Ist Shakespeare Geschmackssache?
Das war das dritte Werk welches ich von Shakespeare gelesen habe und nachdem die Waage aktuell ins negative schwankt, muss ich gestehen: Ich kann es nicht verstehen. "Ein Sommernachtstraum" ist eins der bekanntesten Werke von Shakespeare und es übersteigt meinem Verständnis, wie diese Geschichten über Jahrhunderte hinweg überleben - und die Leute allem Anschein nach begeistern können. Der grundsätzlich Plot, oder viel eher unterstelle ich dies als die Haupthandlung, ist die "Liebesgeschichte" zwischen Hermia, Lysander, Demetrius und Helena. Hermia liebt Lysander, ihr Vater möchte aber, dass sie Demetrius heiratet. Lysander und Demetrius lieben beide Hermia. Die einzige Ungeliebte, ist Helena, deren Liebe von Demetrius nicht erwidert wird. Das Buch beginnt mit der geplanten Hochzeit vom Herzog von Athen. Hermia und Lysander wollen durchbrennen und verschwinden in einem nahegelegenen Wald von Athen. Demetrius und Helena folgen den beiden. In dem Wald leben Elfen, sowie auch der König und die Königin der Elfen, die im Zwist miteinander sind. Der Mittelteil beschäftigt sich tatsächlich sehr intensiv mit Hermia, Lysander, Demetrius und Helena und es hat mich tatsächlich gewundert, dass es sogar ein Happy End gab und Hermia, Lysander heiraten konnte und Demetrius, Helena geheiratet hat. Was jedoch nicht in die Handlung und die Liebesgeschichte von denen passt, ist der Plot mit den "Handwerkern" der parallel läuft und die ein Theaterstück für des Herzogs Hochzeit im Wald üben. Der fünfte Akt befasst sich lediglich mit dem Theaterstück welches auf der Hochzeit aufgeführt wird. Da "Ein Sommernachtstraum" an sich ein Theaterstück ist und es womöglich auch darum ging, Humor und Unterhaltung zu bieten, hatte man die Handwerker wohl aus diesem Grund eingefügt. Mein Humor war es jedoch nicht - vor 500 Jahren, war das aber wohl witzig. Diese Nebenhandlung, verschlechtert das gesamte Buch um einiges, weshalb ich das Buch aus diesem Grund, nicht weiter empfehlen würde. Die Geschichte mit Hermia, Lysander, Demetrius und Helena ist zwar nett, aber man sollte es sich vorher überlegen, ob man deswegen den restlichen "Quatsch" mit den Handwerkern lesen will. Wer lediglich an einer tragischen und dramatischen Liebesgeschichte interessiert ist, der sollte "Romeo und Julia" lesen. Die Geschichte ist von Anfang bis Ende interessant und vernünftig, auch wenn es kein Happy End gibt. Weitere Anmerkung: Die Bilder in dieser Ausgabe sind alles andere als ansprechend ("Romeo und Julia" sowie "MacBeth" enthalten beide keine Bilder) und die Ausgabe wird online immer weinrot dargestellt, obwohl das Buch offensichtlich violett ist.














































