27. März
Rating:2

Ich durfte dieses Buch im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks mitlesen. Da ich selbst ein großer HipHop-Fan bin und dass die Musik ist, mit der ich aufgewachsen bin, fand ich die Idee ziemlich sportlich. Immerhin wird hier versucht, ein großes Musikgenre in 100 Seiten zu packen. Doch genau aus diesem Grund darf man hier auch nicht erwarten, dass alle Themengebiete, wichtigen Künstler und alles, was dazugehört intensiv behandelt werden. Die Hauptthemen sind der Ursprung, die wichtigsten Interpreten aus Deutschland und den USA, Mode und die Thematiken innerhalb der Lieder. Beim Lesen merkt man, dass auch der Autor sich zu dieser Musik sehr stark hingezogen fühlt und dies lebt. Bei dem einen oder anderen Interpreten lässt sich gewiss streiten. Denn gerade im amerikanischen Raum gibt es so viele, die eigentlich in dieses Buch gehört hätten. Manche wurden lediglich mal kurz erwähnt. Auch ist an dieser Stelle anzumerken, dass das Buch nicht gänzlich frei von Fehlern ist. So wurde der eine Interpret um 17 Jahre älter gemacht. Im deutschen Raum ist das Buch jedoch ein kompletter Fehlschlag. Vielleicht stehe ich hier mit meiner Meinung allein. Doch wurden hier die wichtigen Interpreten mal am Rande erwähnt und so seltsame Gestalten wie Kollegah, BadMomz und was-weiß-ich-wie-sie-alle-heißen-mögen als Grundlage benannt? Vielleicht habe ich an dieser Stelle geschlafen, aber das, was ich heute umgangssprachlich als „Assi-Mugge“ bezeichnen würde, wird in diesem Buch als großartig dargestellt. Wenige Seiten später heißt es dann, das diese sogar in ihren Liedern einen starken Drang zu Diskriminierung und Rassismus haben… Um das alles etwas musikalisch zu untermalen, wurde auf Spotify eine eigene Musikliste erstellt, wobei sich hier über die Auswahl doch stark streiten lässt. Manche Lieder sind wirklich super, andere wiederum haben mich stark verzweifeln lassen. Das Gute daran: Am Ende des Buches wird nochmal darauf eingegangen, warum dieser Song ausgewühlt wurde.

Hip-Hop. 100 Seiten
Hip-Hop. 100 Seitenby Daniel HaasReclam, Philipp
22. Okt.
Rating:3

In die 100-Seiten-Reihe von Reclam reiht sich nun auch dieser Titel über Hip-Hop ein. Wie der Name vermuten lässt, wird Wissen zu einem Thema auf 100 Seiten vermittelt. Die Seitenzählung beginnt hier ungewohnter Weise erst auf Seite 7, damit auch wirklich keine thematische Seite fehlt. Fotos und Infografiken sind dem Konzept nach inbegriffen. Wissen auf 100 Seiten zusammenfassen, ist eine Herausforderung. So ist es legitim, das Thema geographisch auf (die Ursprünge des Hip-Hops in den) USA und (seine Ableger in) Deutschland zu beschränken und nur deren Stars vorzustellen. Doch auch die Geschichte und Inhalte kommen nicht zu kurz, so dass ein rundes Gesamtbild entsteht. Hört man dann noch in die dazugehörige Playlist rein, fällt es leicht, Worte in die Tat umzusetzen und mitzuwippen. „Hip-Hop löst eben das Glücksversprechen der Postmoderne ein: dass man Stile mischen und Kunstformen verunreinigen kann und daraus etwas Neues, Überraschendes entsteht.“ Ich hätte mir eine ausgewogenere Aufteilung gewünscht: An manchen Stellen hätte die persönliche Meinung des Autors (z.B. dass Texte im Schulunterricht analysiert werden sollten) zugunsten der Informationsvermittlung (z.B. fiel das Kapitel über Mode recht kurz aus) gekürzt werden können. Grundsätzlich hat das Büchlein aber sein Ziel erreicht: Ich habe auf unterhaltsame Weise mein Wissen erweitert und Inspiration erhalten, mich weiter mit diesem Musikstil zu beschäftigen.

Hip-Hop. 100 Seiten
Hip-Hop. 100 Seitenby Daniel HaasReclam, Philipp