2. Weltkrieg, das Jahr 1943: Es beginnt als Schnapsidee. Als jedoch eine deutsche Spionin erfährt, dass Winston Churchill ein Wochenende an der englischen Ostküste verbringen will, nimmt die Entführung des Premiers immer mehr Form an. Das war mal etwas ganz anderes für mich. Eine größere Vertrautheit mit der Geschichte des 2. Weltkriegs hätte zwar nicht geschadet aber auch ohne große Vorkenntnisse, kann man der Handlung gut folgen. Im Mittelpunkt stehen sowieso eher die Charaktere und da gibt es einige, größtenteils auf deutscher aber auch auf englischer Seite. So dauert es etwas bis die Geschichte in Gang kommt, lohnt dafür aber sobald es richtig losgeht, weil die Charaktere echt wirken. Der Autor Jack Higgins hat nicht nur schwarzweiß gemalt, sondern dem Leser auch einige Denkanstöße mitgegeben. Obwohl von Anfang an klargemacht wird, dass die Mission gescheitert ist, ist das Buch sehr spannend, weil man versucht herauszufinden, wo genau es schiefgehen wird und man mit einigen Charakteren mitfiebert und hofft, dass sie vielleicht doch irgendwie heil aus der Sache rauskommen. Die Vermischung von historischen Tatsachen und autorischem Erfindungsgeist ist hier gut gelungen. Man denkt unweigerlich darüber nach, ob diese Geschichte nicht doch vielleicht genauso stattgefunden haben könnte. Spannend und unterhaltsam bis zur letzten Seite
21. Apr.Apr 21, 2025
Der Adler ist gelandetby Jack HigginsFISCHER Digital
