Ist dies das Ergebnis von jahrhundertelangem Inzest in der besseren Gesellschaft?
Ich wollte diesen Klassiker der Kriminalliteratur unbedingt lesen, weil sich das Motiv zweier Fremder, die über Kreuz einen Mord begehen, so oft auch in modernen Kriminalserien, - filmen und -büchern zeigt. Eine spannende Prämisse. Die beiden - Protagonisten will man eigentlich nicht sagen - Hauptpersonen sind irgendwie beide auf ihre eigene Weise mental instabil. Während Bruno mehr mit Ödipus zu tun hat als gut für ihn wäre, misogyn und alkoholkrank ist und weitere psychische Auffälligkeiten zeigt, ist Guy depressiv, leicht beeinflussbar und labil. Und während diese Kombination eine spannende Charakterstudie sein könnte, ist es das meistens leider nicht, sondern eher eine Aneinanderreihung von Szenen, die im besten Falle unangenehm sind. An sich ist das Buch nicht schlecht, aber trotzdem hatte ich keine Freude daran. Die Story ist wirr und unausgewogen und hat zudem ein sehr unbefriedigendes Ende.












