Über die eigene Identität, Lesben und (toxische) Beziehungen
Die Protagonistin Julia ist unglücklich mit ihrem Sexleben und Erfahrungen mit Männern - nach erster Erfahrung mit einer Frau merkt sie, dass sie lesbisch ist. Es dreht sich (vor allem in der ersten Hälfte) so ziemlich jeder ihrer Gedanken und der Dialoge um Sex. Teils recht klischeehaft. Das war nicht ganz mein Humor. Es gibt viele Beschreibungen von Sex, die auch nicht unbedingt immer besonders sexy dargestellt werden, also würde ich es nicht wirklich als Buch mit Spice bezeichnen. Die Gespräche mit Julias "Therapeutin" sind sehr unrealistisch, was schade ist. Ansonsten dreht sich auch einiges um die Beziehung zwischen Julia und ihrer besten Freundin Alice, die ich umso besser fand. Die Thematik rundum Monogamie/Polyamorie, Vertrauen und Manipulation in Beziehungen fand ich hier sehr interessant und haben neben dem ganzen Sexthema noch mehr Handlung gebracht. Es war durchaus interessant zu lesen aber die Charaktere hätte ich gerne besser kennengelernt. Auf jeden Fall etwas besonderes, was man daher auch nicht so ganz aus der Hand legen kann. Aber es lässt mich mit sehr gemischten Gefühlen zurück. Auch wenn Julias Weg zu ihrer eigenen Identität hier auf jeden Fall zu sehen ist und wichtige Themen behandelt werden, war es auf der anderen Seite auch Recht oberflächlich.





