Die Beziehung zwischen den Protagonisten ist krank. Da dachte ich echt kurz, was ich mir da schon wieder für ein weirdes Buch rausgesucht habe🫣.
Bis zum Gerichtsprozess und nach diesem zieht sich das ganze Buch etwas. Der Schreibstil ist leicht und angenehm zu lesen.
Das Ende war irgnedwie unerwartend, hat mich jetzt aber auch nicht zu tiefst schockiert...
War alles in allem "ok"😅
Als ich mit 'Der Vorleser' angefangen habe, war ich ziemlich verwirrt, vor allem weil ich nicht mit so vielen ungewöhnlichen und expliziten Sexszenen zu Beginn gerechnet hatte.
Der Schreibstil ist aber sehr einfach.
Am Ende entwickelt sich eine wirklich tiefgründige Geschichte.
Trotzdem muss ich sagen, dass mich das Buch insgesamt eher nur so mittelmäßig überzeugt hat – es hat mich nicht komplett mitgerissen.
“When I see a woman of thirty-six now, I think she’s young. But when I see a boy of fifteen now, I know he’s a child.”
⭐ 2/5
🌶 Spice: 2/5
😭 Emotional Damage: 3/5
🖤 Atmosphere: heavy & uncomfortable
Tropes:
* Moral Grey Characters
* Forbidden Relationship
* Psychological Drama
* Guilt & Responsibility
* Coming of Age
* Emotional Distance
* Post-War Germany
* Character Study
Dieses Buch war für mich vor allem bedrückend.
Nicht unbedingt schlecht geschrieben -überhaupt nicht- aber emotional hat es mich eher distanziert zurückgelassen.
Ich verstehe komplett, warum das Buch literarisch so bekannt ist und warum es so oft analysiert wird. Die Themen Schuld, Verantwortung und moralische Grauzonen sind definitiv interessant.
Teilweise hatte ich einfach das Gefühl, dieses Buch eher zu analysieren als wirklich zu fühlen.
Ich bin ohne große Erwartungen an „Der Vorleser“ herangegangen. Da dies mein erstes Buch von Bernhard Schlink war, kannte ich weder seinen Schreibstil noch die Themen, mit denen er sich in seinen Werken beschäftigt. Umso positiver war ich überrascht, wie sehr mich diese Geschichte berührt hat.
Der Roman erzählt die Geschichte des jungen Michael Berg, der sich als Jugendlicher in die deutlich ältere Hanna verliebt. Was zunächst wie eine ungewöhnliche Liebesgeschichte beginnt, entwickelt sich nach und nach zu einem tiefgründigen und emotionalen Roman über Schuld, Geheimnisse und die Frage, wie Menschen mit ihrer Vergangenheit umgehen. Michael ahnt zunächst nicht, dass Hanna ein Geheimnis verbirgt, das für den weiteren Verlauf der Handlung von großer Bedeutung ist.
Besonders gefallen hat mir, dass sich die Geschichte nicht nur auf die Beziehung zwischen Michael und Hanna konzentriert, sondern auch schwierige moralische und historische Fragen behandelt. Dabei gelingt es Bernhard Schlink, diese Themen auf eine sehr zugängliche und bewegende Weise zu erzählen. Das Buch enthält einige unerwartete Wendungen und Momente, die mich emotional sehr getroffen haben.
Ich habe „Der Vorleser“ als Hörbuch gehört, gelesen von Hans Korte. Seine Interpretation hat mir ausgesprochen gut gefallen. Tonfall, Lautstärke und Lesetempo waren hervorragend abgestimmt, sodass das Zuhören sehr angenehm war. Dadurch konnte ich mich vollständig auf die Handlung konzentrieren und die Atmosphäre des Romans intensiv erleben.
Insgesamt hat mir „Der Vorleser“ sehr gut gefallen. Es ist ein emotionales, nachdenklich stimmendes Buch mit einer fesselnden Geschichte und tiefgründigen Themen. Wer Romane mit starken Charakteren, überraschenden Entwicklungen und historischen Bezügen schätzt, sollte dieses Buch unbedingt lesen oder hören.
Gutes Buch. Wusste anfangs nicht auf was mich einlassen würde. War an manchen Stellen „unangenehm interessant“. Sehr heikles Thema, aber trotzdem gut zu lesen. Habe es an einem Tag gelesen. Sehr kurzweilig & gut geschrieben!
Der Vorleser zeigt, wie Schuld, Scham und Macht Menschen innerlich zerstören können.
Der Vorleser ist weit mehr als eine Liebesgeschichte oder ein Nachkriegsroman. Es ist ein außergewöhnlich tiefgründiges Werk über Schuld, Scham und emotionale Abhängigkeit. Psychologisch zeigt der Roman eindringlich, wie sehr verdrängte Ängste und Unsicherheiten das Verhalten eines Menschen bestimmen können. Besonders Hanna handelt oft hart und kontrollierend, weil sie innerlich zutiefst unsicher ist. Ihre Angst, als Analphabetin entlarvt zu werden, prägt beinahe ihr gesamtes Leben. Deshalb versucht sie ständig, Macht über Situationen und Menschen zu behalten, besonders über Michael.
Michael wiederum entwickelt früh eine emotionale Abhängigkeit von Hanna. Er ordnet sich ihren Stimmungen unter, entschuldigt sich ständig und verliert zunehmend die Fähigkeit, die Beziehung kritisch zu hinterfragen. Dadurch entsteht ein ungesundes Machtgefälle zwischen beiden. Ihre Beziehung wirkt weniger wie echte Liebe als wie eine Mischung aus Sehnsucht, Kontrolle und gegenseitiger Überforderung.
Besonders beeindruckend ist, dass Bernhard Schlink keine einfachen Urteile zulässt. Hanna ist Täterin, gleichzeitig aber auch ein Mensch voller Angst und Scham. Genau dieser Widerspruch macht den Roman so unangenehm und zugleich so tiefgründig. Der Leser wird gezwungen, sich mit moralischer Unsicherheit auseinanderzusetzen und die schwierige Frage zu stellen, ob Mitgefühl möglich ist, ohne Schuld zu relativieren.
Hinzu kommt Schlinks klare und ruhige Sprache, die trotz ihrer Einfachheit eine enorme emotionale Tiefe trägt. Gerade diese zurückhaltende Erzählweise schafft Brücken zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen moralischer Distanz und menschlichem Mitgefühl. Der Roman drängt dem Leser keine Antworten auf, sondern fordert dazu auf, Widersprüche auszuhalten.
Am Ende wirkt Hannas Suizid wie die tragische Konsequenz eines Lebens voller Verdrängung und Scham. Erst durch das Lesenlernen beginnt sie wirklich zu verstehen, was sie getan hat. Doch diese Erkenntnis bringt keine Befreiung, sondern innere Leere. Der Vorleser zeigt eindringlich, dass Menschen oft nicht nur an ihren Taten zerbrechen, sondern auch an dem, was sie über sich selbst erkennen.
„Ich schlief nicht tief, sehnte mich nach ihr, träumte von ihr, meinte sie zu spüren, bis ich merkte, dass ich das Kissen oder die Decke hielt.“
Als Teenager erlebt Michael mit der 36-jährigen Hanna seine erste Liebe, macht mit ihr seine ersten erotischen Erfahrungen, verliebt sich. Als sie die Stadt verlässt, lässt sie ein Loch in ihm zurück, das ihn nur tiefer aushöhlt als er sie bei einem Prozess zur Aufarbeitung von Verbrechen aus der Nazi-Zeit. Die Anklage: Massenmord an Hunderten jüdischer Frauen.
Bernhard Schlink erzählt die Geschichte einer beinahe kriminell wirkenden Liebesgeschichte. Die Handlung hatte sowohl eine verstörende als auch eine fesselnde Wirkung. Hannas Vergangenheit, ihre Beweggründe und Michaels emotionale Abhängigkeit zu der älteren Frau lassen Raum für Interpretation und offene Fragen zum Denken. Sind Michael und Hanna Symbole für Unschuld und Schuld in der Aufarbeitung der Nazi-Verbrechen oder soll die Geschichte vielleicht sogar die Handlung mancher KZ-Verbrecher rechtfertigen?
Auch wenn ich mir „der Vorleser“ selbst niemals als Lektüre ausgesucht hätte, so war ich doch fasziniert. Weder positiv-überrascht noch enttäuscht. Schlichtweg fasziniert von Hannas und Michaels Geschichte, ihrer Beziehung und ihrer Vergangenheit.
Ob ich das Buch weiterempfehlen würde, kann ich direkt nicht sagen. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, lest es, bildet euch eine Meinung und spekuliert über das offene Ende.
Trotz der nennenswerten Themen wie NS-Vergangenheit und Analphabetismus wird das Buch für mich von der Beziehung zwischen Michael und Hanna überschattet.
Die Dynamik zwischen den beiden ist schwierig mitanzusehen. Besonders Michaels Hilflosigkeit und Abhängigkeit sind nur schwer ertragbar. Zudem wird deutlich, dass er aus dieser Beziehung emotionale Blockaden mitnimmt, die ihn sein ganzes Leben prägen.
Auch wenn Hanna als komplexe Figur dargestellt wird, konnte ich kein Mitgefühl für sie aufbringen, selbst nicht bei ihrem Ende. Es bleibt nur eine durchgehende Distanz.
Positiv hervorzuheben sind für mich die kurzen Kapitel, die das Lesen etwas erleichtert haben.
Am Ende bleibt für mich jedoch statt einer berührenden Geschichte vor allem ein Gefühl von Unbehagen und Widerspruch. Ich verstehe die Aspekte, die dieses Buch relevant machen, konnte mich emotional jedoch nicht darauf einlassen. Rückblickend hätte ich mich besser über die Inhalte informieren müssen und vom lesen abgesehen.
In diesem Klassiker von Bernhard Schlink geht es um die Liebesbeziehung zwischen einem Jugendlichen und einer älteren Frau, und wie deren Leben miteinander verbunden ist 📚
Schullektüre, Film & Fernsehen. Von 'Der Vorleser' haben die meisten wohl schon gehört. Ich wollte mich nun auch vom Buch überzeugen lassen und war sehr begeistert. Die Geschichte ist kurzlebig, büst aber nicht an Gefühl ein. Sie ist einprägsam, besonders und teils verärgert sie einen auch 😂
Fazit: Zurecht ein Klassiker! 👑
Die Liebesbeziehung der beiden Protagonisten fand ich sehr verstörend.
Es ist traurig, dass die weibliche Protagonistin sich ihr ganzes Elend nur eingebrockt hat, weil sie nicht zu ihrem "Makel" stehen konnte und sich keine Hilfe gesucht hat.
Ihr Leben wäre völlig anders verlaufen wahrscheinlich.
Im Großen und Ganzen geht es zuerst ganz lange um Sex mit einem Minderjährigen, dann einige Zeit lang um die NS-Zeit und dann ums Sterben. 🪦⚰️
Ich fand es wirklich interessant! Von Anfang bis Ende. Die Sprache war manchmal schwierig zu verstehen, aber ansonsten wurde alles richtig gut und tiefgründig erklärt. Es war so nachvollziehbar alles und ich kann mir vorstellen wie einen so eine Erfahrung wie im Buch geschildert ein ganzes Leben lang verfolgen und nicht von einem ablassen kann. Das wünsche ich keinem. Loszulassen und seinen eigenen Weg finden und gehen zu können ist soo wichtig! 🥺❣️
Übrigens fand ich es auch toll und spannend, dass man die Geschichte einer Angeklagten ganz harmlos mit alltäglichen Dingen beginnt und somit nicht direkt Vorurteile der Person gegenüber hat sondern sie auch aus einer ganz anderen Sichtweise wahrnehmen kann. 👍🏼
Das Buch ist eine Empfehlung wert! 📖
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[ ] Highlight (5 Sterne/excellent/Note 1+)
[ ] Ich liebe es (4,7-4,9 Sterne/sehr gut/Note 1)
[X] Ich mag es sehr (4,5-4,6 Sterne/sehr gut/Note 1-)
[ ] Ich mag es (4-4,4 Sterne/gut/Note 2)
[ ] Ist okay (3-3,9 Sterne/okay/Note 3)
[ ] Ist nicht meins (2-2,9 Sterne/nicht gut/Note 4)
[ ] Fast abgebrochen (1-1,9 Sterne/schlecht/Note 5)
[ ] Abgebrochen (kein Stern/schlecht/Note 6)
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[X] 📖
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Lange auf der Wunschliste, schon so lange, dass ich nicht mehr wusste was mich erwartet. Für meinen "Monat der kurzen Bücher " aus dem Dornröschenschlaf der Bücherei geweckt....hinten ist noch die 30jahre alte Karteikarte drin...
Die Idee der Geschichte ist interessant, leider hat die Geschichte für mich in der Mitte ein paar zähe Passagen, die die eh schon nicht leichte Historie schwer machen.
Anfang und Ende aber gelungen.
Ich hatte mal wieder Lust auf einen klassischen Roman und habe mir "Der Vorleser" von meinem SUB ausgesucht. Die einfühlsame und poetische Sprache des Autors hat schon nach kurzer Zeit eine starke Sogwirkung entwickelt. Auch wenn ich nicht mit allen Entscheidungen und Gedanken des Protagonisten konform gehe, hat mich das Buch doch nicht mehr los gelassen. Es geht nicht nur um die Geschichte einer außergewöhnlichen Liebe, sondern auch um die Aufarbeitung von Geschehnissen aus der NS-Zeit. Dieses doch kleine Buch wird mir sicher noch lange im Kopf bleiben. Klare Leseempfehlung!
Bernhard Schlink schafft es immer wieder so eine bedeutsame Tiefe in seine Bücher einfließen zu lassen
Der Verlauf und die Einteilung der Geschichte lässt alles sehr geordnet wirken und gut in die Geschichte eintauchen lassen. Die Thematik verbunden mit der Beziehung zwischen Hanna und Michael ist unglaublich beeindruckend. Denn hierbei wird nicht nur eine ungesunde Beziehung verarbeitet, sondern auch der Holocaust. Und diese beiden Themen könnten nicht unterschiedlicher sein, doch trotzdem wurde eine Verknüpfung gefunden, die die Schweren der Thematiken wirken lassen. Auch das vor Augen führen, was der Holocaust eigentlich mit den nachkommenden Generationen macht ist absolut realistisch. Alle Fragen die sich mir je gestellt haben, ob ich mich schuldig fühlen muss, weil es jemals zu so schlimmen Ereignissen in Deutschland kommen konnte, wurden in diesem Werk aufgegriffen. Dies möglicherweise auch durch die Vereinfachung der Thematik bezogen auf eine Beziehung, denn Michael fühlt sich genauso schuldig mit einer Frau zu tun gehabt zu haben, die solch schlimme Taten vollbringen konnte. Doch er ist nicht schuld an dem was sie getan hat, bevor sie ihn kannte, auf Ereignisse, auf die er keinen Einfluss hatte. Warum also fühlt er sich schuldig? Genau die gleiche Frage habe ich mir immer wieder im Bezug auf den Holocaust gestellt. Ich bin zum Schluss gekommen, dass ich zwar nichts mit der damaligen Situation zu tun hatte, aber alles darauf setzen muss, dass es nie wieder zu so einer oder ähnlicher Situation kommen kann. Diese Auseinandersetzung mit der Geschichte des eigenen Landes und des eigenen Schuldbewusstseins ist in diesem Buch wahrlich gelungen.
Michael trifft in sehr jungem Alter eine Frau, die ihm irgendwann alles bedeutet und ihn nie mehr loslassen wird, erst recht nicht, als er zufällig mit ihrem Geheimnis konfrontiert wird, was in ihm eine Menge Fragen aufwirft, die vielleicht für immer unbeantwortet bleiben.
Dieses Buch tat anders weh und ich war auch nicht auf diesen Plottwist gefasst. Vielleicht war aber genau das der Richtige und wichtige Punkt: Ich habe Hanna genauso wie er zuerst kennengelernt und auch deren (wenn auch moralisch sehr fragwürdige) Liebe. Somit konnte ich seinen Schmerz und seine Fragen sehr gut spüren und nachempfinden.
Hier dazu ein Auszug meiner Gedanken, aus meinem persönlichen Reading Journal:
Wie kann ein Mensch, den man liebt/geliebt hat und kennt/kannte, so etwas getan haben? Kann das wirklich wahr sein? Kann sie so kalt sein? Man stellt sich die Frage, ob die Richter oder die Anklage nicht übertreiben, die wahren Emotionen ungesehen lassen, das wahre Geschehen vielleicht doch falsch interpretieren? Vielleicht wurden die Wächterinnen gezwungen, vielleicht hatten sie Angst selbst zu sterben oder es einfach nicht gewusst? Es geht im Kopf nicht zusammen und das erzeugt Ohnmacht und Betäubung, weil man an sich selbst zweifelt, an seiner Wahrnehmung, an seinen Instinkten, denn hätte man es nicht merken müssen, dass sie so ein 'böser' Mensch ist?
Vielleicht ist gut und böse doch nicht so einfach zu bestimmen, wie gedacht. Und vielleicht ist es okay trotzdem über das Ende zu weinen, trotzdem mitzufühlen und zu leiden, auch wenn es augenscheinlich unverdient ist.
Ich werde wohl noch eine Weile über das Buch nachdenken müssen. 💭
Zwischen Nähe und Distanz: ein Roman, der beschäftigt, aber nicht ganz zufrieden zurücklässt.
In Der Vorleser erzählt Bernhard Schlink eine Geschichte, die sich leicht lesen lässt und doch schwer nachwirkt.
Der Einstieg fällt überraschend leicht: Die Beziehung zwischen Michael und Hanna zieht einen schnell hinein, fast beiläufig. Doch je weiter die Geschichte voranschreitet, desto mehr verschiebt sich der Fokus hin zu Schuld, Vergangenheit und der Frage, wie man mit beidem umgehen kann. Besonders der Teil rund um den Prozess und die spätere Zeit entfaltet eine stille, eindringliche Kraft.
Und trotzdem bleibt ein Gefühl von Distanz. Die Figuren, vor allem Hanna, bleiben schwer greifbar, fast verschlossen. Ihr Analphabetismus erklärt vieles und doch nicht alles. Gerade darin liegt wohl die Stärke des Romans, aber auch mein Zwiespalt. Man versteht, ohne wirklich greifen zu können.
Das Ende hat mich nachdenklich zurückgelassen, aber nicht ganz überzeugt. Es wirkt ruhig, fast konsequent und dennoch fehlt etwas, ein letzter emotionaler Zugang.
Ein Buch, das wichtige Fragen stellt und lange im Kopf bleibt auch wenn es sich nicht ganz rund anfühlt.
Bernhard Schlink verbindet eine Liebesgeschichte mit der juristischen Aufarbeitung nationalsozialistischer Verbrechen. Im Mittelpunkt steht die Beziehung zwischen dem Jugendlichen Michael und der älteren Hanna, die sich später als ehemalige KZ-Aufseherin herausstellt.
In nüchterner, klarer Sprache wird eine ambivalente Täterfigur entworfen, deren Schuld eindeutig benannt, jedoch zugleich in eine komplexe biografische Konstellation eingebettet wird. Der Roman überzeugt durch seine moralische Vielschichtigkeit und die sensible Darstellung von Erinnerung, Verantwortung und Generationenkonflikt.
Das Mittel der Ambivalenz funktioniert nicht nur im Kontext des Buches, sondern auch in meiner abschließenden Reflexion zu diesem Roman.
Einerseits hatte ich großen Spaß ihn zu lesen, andererseits bin ich froh das es zu Ende ist. Zum einen wundere ich mich warum ich es schon in 2 Tagen durchgelesen habe, zum anderen hat es mich so gefesselt, dass ich weiß das es nur daran liegen könnte.
Was ein Buch…
Sie ist reizbar, rätselhaft und viel älter als er... und sie wird seine erste Leidenschaft. Sie hütet verzweifelt ein Geheimnis. Eines Tages ist sie spurlos verschwunden....
Eine Geschichte über Geheimnisse, Leidenschaft und eine schlimme Zeit. Eine sehr einfühlsame Sprache und sehr präzise Geschrieben. War mal etwas anderes.
Zunächst mal ist das Buch extrem interessant und gut geschrieben.
Der Inhalt ist trotzdem schwer verdaulich, eine Abendlektüre ist es meiner Ansicht nach nicht.
Ich fand es sehr beeindruckend, dass man sich so in die Hauptprotagonisten hineinversetzen konnte. Bei den bearbeiteten Themen will man nämlich eigentlich sofort in die Verurteilung. Die überaus selbst reflektierende Art von Michael war außerdem echt toll.
Kann ich sehr empfehlen.
Hat mir absolut gut gefallen. Obwohl der Inhalt teilweise sehr emotional, ergreifend und tragisch ist.
Aber nichts desto trotz, eine sehr tiefgründige und gut erzählte Geschichte.
Sollte jeder Mal gelesen haben
⭐️ 5 Sterne – Ein Werk, das bleibt und seinen Platz auf meinem Stapel von Lieblingsbüchern hundertprozentig verdient hat.
Der Vorleser von Bernhard Schlink wurde 1995 veröffentlicht und etablierte sich kurz danach als Schullektüre.
Inhaltlich geht es um den 15-jährigen Michael Berg und die 36-jährige Hanna Schmitz. Kurz nach ihrer Bekanntschaft aufgrund eines Zufalls, beginnen die beiden eine Beziehung. Diese ist geprägt von Abhängigkeit und Machtverhältnissen, in der einzig das Vorlesen von Michael als bindende Kraft fungiert – Schlink hat diesen Altersunterschied und diese Dynamik bewusst problematisch angelegt. Zu diesem Zeitpunkt weiß Michael noch nicht, dass Hanna Analphabetin ist. Ein Analphabetismus, den sie vehement zu verheimlichen versucht, der ihr jedoch später zum Verhängnis wird. Denn Hanna wird später als KZ-Aufseherin enttarnt und ein Prozess beginnt. Dabei ist der Roman in drei Teile unterteilt – die Beziehung, der Prozess und das Nachleben.
Das Kernthema ist die Schuld – der Roman beleuchtet die Unterscheidung zwischen juristischer und moralischer Schuld in einem fast schon philosophischen Blickwinkel. Doch dabei verzichtet Schlink (glücklicherweise!) auf Schubladendenken in Gut und Böse. Darin liegt meiner Meinung nach die größte Stärke des Romans: Diese einfache Sprache, die den Leser auffordert, über Schuld, Scham und das eigene Handeln in einer komplexen Welt nachzudenken.
Ich habe diesen Roman in einem Tag durchgelesen – einfach alles schien unfassbar faszinierend. Die Atmosphäre, der Sprachstil, der jeden Teil auf unterschiedliche Weise dominiert. Die verschiedenen Interpretationsmöglichkeiten – es gab am Ende einen Moment, wo ich einfach nur mit offenem Mund dasaß – das hat die Geschichte nochmal in ein ganz anderes Licht gerückt. Vor allem jedoch hat mich dieses leise Nachhallen fasziniert – ich denke, die Geschichte wird mir noch lange im Kopf bleiben.
Ich konnte auf jeden Fall etwas für mich mitnehmen und ich denke das kann, unabhängig vom persönlichen Bezug, jeder einzelne auch. Eine absolute Empfehlung von mir!
Hier wurden sehr viele kontroverse themen angesprochen, die alle von einer Frau ausgingen. Trotzdem hat sie mich zu Tränen gerührt. Das Buch hat mich sehr aufegwühlt. Toller Schreibstil, diese wenigen Seiten haben mich sehr gerührt.
Die Welt der Klassiker hab ich mir bis jetzt immer verschlossen. Doch hier einzutauchen hat wirklich Eindruck auf mich hinterlassen. Ich wusste vorher auch wirklich nicht, was mich erwartet. Vieles hat mich überrascht, einiges kann ich nachwollen. Einiges auch einfach nicht, aber das liegt wohl auch am zeitlichen Abstand zur NS Zeit und keinen Empfinden mehr für diesen Generationenkonflikt aus der Zeit.
Als ich angefangen habe, dieses Werk zu lesen, ohne wirklich zu wissen, worum es geht, fand ich die ersten Seiten komisch, da es nicht die Art von Buch war, die ich normalerweise lese. Jedoch muss ich sagen, dass dieser Roman Gefühle in mir ausgelöst hat, die unglaublich sind – einfach nur WOW. Die Bindung zwischen Hanna und Michael, wie ihre Beziehung sich entwickelt und das unerwartete Ende sind unglaublich emotional.
Schreibstil ist sehr poetisch und angenehm. Auch wenn der Anfang für mich etwas holprig war, erwies sich das Buch immer weiter als philosophisch und auch spannend. Es regt auf jeden Fall sehr zum nachdenken an, und die gesamte Thematik der Schuldfrage und Aufarbeitung der NS steht im Vordergrund. Ein gutes Buch, auch wenn es sich an manchen Stellen sehr zieht.
Auch wenn ich manche Dinge kommen sehen habe und ich nicht alle Entscheidungen der Protagonisten verstehen konnte, hat mich das Buch sehr abgeholt und positiv überrascht. Sehr große Empfehlung! 🫠
Ich fand das Buch sehr schön und interessant geschrieben. Es beinhaltet auch wichtige Themen von damals die in der heutigen Zeit immer noch Aufklärungsbedarf haben! Ich kann das Buch sehr empfehlen
Ich habe ganz etwas anderes erwartet. Dieses Buch handelt von Verlangen, Liebe, Abhängigkeit, Schuld, Scham und Geheimnissen.
Es lädt zum Nachdenken ein.
Am Anfang verstörend irgendwie die Beziehung der beiden… missbräuchlich fast… und doch hofft man irgendwie auf einen guten Ausgang der Geschichte…
Sollte man das Buch gelesen haben? Ich denke ja…
Allerdings muss ich das Buch erst noch ein wenig sacken lassen und mir noch Gedanken machen…
Zeit verschwendet man auf alle Fälle nicht mit dem Buch! ☺️ Und, da nah am Wasser gebaut, wurden teils auch ein paar Tränchen verdrückt…
⭐⭐⭐⭐⭐
Eine eindringliche und tief bewegende Geschichte
Der Vorleser von Bernhard Schlink ist ein Roman, der lange nachhallt. Die Geschichte von Michael und Hanna berührt nicht nur durch ihre ungewöhnliche Liebesbeziehung, sondern vor allem durch die moralischen Fragen, die sie aufwirft. Schlink schafft es, persönliche Gefühle mit der deutschen Nachkriegsgeschichte und der Auseinandersetzung mit Schuld und Verantwortung zu verbinden.
Besonders beeindruckend ist die ruhige, klare Sprache, mit der schwere Themen wie Scham, Schuld und Mitverantwortung erzählt werden. Die Figuren wirken vielschichtig und menschlich – man wird als Leser:in immer wieder dazu gezwungen, die eigenen Maßstäbe zu hinterfragen. Gerade diese Ambivalenz macht das Buch so stark.
Der Vorleser ist kein leichtes Buch, aber ein sehr wichtiges. Es regt zum Nachdenken an, bleibt im Kopf und im Herzen und zeigt, wie komplex Vergangenheit und Moral sein können. Ein Roman, den man nicht einfach „durchliest“, sondern erlebt.
⭐ Absolute Leseempfehlung – zeitlos, klug und tiefgründig.
Sehr guter und interessanter, sowie etwas nachdenklicher Roman. Die Geschichte bleibt spannend bis zum Schluss!
Unter dem Titel „Der Vorleser“ konnte ich mir erst nicht allzu viel vorstellen. Dieses Buch habe ich in drei Tagen gelesen, denn die Geschichte packte mich von Anfang an. Sie ist auch überhaupt nicht vorhersehbar und bleibt spannend bis zum Schluss. Allerdings ein trauriges Ende. Sowie etwas NS Aufarbeitung.
Absolut empfehlenswert!
Der Vorleser - Das Schweigen der Generationen und die Last der Wahrheit
Dieser Roman ist eine beeindruckende Auseinandersetzung mit der deutschen Vergangenheit, verpackt in eine zutiefst tragische und ungewöhnliche Beziehungsgeschichte. Die Erzählung schafft es, die Zerissenheit zwischen Zuneigung und moralischer Abscheu fast physisch spürbar zu machen. Es ist die Geschichte eines jungen Mannes, der durch die Liebe zu einer geheimnisvollen Frau unfreiwillig zum Zeugen und Richter einer dunklen Epoche wird.
Die Stärke des Buches liegt in der moralischen Zwickmühle. Man wird gezwungen, über die Verbindung von persönlicher Scham und kollektiver Schuld nachzudenken. Dass die Protagonistin ein dunkles Geheimnis hütet, das sie lieber ins Gefängnis führt, als es preiszugeben, ist psychologisch faszinierend.
Das Buch ist zwar packend, aber die Hauptfigur bleibt oft sehr blass und distanziert. Manchmal hat man das Gefühl, man beobachtet die Geschichte nur von weit weg, anstatt richtig mitzufühlen. Außerdem wirkt die Begründung für das Verhalten der Frau am Ende ein bisschen weit hergeholt und nicht ganz glaubwürdig.
Fazit: Eine spannende Geschichte, die wichtige Fragen stellt, einen am Ende aber mit einem etwas ratlosen Gefühl zurücklässt. Von mir 7 von 10 P.
Ich habe dieses Buch gelesen, weil mein 17 jähriger Sohn es dieses Schuljahr in der Schule lesen wird. Eine ziemlich heftige, traurige und erschütternde Geschichte, in der zumindest drei wirklich schwierige Themen behandelt werden, die Liebesbeziehung eines 15 jährigen zu einer wesentlich älteren Frau, Analphabetismus und der schwierige Umgang mit der Schuld der Täter der NS Zeit. Insgesamt lesenswert , ich bin gespannt, was mein Sohn sagen wird…
Wieder ein leises Buch, das sich in die Erinnerung gräbt.
Michael Berg, 15 Jahre alt, ist krank und übergibt sich auf dem Heimweg nach der Schule vor einem Haus in der Nachbarschaft. Eine Bewohnerin hilft ihm und bring ihn nach Hause. Einige Monate später, als Michael sich von der Gelbsucht erholt hat, geht er mit einem Blumenstrauß zu ihr, um sich für ihre Hilfe zu bedanken. Und verfällt dieser geheimnisvollen Frau mit Haut und Haar. Doch wer ist sie? Warum lässt sie sich von ihrem 20 Jahre jüngeren Liebhaber Geschichten vorlesen? Bevor er ihr Geheimnis lüften kann, ist sie verschwunden. Und als er endlich über sie hinweg gekommen ist, sieht er sie plötzlich wieder. In einem Gerichtssaal in einem Progress, in dem sie als KZ-Aufseherin angeklagt ist.
Ein typisches Bernhard Schlink-Buch, ruhig, getragen, plätschert es langsam vor sich hin und entfaltet so nach und nach seinen Reiz. Es wirft Fragen auf, die nur schwer zu beantworten sind. Zwei Leben, zwei Welten, zwei Schicksale und keiner, der gewinnt. Tolles, mitreißendes Buch!
Požuda ili ipak prisiljavanje? Ljubav ili ipak opsesija ?
Često se kod ovakih romana pitam, koliko je u priči istinito a koliko je fikcija, jer način kako je napisano i ovdje dočarani osjećaji se teško mogu lažirati. Ili mogu, ukoliko je pisac baš dobar. Ovdje se da naslutit ovo drugo.
Također je zanimljiv način pripovjedanja da se nakon svakog podglavlja može diskutovati, aktivno učestvovati i ponekad sam sebe priupitat neke stvari iz svoje prošlosti. Dosta sam citata markirao, koji su bili baš baš dobri i kraj je ostavio baš jak utisak na mene.
5*
Intensiv, bewegend, überraschend! Ein Roman, den ich so schnell nicht vergessen werde.
╰ 💭 𝗠𝗘𝗜𝗡 𝗟𝗘𝗦𝗘𝗘𝗜𝗡𝗗𝗥𝗨𝗖𝗞
Meine Erwartungen an das Buch waren groß, schließlich hört man ständig von dieser besonderen Geschichte. Definitiv hat mich Bernhard Schlink mit der Geschichte sofort gepackt.
Der Autor erzählt zunächst leise und vorsichtig von der Beziehung zwischen dem jungen Michael Berg und der älteren Hannah Schmitz. Erst sanft, dann überraschend intensiv, stellenweise sogar anrüchig, ohne die emotionale Tiefe zu verlieren. Genau das hat mich so berührt und an das Buch gefesselt.
Mit zeitlichem Abstand wechselt die Handlung in einen völlig neuen Abschnitt: Hannah und ihr dunkles Geheimnis haben mich wirklich kalt erwischt. Die Handlung entwickelt sich kriminalistisch, moralisch komplex und unglaublich fesselnd. Ich konnte das Buch kaum weglegen und hätte mit dieser Wendung niemals gerechnet. Der Autor arbeitet hier intensiv mit Schuld und Verantwortung und überzeugt genau mit diesem Stil.
Ich bin regelrecht durch die Seiten geflogen und werde mir den Film nun unbedingt zeitnah ansehen.
╰ 📌 𝗠𝗘𝗜𝗡 𝗙𝗔𝗭𝗜𝗧
Intensiv, bewegend, überraschend! Ein Roman, den ich so schnell nicht vergessen werde.
╰ 🌟 𝗠𝗘𝗜𝗡𝗘 𝗕𝗘𝗪𝗘𝗥𝗧𝗨𝗡𝗚
4,5 / 5 ⭐️
Liebste Grüße 📚📖
Jeanette
Vor einigen Jahren habe ich den Film zum Buch gesehen. Viel wusste ich nicht mehr davon. Jetzt das Buch zu lesen war überraschend packend und bereichernd. Der Text gibt so viele Themen her, die man anschließend besprechen möchte und über die man nachdenken muss. Der Autor schreibt so klug und manche Passagen sind ein Genuss. Traurig, schwer, aber auch süß und sanft, philosophisch zwischen Moral und Ethik - ein wunderbares Werk.
Als Teenanger erlebt der Erzähler Michael mit der 36-jährigen Hanna seine erste Liebe. Jahre später sieht er sie wieder, im KZ-Prozess, angeklagt des Massenmordes an Hunderten jüdischer Frauen.
Der Roman lässt mich - wie auch das Buch zeitlich und thematisch unterteilt - dreiteilig urteilen, vorlesende Liebe Wertschätzend, Schuld in Ausschwitz erfahrend und brutal ehrlich mit Analphabetismus verbindend; der Plot hat auch mich in einem Rutsch durch das Buch gezogen.
Mein erstes Buch von Schlink. Der weltbekannte Bestseller, der auch verfilmt wurde, wird seinem Ruf gerecht.
Der junge Michael Berg kommt durch besondere Umstände zu einer Beziehung mit einer 20 Jahre älteren Frau. Bald dreht sich alles nur noch um sie, bis sie eines Tages aus dem Nichts fortzieht. Er macht sich darauf Vorwürfe, ob er sie vertrieben habe. Jahre später trifft er sie bei einer Gerichtsverhandlung wieder, und die alten Fragen kommen wieder hoch.
Die Geschichte beginnt vermeintlich harmlos und baut sich zu einer Abhandlung über die Frage von Schuld, Recht, Verantwortung, Liebe, Gerechtigkeit und noch vielem mehr auf. Die Geschichte ging mir sehr nahe, und hat mich aufgewühlt. Es ist schlussendlich auch eine philosophische Geschichte über ebendiese oben genannten Themen.
Eine sehr starker Text über ein schwieriges Thema.
Ich kann gar nicht in Worte fassen, was dieses Buch in mir ausgelöst hat. Es Schwirrt mir, auch wenn es schon länger her ist, dass ich es gelesen habe, immer noch manchmal im Kopf herum.
Ich fand den Schreibstiel nach kurzer Eingewöhnungsphase sehr angenehm zum lesen, und auch die Entwicklung der Charaktere konnte man super mitverfolgen und nachvollziehen.
Außer Frage steht natürlich, dass der Altersunterschied so wie dargestellt ist, keinesfalls in Ordnung ist..
Als Nachkriegsliteratur beschäftigt es sich mit dem Generationenkonflikt zwischen der Tätergeneration und der Nachfogegeneration.
Innerhalb des Buches begleiten einen die Motive des Feuers und des Wassers, die anzeigen, wann die Erzählung den Höhepunkt, sowie ihr Ende findet. Das finde ich ein sehr tolles Easter Egg, für die, denen das beim Lesen bewusst wird.
Ich glaub es hätte eine gute Message geben können, die ich jetzt nicht wirklich ergreifen konnte, weil mich solche Bücher nicht wirklich interessieren und ich unter anderem von den Abschweifungen den Faden verloren habe.
Ich fand die Geschichte zu Beginn unangenehm zu lesen. Ab dem Zweiten Teil mochte ich das Buch dann mehr und wurde schon etwas von der Geschichte gefesselt.
Der Schreibstil ist poetisch aber angenehm zu lesen.