Ich las das Buch zusammen mit meinem Sohn. Aktuell wird dies als Schullektüre im Unterricht behandelt. Es geht allgemein gesagt um die Thematik der Schlepperei. Verwoben ist diese mit der literarischen Form des Hörspiels. Ehrlich gesagt, würde ich mir hierzu aktuellere Texte wünschen. Denn leider ist das Thema heute weiterhin brandaktuell. Wir sind hier im Jahr 1953. Der 23- jährige Axel Grove heuert auf dem Schiff als Leichtmatrose an und sieht nach 13 Jahren seinen Vater wieder. Dieser ist Kapitän des Schiffes und verdient sein Geld mit Schlepperei von Flüchtlingen. Auf den wenigen Seiten werden noch weitere Themen angesprochen. Es geht um die Vater-Sohn- Beziehung, um Erwartungen, Feindbilder, Entmenschlichung usw. Meiner Meinung nach, ist das für Schüler hier sehr deutlich veranschaulicht. Und sicherlich regt es zur Auseinandersetzung mit diesen Thematiken an. Dennoch bin ich der Meinung, dass es hier aktuellere Texte gibt, die man heutzutage nutzen kann. Wir haben uns auch zusätzlich das Hörspiel auf Spotify dazu angehört. Leider kann ich verstehen, dass diese Darstellung aus den 50iger Jahren nicht auf sehr viel Begeisterung stieß. Es passt natürlich in die damalige Zeit, schafft aber eben leider keine Verbindung mehr zur heutigen Jugend. Das ist wirklich schade, dass solch interessante Themen durch veraltete Darstellungen nichts weiter als Widerstand auslösen. Ich habe mir wirklich Mühe gegeben, dass Interesse aufkommt und nicht mit all zu viel Frust an die Arbeit (im Bezug auf den Text) gegangen wird. Innerlich konnte ich es aber leider etwas nachvollziehen.
9. Nov.Nov 9, 2025
Das Schiff Esperanza. Textausgabe mit Kommentar und Materialienby Fred von HoerschelmannReclam, Philipp
