Ich habe das Buch durch Zufall entdeckt und mtgenommen.
Wir erfahren Hellas Geschichte in ihrem chaotischen Leben und Beziehungen
Am Anfang dachte ich noch interessant, mal sehen was passiert.
Nach und nach je mehr ich von und durch Hella erfuhr, fand ich sie einfach nur noch naiv und ich würde schon fast sagen durch ihre oft dummen Entscheidungen, nervig. Ich hab mich echt über sie geärgert.
Ihre Geschichte selbst und ihre Gefühle und Entscheidungen waren gut beschrieben. Humorvoll und ja ich nehm nicht alles ernst, aber ich wusste manchmal nicht, ob ich genervt sein soll oder sie schütteln soll.
Ihre doch sehr oberflächlichen Beziehungen waren mir zu unrealistisch. Am liebsten mochte ich die Gespräche mit Rosie.
Alles in allem war es eine kurzweilige Unterhaltung.
Ich werde bestimmt von der Autorin noch ein paar Bücher lesen, da ich den Humor doch sehr gern mochte
Ein aufregendes Buch - im wörtlichen Sinn, es war interessant, aber ich habe mich standig fürchterlich aufgeregt!
Zwei fremde Frauen, sie teilen sich ein Krankenhauszimmer. Während die eine nichts von sich preis gibt, redet sich die Apothekerin im anderen Bett sich die furchbarsten Ereignisse von der Seele. Und sie sind so furchtbar und erschreckend, weil die Menschen in dieser Geschichte mit einer solchen Banalität Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Würde begehen.... Das ist fast genau so, wie bei Hannah Arendt. Das Schlimme ist eben nicht, dass sie Psychopaten sind, oder werden, sondern dass ganz normale Menschen uns durch ihr Handeln erschrecken. Es ist wie ein schlimmer Unfall, bei dem man nicht weggucken kann: spannend, ein Hilfeschrei, den man nicht ignorieren will und doch so noncharlant, zuweilen so naive...
Ingrid Noll ist sehr talentierte darin, den Blick der Lesenden zu lenken und leicht zu wandeln; beihnahe ohne es zu merken wird man abgebrühter, skrupelloser, und dann kommt der Nächste Moment wo man den Kopf schüttelt und denkt: das hat sie jetzt nicht wirklich gemacht!
Am Endebekommt es bei mir nur drei Sterne, weil es nicht mein Genere war. Ich fand es über Längen deprimierend wie die Protagonistin immer wieder in alten Mustern feststeckt, es weiß aber sich nicht befreit. Nicht befreit, weil sie es nicht genug will. Sie sieht die Realität, entscheidet aber, sich lieber eine neue Geschichte zu erspinnen, die sich besser anfühlt als die Wahrheit direkt vor ihren Augen. Eine Geschichte, die sie sich selbst und anderen Erzählt um besser Schlafen zu können, um sich selbst im Spiegel noch in die Augen sehen zu können und zu denken: trotz allem habe ich noch ein Anrecht auf das Gute dieser Welt.
Und ich sage nicht, dass das nicht das ist, was in unserer Gesellschaft und auf kleinerer Skala in unseren eigenen Leben passiert und bequem ist...aber gerade weil es so real war hat es mir Angst gemacht.
Insgesamt ein gutes Buch, vor allem technisch. Aber kein Wohlfühlbuch. eben kein Wohlfühl Buch
Ironie pur - Eine Apothekerin erzählt ihrer Bettnachbarin im Krankenhaus von ihrem Leben
„Das muss jeder gelesen haben!“ - Mit dieser Prämisse im Hinterkopf bin ich an dieses Buch gegangen. Und war etwas enttäuscht: Eine Frau erzählt von ihrem Leben mit unterschiedlichen Männern. Die Heldin, besser die Erzählerin, kommt auf mehrere Männer und schwankt zwischen dem Krankenhausaufenthalt und ihrem Leben hin und her. Ob das jeder gelesen haben muss, stelle ich hier mal in Frage. Mir fehlt hier einfach die Würze, da hier mit viel Strategie gespielt wird, aber zu wenig Pfeffer und Würze im Spiel ist. Schade eigentlich, da sich der Roman flott lesen lässt. Vielleicht konnte er es mir auch einfach nur nicht recht machen…
Ufffzzz...ich hab schon lange kein Buch mehr gelesen, was mich in so eine Leseflaute reingetrieben hat. Fuuuuurchtbar...es waren zwar in den ersten zwei Seiten ein paar witzige kommis aber...nee...bin ich froh, dass ich das durch hab und nee...Ingrid Noll ist nicht meine...das Buch hat null Sinn...
Schöner Schreibstil, lässt sich gut weglesen. Auch die Geschichte ist sehr spannend. Für die Zeit bestimmt ein progressives Buch, indem eine Frau sich gegen die Männer in ihrem Leben behauptet. Erst recht der Anfang beschreibt gut, wie Frauen oft Beziehung mehr mit Kindern statt mit erwachsenen Männern führen.
Leider strotz dieses Buch trotzdem nur so von unreflektiert-internalisierter Misogynie - vorallem von der Protagonistin gegenüber anderen Frauen.
Ich bin unsicher, wie ich dieses Buch bewerten soll. Der Schreibstil hat mir gut gefallen und auch die Geschichte ist interessant und unterhaltsam gewesen. Richtig fesselnd fand ich es aber. Am Ende habe ich die Seiten nur noch überflogen.
Klassische Ingrid Noll Geschichte!
Ein etwas älteres Buch von ihr, bei dem man über den ein oder anderen nicht mehr politisch korrekten Begriff stolpert, was aber unter Gesichtspunkten der Zeit, zu der die Geschichte geschrieben wurde, meines Erachtens toleriert werden kann.
Kurzweilig und spannend liest sich der Krimi. Obwohl es normalerweise nicht mein Genre ist, schafft Ingrid Noll es immer wieder, das für mich richtige Maß an Skrupel in ihren Geschichten, die alle in der Rhein-Neckar-Region spielen, zu verpacken.
„Die Apothekerin“ war mein erstes Buch von Ingrid Noll – und ich muss sagen: ein starker Einstieg! Schon länger war ich neugierig auf ihre Werke, und mit diesem Roman wurde meine Erwartung sogar übertroffen.
Im Mittelpunkt steht eine junge Frau, die im Krankenhaus liegt und ihrer Bettnachbarin ihre Lebensgeschichte erzählt. Was sich anfangs fast harmlos liest, entwickelt sich schnell zu einer schockierenden, faszinierenden und zugleich unterhaltsamen Erzählung. Vor allem die Erlebnisse in ihrer Schulzeit haben mich regelrecht erschüttert – ich war wirklich atemlos vor Überraschung und Entsetzen, so intensiv und beklemmend waren manche Schilderungen.
Besonders spannend fand ich, wie sie immer wieder an Männer gerät, die – gelinde gesagt – ein paar Probleme mitbringen. Aber gerade dieses Talent, sich in komplizierte Männer zu verstricken, macht die Geschichte so besonders. Es entsteht eine Mischung aus Krimi, Psychodrama und schwarzem Humor, die mich streckenweise schaudern ließ – und mich im nächsten Moment zum Lachen gebracht hat. Diese Balance ist Noll wirklich meisterhaft gelungen.
Das Buch ist nicht nur spannend, sondern auch klug erzählt, mit einer feinen Beobachtungsgabe für menschliche Abgründe – und einem leichten Augenzwinkern, das zwischen den Zeilen immer wieder aufblitzt. Für mich war „Die Apothekerin“ ein echtes Lesevergnügen, überraschend, emotional und mitreißend.
Ich freue mich schon auf weitere Bücher von Ingrid Noll – auch wenn sie erstmal auf mich warten müssen, denn jetzt geht es für mich literarisch weiter mit meiner großen Leidenschaft: der Geschichte.
„Die Apothekerin“ wollte ich schon immer einmal lesen, hatte allerdings keine wirkliche Vorstellung, worum es geht. Wobei, das stimmt nicht, irgendwie war ich der Meinung, dass es wohl „so wie Dürrenmatt“ sein müsse. Spoiler: Ist es nicht.
Das Buch läuft unter „Krimi“, und es gibt auch bewusst herbeigeführte Todesfälle, doch für mich war es eher ein Roman. Das liegt daran, dass der Fokus sehr auf den Hauptcharakter und dessen Leben gelegt wird. Und gelegentlich starb dann ein Mensch unfreiwillig. Worum geht‘s jetzt?
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Die Apothekerin Hella Moormann liegt in der Heidelberger Frauenklinik – mit Rosemarie Hirte als Bettnachbarin. Um sich die Zeit zu vertreiben, vertraut Hella der Zimmergenossin die abenteuerlichsten Geheimnisse an. Rosemarie Hirte wird zur unberechenbaren Beichtmutter.
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Wer einen spannenden Krimi sucht, sucht hier vergebens. Vielmehr begleiten wir die Protagonistin auf ihrer Reise in die Vergangenheit. Teilweise erzählt sie fast schon zynisch, manchmal mal auch hunorvoll ihre Eskapaden vor allem mit dem anderen Geschlecht, thematisiert jedoch ebenfalls das nicht immer leichte Verhältnis zu ihrer Familie.
Mich hat der Charakter Hella Moormann wahnsinnig getriggert. Hella Moormann ist sich durchaus bewusst, dass sie sich stets Männer aussucht, denen sie helfen möchte: drogenabhängig, alkoholabhängig, körperlich oder auch psychisch krank, egal, Hauptsache sie kann ihr Helfersyndrom ausleben. Ihr Umfeld sagt schon gar nichts mehr. Ihr aktueller Mann ist acht Jahre jünger, will eigentlich gar nicht auf eigenen Beinen stehen und hat in Hella eine Ersatzmutter gefunden, die ihn betüdelt.
Die Protagonistin ist nicht nur selbstlos, doch was sie mit sich machen lässt und was sie durchgehen lässt - das passt auf keine Kuhhaut. Wäre sie meine Freundin, irgendwann wäre ich explodiert und hätte wahrscheinlich mich nur noch über das Wetter unterhalten wollen.
Das Buch gefiel mir vom Stil her, jedoch brauche ich nicht dringend ein weiteres Buch von Ingrid Noll lesen. Da gefällt mir Dürrenmatt besser und von ihm wartet bereits ein Buch auf mich. ☺️
Ein netter Roman mit schwarzem Humor und viel Ironie
Die Apothekerin von Ingrid Noll ist mein erstes Buch der Autorin. Ich bin aufgrund des Titels und des Klappentextes neugierig auf die Geschichte gewesen. Mich konnte das Buch nicht ganz überzeugen. Es wird dem Genre Krimi zugeordnet, dafür fehlte mir aber der Spannungsteil. Es ist eher ein etwas sarkastischer Roman mit einem Krimianteil.
Hella Moormann liegt im Krankenhaus und vor lauter Langeweile erzählt sie ihrer Bettnachbarin ihre Lebensgeschichte. Und Hella hat schon einiges erlebt. Sie arbeitet als Apothekerin, ist verheiratet und hat so manches dunkles Geheimnis. Sie gerät immer wieder an die falschen Männer. Mit denen sie ziemlich abenteuerliche Dinge erlebt. Eine Erbschaft mit Hindernissen, Rauschgift, Mord, Unfälle usw.
Der Schreibstil des Buches ist recht angenehm. Man findet schnell in die Geschichte rein und durch die verschiedenen Schriftarten weiß man auch ob man gerade Hellas Erzählungen folgt oder in der Gegenwart und im Krankenhaus ist. Das Buch wird auf zwei Ebenen erzählt und bietet dadurch einen gewissen Spannungsbogen. Die Autorin hat einen schwarzen Humor und bringt auch einiges an Ironie in die Geschichte ein. Doch ehrlich gesagt war mir am Ende alles ein wenig zu viel und wirkte auch sehr trivial.
Auch Hella als Protagonistin war mir nicht sehr sympathisch. Anfangs begleitet man sie noch recht gerne und kann ihre Gefühle auch teilweise verstehen. Aber mit der Zeit nervt ihre naive Art einfach nur. Ich hätte sie mehrfach gerne geschüttelt um sie zur Vernunft zu bringen. Sie handelt nicht unbedingt wie eine Erwachsene.
Es war ein nettes Buch für zwischendurch. Da es auch nicht all zu viele Seiten hat, kann man es recht schnell lesen. Allerdings werde ich wohl keine weiteren Bücher der Autorin lesen.
Hella liegt im Krankenhaus und erzählt ihrer Bettnachbarin über ihre Vergangenheit. Wie sie zu einer unverhofft Erbschaft kommt.
Warum bei ihr noch ein Ehepaar wohnt.
Irgendwie hat es mich nicht so richtig gepackt. Es begann recht vielversprechend aber zum Ende hin plätscherte es eher etwas dahin und der große dramaturgische Höhepunkt, den ich erwartete, blieb aus. Die letzten Kapitel kamen mir auch etwas abrupt vor so als müsste man schnell zum Ende kommen und fertig. Das fand ich etwas schade.
Ein sehr interessanter Schreibstil, welcher zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her wechselt. Die Handlung ist spannend, herzzerreißend und fast schon absurd. Wirklich fesselnd
Ich mochte fast keine der Personen in der Geschichte - im Gegenteil. Die Naivität von Hella hat mich fast wahnsinnig gemacht, genauso der Taugenichts Levin. Habe mich beim Lesen immer wieder gefragt, wie Hella so dumm sein kann, bei Levin zu bleiben.
Die Handlung hat mich ebenso wenig gepackt. Habe es nur zu Ende gelesen, um zu erfahren, wie es ausgeht.
Wir bekommen das Leben von Hella Moormann erzählt. Wie sie aufwächst und dass sie einen schrecklichen Männergeschmack hat.
Sie hatte eine relativ schöne Kindheit mit liebenden Eltern, doch oft war es nicht einfach. Hella passieren Dinge in ihrem Leben, die sind wirklich unglaublich 😅
Dieses Buch ist von 1996, kann aber locker mit den heutigen Romanen mithalten. Wenn man das ganze nochmal anders verlegen würde und ein schönes Cover wählen würde. Das wäre sicher ein Bestseller.
Direkt nach den ersten Seiten saß ich mit offenem Mund da. Ingrid Noll schreibt so trocken sarkastisch, ich liebe es.
Ich habe mich ab und an über die Naivität von Hella aufgeregt und auch über unsympathische Charaktere. Aber das mag ich 😂♥️
Es ist so spannend und unterhaltsam geschrieben, ich werde mich noch mehr Bücher von Ingrid Noll ansehen! Ich bin wirklich glücklich über dieses Buch gestolpert zu sein.
Ingrid Noll gehört zu meinen liebsten Autoren. Auch in diesem Buch konnte sie wieder mit einer weiblichen Protagonistin, die sich in der Welt gegen die Männer behaupten muss, begeistern. Die Geschichte einer Apothekerin, die ihrer Bettgenossin im Krankenhaus die Lebensgeschichte erzählt und das Ende in der Gegenwart geschieht, war besonders geschickt gelöst. Es ist eine absolute Leseempfehlung wert, auch wenn es nicht das beste Buch ist, was ich von Noll bisher gelesen habe.
Mein erstes Buch von Ingrid Noll.
Sehr dramatisch und doch musste ich oft lachen, einfach weil sie eine tolle Art hat dies zu vermitteln.
Wahrscheinlich nicht mein letztes Buch von Ingrid, auch wenn ich mich selber gar nicht in der Geschichte gesehen habe, war es amüsant zu lesen.
Klassische Ingrid Noll Geschichte!
Ein etwas älteres Buch von ihr, bei dem man über den ein oder anderen nicht mehr politisch korrekten Begriff stolpert, was aber unter Gesichtspunkten der Zeit, zu der die Geschichte geschrieben wurde, meines Erachtens toleriert werden kann.
Kurzweilig und spannend liest sich der Krimi. Obwohl es normalerweise nicht mein Genre ist, schafft Ingrid Noll es immer wieder, das für mich richtige Maß an Skrupel in ihren Geschichten, die alle in der Rhein-Neckar-Region spielen, zu verpacken.
Hella liebt Levin , doch der kommt als Student irgendwie nicht voran. Stattdessen wartet er darauf, dass sein reicher Großvater stirbt und er ihn beerben kann. Mit etwas Nachhelfen klappt es, der Großvater stirbt und Levin sieht sich schon als Millionär, doch dann wird das Testament eröffnet und siehe da - Hella ist die Alleinerbin. Voraussetzung : sie heiratet innerhalb von 6 Monaten Levin. Der ist natürlich von der Klausel begeistert, Hella allerdings will eigentlich niemanden heiraten, der nur aufs große Geld aus ist... Alles in allem ein gutes Buch, jedoch zieht es sich am Anfang sehr, die Erzählpassagen werden immer wieder durch Szenen aus dem Jetzt unterbrochen, so dass keine Spannung aufkommt. Das ändert sich zum Ende hin, jedoch werden die Handlungen der Protagonisten immer merkwürdiger, kurz vor dem Ende hat man den Eindruck, die Autorin wolle mal eben auf die Schnelle alle offenen Handlungsstränge abschließen. Schade!
Leicht makaberer Humor und das Thema Pharmazie und Gift müssten mich eigentlich sofort begeistern können. Ich hab aber schon nach dem ersten Viertel gemerkt, dass das Buch nicht mein Fall ist.
Sätze wie:
"Natürlich mag ich Kinder - jeder normale Frau will Kinder."
"Ich wollte kein uneheliches Kind sondern eine richtige Familie."
sind für mich sowas von veraltet und ignorant, dass mir die Lust am Lesen schnell vergangen ist.
Außerdem bezweifle ich, dass sich diese Protagonistin noch wirklich emanzipiert im weiteren Verlauf. Meine erste Vermutung, dass sie sich in eine immer dümmere Lage verstrickt und dann von irgendeinem netten Mann gerettet wird, hat sich nach kurzem googlen als richtig erwiesen. Alles in allem sehr vorhersehbar und nicht mein Stil. Gerne dürfte es auch noch makabarer sein, aber dann bitte mit Grips. Ich fand die Geschichte einfach ziemlich dämlich, weder überraschend noch schockierend oder amüsant.
Mein letztes Buch von Ingrid Noll habe ich vor ca. zehn Jahren gelesen. Da hat mir der Stil noch ganz gut gefallen. Es ist immer wieder interessant, wie sehr sich der Geschmack doch mit der Zeit verändert. Meine Mutter fand das Buch klasse, leider hat ihre Empfehlung im diesem Fall nicht gepasst. Von Ingrid Noll werde ich Zukunft besser mal die Finger lassen.
Wenn ich bösen Humor gepaart mit Intelligenz möchte, greife ich doch lieber zu Amelie Nothomb. Ganz davon abgesehen, dass Letztere auch sprachlich deutlich mehr drauf hat.
Eine amüsante Geschichte einer Frau und deren Liebe
Das Buch: Hella Moormann erzählt im Krankenhaus ihrer Bettnachbarin ihre Geschichte. Eigentlich die Geschichte, wie sie versuchte, ein Kind zu bekommen. Und was braucht Hella dafür? Einen Mann! Und den hat sie gerade nicht. Schnell macht sie Levin, einen verwöhnten Millionärserben als potenziellen Vater aus. Doch das kann ja wohl nicht gut gehen. Und so stürzt sich Hella in ein Liebesleben mit Heirat, ungewollter Erbschaft, Liebeleien, kuriosen Ereignissen und plötzlichen Todesfällen. Und vor allem die Todesfälle haben es in sich: Hella ist Apothekerin und kennt sich mit Giften aus. Doch ob ihr das in der Mission Kind weiterhilft?
Fazit: Der Buchumschlag verspricht schon eine kuriose Geschichte. Und dass ist sie auch. Aber keinenfalls negativ gesehen. Hella Moormann erzählt aus ihrem Leben und der Leser bleibt fasziniert kleben. Es scheint, als könnte sie nie etwas dafür, dass diese kuriosen Dinge ihr passieren. Und diese nimmt sie dann so hin wie sie kommen. Aber immer bleibt ihre Liebe zur Arbeit als Apothekerin. Denn da fühlt sie sich heimisch.
Auch die Nebencharaktere sind sehr toll ausgearbeitet. Mann liebt und hasst sie. Genau wie Hella. Man wünscht sich regelrecht Hella als Freundin. Und irgendwie erscheint dies in der Gesamtheit doch sehr merkwürdig. Denn eigentlich hat sie auch so einige Geheimnisse und böse Absichten. Aber das ist doch das Tolle an diesem Buch.
Ingrid Noll versteht es, durch Wortwitz und kuriosen Ereignissen, die aber wirklich so passieren könnten, den Leser zu unterhalten. Immer wieder kommt eine große Brise schwarzer Humor um die Ecke. Noll lässt auch Menschen, die über Leichen gehen, unschuldig aussehen. Und das ist das Besondere an ihren Büchern. Die Geschichte kommt sehr unschuldig daher, doch im Detail geht es mächtig ab.
Zusammenfassend ist dieses Buch sehr zu empfehlen. Man kann eigentlich nichts an diesem Buch aussetzen. Und wenn, dann nur auf höchstem Niveau. Hiermit erteile ich eine klare Leseempfehlung!!!
https://booksoftination.wordpress.com/2016/08/02/rezi-ingrind-noll-die-apothekerin/