Was für ein Buch! Sie beschreibt die Gedanken- und Gefühlswelt, die hin-und-her-Gerissenheit von Julia so unglaublich gut und realistisch. Unbedingte Leseempfehlung - allerdings kein "Wohlfühlbuch"! (Wohlfühlbuch erwartet wohl auch niemand)
Keine leichte Kost. Ich musste beim lesen manchmal tief durchatmen. Da nur aus der Sicht von Julia erzählt wird erlebt man die Geschichte sehr intensiv mit. Ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter.
Krasser Roman über Femizid

Julia, eine engagierte und talentierte Frau, trifft auf den mysteriösen und exzentrischen Künstler Joe, der sie mit seiner Kunst und seinem unkonventionellen Lebensstil fasziniert. Zwischen ihnen entsteht eine intensive Anziehung, die schnell in eine obsessive Affäre übergeht. Trotz der erkennbaren Abgründe und Probleme des Mannes, lässt sich Julia immer tiefer auf die Beziehung mit ihm ein. Wo liegen Julias eigene Grenzen und wie weit ist sie bereit zu gehen, um diese Liebe aufrechtzuerhalten? „Eskalationsstufen“ wirft einen schonungslosen Blick auf die dunkle Seite der Liebe und beleuchtet die Dynamik einer vereinnahmenden Beziehung mit psychischer und physischer Gewalt. Atemlos folgt man als Leser*in dieser langsamen, stufenweisen Eskalation. Durch die authentischen und eindringlichen Beschreibungen gelingt es Barbara Rieger, die subtile Manipulation und die zermürbenden Auswirkungen einer solchen Beziehung authentisch darzustellen. Man wird mitgerissen in die Abgründe der menschlichen Psyche und zugleich aufgefordert, über die Komplexität von Liebe, Macht und Kontrolle nachzudenken. Ein packendes, intensives und unheimlich wichtiges Werk, das zum Nachdenken und zur Sensibilisierung für das Thema häusliche Gewalt anregt. Unbedingte Leseempfehlung! ❤️💥



