Adalbert Stifters Erzählung ist eine schlichte, aber tiefgründige, Weihnachtsgeschichte, die gut zur Entschleunigung dient. Beim Lesen betritt man eine Welt, in der die Zeit langsam läuft und die Natur die Hauptrolle spielt.In der Bergkristall geht es um das Überleben, die Urgewalt der Natur und die Überwindung von sozialen Barrieren. Die Geschichte spielt in den Alpen und dreht sich um die Geschwister Konrad und Sanna, die am Heiligen Abend von ihrer Mutter aus dem Dorf Gschaid über einen Gebirgspass geschickt werden, um die Großeltern im Nachbardorf Millsdorf zu besuchen. Auf dem Rückweg setzt heftiges Schneetreiben ein. Die Kinder verlieren die Orientierung und geraten auf das ewige Eis eines Gletschers. !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!ACHTUNG SPOILER!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!Stifter schildert die Natur nicht nur als idyllisch, sondern als majestätisch, gleichgültig und potenziell tödlich. Die Kinder überleben vor allem durch Disziplin, Ruhe und einen fast religiösen Schicksalsglauben. Ein Kernkonzept Stifters ist es, dass er glaubte, dass sich das Große (wie ein Schneesturm oder das Schicksal) im Kleinen (der Tugend der Kinder, dem Zusammenhalt) spiegelt.Die Atmosphäre ist besonders und wird von Stille und der Naturgewalt beherrscht. Stifter benutzt eine meditative Sprache und beschreibt die Alpenlandschaft mit einer Präzision, die an Malerei erinnert. Interessant ist der Kontrast zwischen der geborgenen Wärme des Bergdorfes und der bedrohlichen Stille des Gletschers. Dabei schleicht sich die Bedrohung leise an – vom sonnigen Nachmittag bis hin zum lautlosen, unaufhörlichen Schneefall.
Adalbert Stifters Erzählung ist eine schlichte, aber tiefgründige, Weihnachtsgeschichte, die gut zur Entschleunigung dient. Beim Lesen betritt man eine Welt, in der die Zeit langsam läuft und die Natur die Hauptrolle spielt. In der Bergkristall geht es um das Überleben, die Urgewalt der Natur und die Überwindung von sozialen Barrieren. Die Geschichte spielt in den Alpen und dreht sich um die Geschwister Konrad und Sanna, die am Heiligen Abend von ihrer Mutter aus dem Dorf Gschaid über einen Gebirgspass geschickt werden, um die Großeltern im Nachbardorf Millsdorf zu besuchen. Auf dem Rückweg setzt heftiges Schneetreiben ein. Die Kinder verlieren die Orientierung und geraten auf das ewige Eis eines Gletschers. !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!ACHTUNG SPOILER!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Stifter schildert die Natur nicht nur als idyllisch, sondern als majestätisch, gleichgültig und potenziell tödlich. Die Kinder überleben vor allem durch Disziplin, Ruhe und einen fast religiösen Schicksalsglauben. Ein Kernkonzept Stifters ist es, dass er glaubte, dass sich das Große (wie ein Schneesturm oder das Schicksal) im Kleinen (der Tugend der Kinder, dem Zusammenhalt) spiegelt. Die Atmosphäre ist besonders und wird von Stille und der Naturgewalt beherrscht. Stifter benutzt eine meditative Sprache und beschreibt die Alpenlandschaft mit einer Präzision, die an Malerei erinnert. Interessant ist der Kontrast zwischen der geborgenen Wärme des Bergdorfes und der bedrohlichen Stille des Gletschers. Dabei schleicht sich die Bedrohung leise an – vom sonnigen Nachmittag bis hin zum lautlosen, unaufhörlichen Schneefall.
Eine detaillreiche Erzählung über zwei Geschwister, welche sich an Heiligabend im Gebirge verlaufen und damit die Bewohner zweier verfeindeter Dörfer näherbringen. Es war einfach zu lesen und man konnte sich sehr gut die Winterlandschaft vorstellen. Das Happy End glich einem kleinen Weihnachtswunder.

