Dieses Buch erzählt in Einzelheiten über die Verbrechen, die von Hamas Kämpfern auf die israelischen Zivilisten begangen worden sind. Die Autorin, selbst Jüdin, erzählt von den jahrelangen Spannungen zwischen Gaza und Israel und wie es zu diesem Tag, an dem hunderte Menschen hingerichtet und entführt worden sind. Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven, aber auf jeden Fall empfehlenswert.
Der 7. Oktober 2023 aus israelischer Sicht
Das Buch verdeutlicht jedem, dass der Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023 ein traumatisches Ereignis war. Sehr detailliert, aber auch liebevoll beschreibt Lee Yaron die Geschichte hinter einigen Opfern des Angriffs. Ein trauriges Buch - aber lesenswert.

Sie hatten für solche Gelegenheiten einen rosafarbenen Koffer fertig gepackt an der Tür stehen mit Sommer- und Winterkleidung für die Mädchen, samt Schuhen und Spielzeug.
Ein Buch, in dem jedes einzelne Wort noch lange wirken wird. Lee Yaron beschreibt die Ereignisse des 7. Oktober in Israel so eindrücklich und nahbar, dass man es nicht schafft, das Buch zu lesen, ohne es mehrfach schockiert zur Seite zu legen. Die expliziten Beschreibungen von Gewalt, Tod, Vergewaltigungen und der allgemeinen Wirkung des Terrors können nur in vagen Zügen die Dramatik wiedergeben, wie sich die Trauer der betroffenen Personen und Angehörigen auf das Leben auswirkt. Die Einordnungen zur Lage in Israel sind wirklich treffend formuliert. Die Niederschrift persönlicher Schicksale von Menschen, die einen normalen Tag begangen haben, bevor sie der Terror überfiel, ist ein Zeugnis des Krieges, was es benötigt um sich im Ansatz in die Lage dieses noch jungen Staates zu versetzen. Auf Seite 228 wird eindrucksvoll die Gefühlslage eines trauernden Vaters mit den Worten „[…] und ich habe gelächelt, denn das war die beste Nachricht aller denkbaren Möglichkeiten. Denn entweder ist sie tot, oder sie ist nach Gaza entführt worden. Und wenn man weiß, was sie den Menschen in Gaza antun, ist das schlimmer als der Tod. Also war der Tod ein Segen.“ auf Papier gebracht. Über 300 Seiten ziehen sich diese Gefühlswelten und Schicksale durch den Terror eines einzelnen Tages und Angriffes. Mit dem Hintergrund meines eigenen Besuches in verschiedenen Regionen Israels 2022 wirkte diese Geschichte, mit deren Orten man eigene Erlebnisse vermittelt, noch viel direkter. Vor Ort spürte man immer diese Furcht vor einer Bedrohung und das Leben mit diesem lange anhaltenden Konflikt, sei es, dass in bestimmten Regionen selbst auf den öffentlichen Spielplätzen Schutzbunker als Spielgeräte getarnt sind um eine Friedlichkeit zu symbolisieren. Umso schockierender ist es, dass diese Schutzbunker zwar vor Raketen geschützt hätten, aber die Angriffe der Terroristen diese Schutzbunker zu einem fast sicheren Todesurteil gemacht haben. Ein Land, welches mit dem Ziel gegründet wurde, Menschen vor religiöser Verfolgung zu schützen und ein Ort historischen Frieden zu werden, wurde so zerstört, wie das jüdische Leben in Zeiten Nazideutschlands. Man wird keine schöne Zeit mit dieser Lektüre haben, aber man wird deutlich spüren, wie wichtig der Frieden auf dieser Welt ist. Ich hoffe eines Tages in ein friedliches Israel zurückkehren zu können. Aber der Schritt zu einem wirklichen Frieden wird schwer bis unmöglich, auch hierauf macht dieses Buch keine Hoffnung. Der Konflikt ist dermaßen kompliziert und langwierig, dass kein Despot dieser Welt diesen in einer Legislatur beenden werden wird. Aber die Menschen sind der erste Schritt Richtung Frieden und wir alle können durch unser Bewusstsein einen Teil dazu leisten. Das Foto ist 2022 an der Klagemauer in Jerusalem entstanden. Passt aufeinander auf.
Am weinen. So viel Leid. So viel Zerstörung. So viel Ungerechtigkeit. Und ein sehr Hoffnungsvolles Nachwort von Joshua Cohen (Ehemann der Autorin)



