie er war. 🧸 Die Geschichte erinnert einen auch daran, die kleinen Dinge im Leben zu genießen und regt hin und wieder zum Nachdenken an. Allerdings wurde ich mit seiner Frau nicht warm. Ich konnte viele Aussagen und Reaktionen nicht nachvollziehen und empfand sie als sehr egoistisch und kalt. Von den Figuren hätte ich mir allgemein mehr Wärme, Zuneigung und Gefühl gewünscht. Es wirkte teils doch ziemlich Sachlich und kühl. ⭐️⭐️⭐️✨️
Interessante, tragische aber auch schöne Geschichte über was einem wichtig ist om Leben.
Mein erstes Buch des Jahres.. .. sorgte für einen soliden Start in das neue Lesejahr. Man begleitet hier einen Todgeweihten zum Beispiel beim Schreiben eines Abschiedsbriefes an seinen Sohn oder beim Aufdecken der Affäre seiner Frau. Ich bin so mit Martin durch den eher nüchternen Schreibstil nicht ganz warm geworden aber fand das Werk literarisch trotzdem unterhaltsam. 3,5 Sterne
Das Ende ist von Anfang an bekannt aber am Ende bleibt doch vieles offen
Ich hatte absolut nicht erwartet, dass mir ein Buch von Bernhard Schlink so nahe geht, mich so berührt. Es ist wunderbar nachdenklich und melancholisch, gleichzeitig voller kindlicher Freude und Traurigkeit. Lediglich das Ende gefiel mir nicht sehr gut, das war zu schnell und etwas zu flach, zu offen.
Wunderbar und berührend zum Thema Krankheit / Tod
Martin, ein älterer Professor lebt glücklich mit seiner viel jüngeren Frau und seinem kleinen Sohn. Bis bei ihm Krebs im Endstadium diagnostiziert wird. Es bleiben ihm noch ein paar Wochen. Wie soll er sie nutzen? Was ist noch wichtig? Was kann er seiner Frau und seinem Kind noch an Erinnerungen und Wissen mitgeben bevor es zu spät ist? Was soll er noch sagen und worüber besser schweigen? Und dann lassen seine Kräfte nach und er kann keine Pläne mehr machen. Ein wunderschönes und einfühlsames Buch. Ernst und nachdenklich aber nicht hoffnungslos. Realistisch aber mit genügend Distanz und Würde. Ein gutes Buch, das seine Figuren nie verrät.
Hat mich nicht gänzlich abgeholt. So unfassbar toll bernhard schlank sich ausdrückt, poetisch und mit Tiefe.... aber die Charaktere und ihre Art damit umzugehen fand ich nicht nachvollziehbar. Ulla die so kalt und spröde damit umgeht, Martins nüchterne Art. Es hat mich nicht erreicht.
Sehr schön geschrieben
Berührend
„Im Tod war er endlich frei - was für ein dummer Gedanke. Ein Rotweingedanke. Im Tod war er nicht frei, sondern tot.“ (S. 39) Anfangs war ich sehr skeptisch. Der Protagonist ist 76 Jahre alt und mit einer wesentlich jüngeren Frau verheiratet und hat einen sechsjährigen Sohn. Tatsächlich aber habe ich im Laufe des Buches sowohl den Altersunterschied als auch das Alter von Martin, dem Protagonisten, vergessen. Gleich zu Anfang bekommt er die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs und was nun folgt, sind die Wochen, die sich daran anschließen, in denen es immer weiter dem unaufhaltsam Ende entgegen geht. Er fragt sich, was er seinem Kind und auch seiner Frau hinterlassen kann. Und was da so an Gedanken und auch Taten herauskommt, hat mich im Innersten tief berührt.
Wie würde ich meine Zeit verbringen, wenn ich heute erführe, dass ich nur noch ein paar Wochen/ Monate zu leben habe? Diese Frage habe ich mir schon oft gestellt. Unter anderem deshalb, weil ich letztes Jahr einen sehr guten Freund verloren habe, der 4 Jahre zuvor die Diagnose inoperabler Hirntumor erhalten hat. Auch mit ihm habe ich mich unter anderem über Bucketlisten unterhalten. Eine konkrete Antwort auf die Frage habe ich nicht, außer dass ich so viel Zeit wie möglich mit meiner Familie verbringen wöllte. Aber was würde ich meinen Kindern hinterlassen? Briefe, Videobotschaften, ein kleines Geschenk für die nächsten Geburtstage?... Der Protagonist des Romans erhält die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs. Er hat nicht mehr lange zu leben. Auch er ist zunächst überfordert, weiß nicht sofort, wie er die ihm bleibende Zeit am effektivsten nutzen kann. Erzählt wird aus der Perspektive Martins, des Protagonisten. Man bekommt einen tiefen Einblick in seine Gedanken, Sorgen und Wünsche. Gerade in der Hörbuchversion fand ich die Thematik sehr berührend. Man spürt, wie er immer wieder mit sich hadert, wie er verschiedene Phasen durchläuft. Mal ist er motiviert und euphorisch, mal fragt er sich, ob es besser gewesen wäre, nicht zum Arzt zu gehen. Mich persönlich haben die Gedanken berührt, die er sich über seinen kleinen Sohn gemacht hat. Was kann er ihm hinterlassen, was dauerhaft mit auf seinen Weg geben? Den Schreibstil empfand ich sehr passend. Der Autor schafft es auf sehr ruhige Art und ohne ein Wort zu viel, dass der Roman bei mir noch lange nachwirkt. Eine Universallösung für diese ernste Thematik gibt es natürlich nicht, aber sie regt zum Nachdenken an. Außerdem hat mir der Roman wieder einmal vor Augen geführt, dass man dankbar über jeden Tag sein sollte.
Das Hörbuch hat mir sehr gut gefallen. Bernhard Schlink erzählt wunderbar und sehr unaufdringlich von Martin, der erfährt , dass er sterben muss und nur noch wenig Zeit hat. Er ist sich in seinen letzten Lebenswochen seines Sterbens bewusst und lebt diese daher ganz bewusst mit den Menschen, die ihm am nächsten sind- seiner viel jüngeren Frau und seinem sechsjährigen Sohn. Martin möchte seine Familie versorgt wissen und ihr nicht nur materielles hinterlassen. Jeder von ihnen erlebt diese Zeit unterschiedlich, voller Emotionen, voller Liebe, hilflos und doch offenen Herzens… Eine sehr schöne Geschichte, die ich gerne weiterempfehle.
Ein interessanter Roman über das Sterben, aber auch über das Leben.
Ein älterer Mann bekommt die Diagnose…
Ein älterer Mann erkrankt an Bauchspeicheldrüsenkrebs und der Arzt gibt ihm noch ca. 12 Wochen Zeit. er macht sich Gedanke. Darüber, was er noch alles zu erledigen hat bis zu seinem Tod
Berhanrd Schlinks Schreibstil ist einfach einzigartig. Ein unfassbar bewegendes Buch über das Sterben und darüber, wie man sein Leben beenden und was man hinterlassen möchte.
Es kam nicht so gut an. Hatte mir mehr davon versprochen, man kommt aber gut durch die Seiten. Der Schluss wurde schön beschrieben aber ich kam mit den Protagonisten nicht klar und die Briefe an den Sohn, naja.
Ein Buch über das Leben und das Sterben, was hinterlässt man, wenn man geht… Die Sprache von Schlink ist ruhig, fast sachlich, dennoch rührt sie einen an, aber leider bin ich keiner der Figuren nahe gekommen.
Hat mich wenig abgeholt
Ich habe mir etwas mehr erhofft. Wenn ich nicht so schnell durch die Seiten gekommen wäre, hätte es mich ziemlich gelangweilt. Ich fand auch überhaupt keinen Zugang zum Protagonisten, auch zu seiner Frau nicht. Auch die Briefe an den Sohn waren sehr oberflächlich und inhaltslos. Das Ende fand ich dann aber sehr schön gestaltet.

Ich habe mehr erwartet
Ich bin ein wenig unentschlossen. Schlink hat wirklich schön geschrieben; die Kapitel sind kurz und man kann das Buch in ein paar Tagen durchlesen. Es ist sehr menschlich geschrieben. Direkt aus dem Leben heraus. Dennoch hat mir irgendwie etwas gefehlt. Martin als Charakter war sehr sympathisch. Ulla mochte ich jedoch gar nicht. Es ist immer ein wenig schwer ein Buch zu lesen, in dem man einen der Hauptcharaktere nicht mag. Ulla finde ich kalt, egoistisch, und nicht emphatisch. Aus meiner Sicht hätten Martin (und David) jemand „besseren“ verdient. An sich ist das auch keine Kritik am Buch selbst. Menschen wie Ulla gibt es überall, dennoch habe ich mich teils wirklich über sie aufgeregt.
Da bin ich etwas unschlüssig. Einerseits sanfte Antworten auf noch ungestellte Fragen zwischen Vater und Sohn, andererseits schienen mir in der Beziehung der Protagonist:innen die Personen nur als Skizzen zu bleiben, wo ich doch neugierig auf mehr gewesen wäre.
Ein typischer Schlink, einfach gut!! Bitte lesen:)

Das Buch ist schwere Kost. Es gibt Sätze die muss man mehrmals lesen um die ganze Breite zu verstehen. Aber es ist auch ein Buch, was einem Lust aufs Leben macht. Denn es zeigt, daß das Leben endlich ist.
Der 76-jährige Martin hat nach einer medizinischen Diagnose nicht mehr lange zu leben und bereitet sich und seine Familie auf seinen Tod vor. „Wenn er nur nicht zum Arzt gegangen wäre! Was dort geschehen war, wäre nicht geschehen, was er dort erfahren hatte, hätte er nicht erfahren. Was er nicht erfahren hätte, wäre nicht gewesen.“ In dieser Zeit wechseln sich gute und schlechte Tage ab, die mal zur Verleugnung des Todesurteils, mal zu Maßnahmen der Fürsorge und letzten gemeinsamen Aktivitäten mit seinen Angehörigen führen. Sein Hauptaugenmerk gilt dabei seinem 6-jährigen Sohn, dem er etwas hinterlassen will, eine Botschaft, väterlichen Rat, ein Vermächtnis. Wir erleben den Protagonisten bei seinen Beobachtungen und Gedankenspielen, reflektierend, zweifelnd, aber auch ganz klar. So erzählt der Autor eine einfache Geschichte aus dem Leben eines Mannes, die durch den Ausdruck der Gefühle und seine Handlungen zu Herzen geht. Ich habe Ulrich Noethen gerne zugehört, der als Sprecher authentisch in diese Rolle schlüpft.


















































