6. Juni
Rating:5

1954, ein Flößer- und Holzfällercamp in New Hampshire. Hier lebt der verwitwete Koch Dominic mit seinem Sohn Danny ein einfaches aber gutes Leben. Als Danny 12 Jahre alt ist, erschlägt er versehentlich die Geliebte seines Vaters mit einer Bratpfanne, weil er sie im Dunkeln für einen Bären hält. Von da an beginnt für den Vater und den Sohn eine lebenslange Flucht vor dem gewalttätigen Ehemann der Toten. Hilfe und Informationen über den Verfolger erhalten die beiden von Dominics Freund Ketchum, einem Holzfäller aus dem Camp. Gewohnt ausschweifend erzählt John Irving diese Vater- Sohn- Geschichte, die mitunter rau ist aber auch immer warmherzig und berührend. Der Sohn wird später zum berühmten Schriftsteller und wir erfahren sehr viel über seine Gedanken, das Entstehen seiner Werke und seine Art, echte Ereignisse und Personen in einer erfundenen Geschichte unterzubringen. Mitunter war das sehr witzig und gleichzeitig auch sehr interessant. Ich vermute hier beschreibt Irving auch viel von sich selbst. Insgesamt ein typischer Irving mit sympathischen Charakteren, Witz und Tiefgang und viel amerikanischer Zeitgeschichte von 1954 bis 2005. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen 👍

Letzte Nacht in Twisted River
Letzte Nacht in Twisted Riverby John IrvingDiogenes
1. Jan.
Rating:5

Hat es in meine Top 3 Irving Romane geschafft, freue mich schon auf seinen nächsten Roman.

Man verfolgt die Geschichte von einem Sohn (Danny) der mit seinem Vater (Dominic) aufwächst und es begleitet die beiden von ca. 1950 bis in die frühen 2000er. Die beiden müssen aufgrund eines Vorfalls eines Nachts am Twisted River fliehen. Dabei lernen die beiden mal mehr und mal weniger angenehme Charaktere kennen, wobei sich die Beziehung der beiden immer weiter verstärkt (mit Höhen und Tiefen natürlich). Man liest es aus der Sicht von Danny und erlebt wie er erwachsen wird und zu einem Schriftsteller heranwächst, was auch wieder autobiografisch Irving typisch ist. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, was mich allerdings gestört hat waren die häufigen Zeitsprünge, ich denke es hätte dem Aufbau nichts abgetan wenn es in chronologischer Reihenfolge geschrieben worden wäre. Die Charaktere sind Irving typisch sehr stark, so stark, dass ich von einigen Nebencharakteren gerne noch mehr erfahren hätte. Ich hätte z.B. gerne noch mehr über Sixpacks Pams Story erfahren, ich denke das hätte sehr interessant sein können. Wahrscheinlich hätte dies aber auch den Rahmen gesprengt. Immerhin ist es mit 730 Seiten schon ein gewisser Brummer. Das ich mir da mehr gewünscht hätte spricht aber auch nur dafür wie interessant die Charaktere sind. Einige Irving typische Motive kennt man bereits wie z.B. Bären oder New Hampshire als Plot Ort. Mir hat das Motiv mit der Hand von Ketchum sehr gut gefallen, das hatte ich so nur in die vierte Hand gelesen, wobei ich es hier besser umgesetzt finde. Ich denke das Buch könnte eine hervorragende Grundlage für eine Serie sein, wobei Nebenstränge mehr beleuchtet werden könnten und die Aufmerksamkeit bekommen die sie verdienen.

Letzte Nacht in Twisted River
Letzte Nacht in Twisted Riverby John IrvingDiogenes
1. Jan.
Rating:3

Loved the first half. The atmosphere in twisted river, the relationships between Dominic, Danny, Ketchum and all the other minor characters but then it steered off for me. Too detailed about the cooking, etc. the story lost its "specialness" somehow. The switching between the different times was annoying and felt unnecessary and dragging the story on for too long. Characters came and went before I got them: Claire and that aunt that deflowered Danny. Joe felt lifeless to me. At first I thought it will become a new favourite Irving to me or a even a new favourite of the year 2020 or in general. But was disappointing in the end. Would have been better if it had been shorter for sure.

Letzte Nacht in Twisted River
Letzte Nacht in Twisted Riverby John IrvingDiogenes